
Die U23 des 1. FC Lok besiegte den FC Bad Lausick 1990 Dank einer tollen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 5:1 (0:1). In einer ausgeglichenen ersten Hälfte gingen die Gäste durch einen vom Wind beflügelten 40-Meter-Schuss in Führung. Zum zweiten Durchgang kamen die Probstheidaer wie ausgewechselt aus der Kabine zurück und ließen dem bereits im ersten Durchgang vorhandenen Einsatz nun auch ansehnliche Offensivkombinationen folgen. Lok-Coach Heiko Hennig baute gegen den FC Bad Lausick den in der Vorwoche gesperrten Philipp Schlüter wieder in die Abwehrkette ein. Zudem durfte Björn Rosemeier neben Sven Hellmund im Angriff ran.
Wind begünstigt Bad Lausicks Führung
Die ersten Minuten begannen auf beiden Seiten sehr verhalten. Die Akteure auf dem Platz waren sichtlich auf Sicherheit bedacht. Lediglich Mario Tripke konnte sich in der fünften Minute kurz in Szenen setzen. Sein Schuss aus 20 Metern ging jedoch zwei Meter am linken Pfosten des Lok-Gehäuses vorbei, das diesmal von Alexander Czempik gehütet wurde. Die erste Gelegenheit für die Loksche hatte Ronny Mende in der 17. Minute. Seinen schönen Dropkick aus 20 Metern fingerte FC-Keeper Janko Schötzke mit tollem Reflex an Oberkante der Latte. Lediglich Schiedsrichter Winfried Bohrmann gönnte dem Schlussmann seinen klasse Reflex anscheinend nicht - er gab Abstoß. Zehn Minuten später lief Björn Rosemeier plötzlich allein auf Schötzke zu, sein Versuch aus 16 Metern ging aber weit rechts vorbei. Nach einer halbern Stunde prüfte Ronny Mende zum zweiten Mal Janko Schötzke. Dieser faustete Mendes 20-Meter-Freistoß zur Seite weg. Nach der anschließenden Hereingabe verzog Robert Rüthrich per Fallrückzieher nur knapp. Und dann die 35. Minute: Hänisch Dirk brachte Philpp Schlüter mit einem riskanten Pass in Bredouille, der das Leder postwendend verlor. Matthias Wipper schnappte sich das Leder und zirkelte es mit Unterstützung des starken Windes aus 40 Metern über den zu weit vor seinem Tor postierten Alexander Czempik zum 0:1 ins Netz. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann sogar die große Chance für die Gäste, auf 0:2 davon zu ziehen. Nach einem weiten Pass marschierte Kevin Wiegner allein auf Czempik zu, der den heranstürmenden Gästespieler beim Herauslaufen aber gut nach außen abdrängte und sein Fauxpas beim Gegentreffer etwas gerade bügelte (43.). Kurz darauf bat Schiri Bohrmann zur Halbzeitpause.
Lok dominiert zweiten Durchgang klar
Zum zweiten Durchgang kamen die Probstheiader mit neuen Elan aufs Feld zurück. Und der machte sich auch prompt bezahlt: Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff stand es 1:1. Sven Hellmund hatte André Irrgang mit einem Traumpass bedient, der aus 14 Metern durch Schötzkes Hosenträger zum Ausgleich traf (47.). Sieben Minuten später legte Björn Rosemeier, nach schöner Irrgang-Flanke, per Kopfball das 2:1 nach. Nun waren die Gäste gefordert. Jedoch spielten Sie nun gegen den Wind an, was sich auch im Kräfteverschleiß bemerkbar machte. In der 59. Minute probierte es Michel Richter mit einem Schlenzer aus 16 Metern, der aber am linken Pfosten des Lok-Gehäuses vorbei strich. Lok verwaltete danach die Führung und ließ hinten nicht mehr viel anbrennen. Vorn knipste in der 77. Minute Sven Hellmund zum 3:1. Sein Schuss aus zwölf Metern schlug genau im linken Winkel ein. Neun Minuten später erhöhte André Irrgang mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 4:1. Nach einer Ecke ließ er Schötzke vom Fünfmeterraum keine Chance. Kurz vor dem Ende setzte sich Robert Roscher noch einmal schön im Gästestrafraum durch. Sebastian Martin konnte ihn lediglich mit einem Foul stoppen, was Schiedsrichter Bohrmann mit einem Elfmeter ahndete. Diesen verwandelte Dirk Hänisch eiskalt ins rechte untere Eck - 5:1 (90.). Sekunden später war Schluss.
Tolle zweite Hälfte sichert insgesamt verdienten Erfolg
Auf Grund der sehr guten zweiten Hälfte ging der Lok-Sieg absolut in Ordnung. Die Hennig-Truppe bleibt damit in der Spitzengruppe der Bezirksliga. Auf RB Leipzig und den SC Hartenfels Torgau fehlen den Probstheidaern lediglich zwei Punkte. Am kommenden Samstag geht es zum Tabellenschlusslicht Bad Düben. Aber auch dieser Gegner sollte nicht unterschätzt werden. Schließlich fielen die meisten Niederlagen der Bad Dübener denkbar knapp aus.
Wolf van der See
1. FC Lok U23: 1 Czempik - 2 Roscher, 18 Hänisch, 5 Schlüter, 17 F. Richter (76. 15 Marzetz) - 6 Mende, 12 Fritzsch, 19 Irrgang, 7 Rüthrich (76. 13 Rienaß) - 16 S. Hellmund, 3 Rosemeier (70. 8 Tönnessen)
FC Bad Lausick: 21 Schötzke - 2 N. Richter, 3 Naß, 4 Metzler (88. 11 Klotz), 13 Martin - 10 Ziffert, 12 Wiegner (85. 5 Welsch), 15 M. Richter, 16 Ehrlich - 9 Tripke, 8 Wipper (79. 6 Walter)
Tore: 0:1 Wipper (34.), 1:1 Irrgang (47.), 2:1 Rosemeier (54.), 3:1 S. Hellmund (77.), 4:1 Irrgang (86.), 5:1 Hänisch (90./FE)
Schiedsrichter: Winfried Bohrmann (Bad Düben)
Gelbe Karten: S. Hellmund, Hänisch - N. Richter, Naß, Ehrlich
Bruno-Plache-Stadion, Platz 1: 144 Zuschauer
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