
Loks U23 gewann am Samstag mit 4:0 (2:0) beim Tabellenletzten FV Bad Düben. Dabei boten die Hennig-Schützlinge über weite Strecken der ersten Halbzeit eine durchwachsene Leistung. Erst der von FV-Schlussmann Frank Schöne begünstigte Führungstreffer durch Sven Hellmund kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte die Probstheiader auf die Siegerstraße.
Wenig Sehenswertes in Durchgang eins
Coach Heiko Hennig hatte diesmal wieder die Qual der Wahl bei der Aufstellung seiner Anfangsformation, setzte schlussendlich aber auf Kontinuität. Lediglich Patrick Marzetz und Kevin Adam rotierten in die siegreiche Elf der Vorwoche. Auf dem sehr großen Spielfeld der Bad Dübener taten sich die Blau-Gelben zunächst sehr schwer. Bis auf einen Weitschuss von Kevin Adam, der einige Meter über Kasten zischte, brachten die Gäste in der Anfangsviertelstunde offensiv nicht viel zustande. Auch die Gastgeber agierten zunächst sehr vorsichtig. Keeper Frank Schöne ließ sich bei jedem Abstoß sichtlich Zeit, um so lange wie möglich die „Null“ zu halten. Nach elf Minuten fanden die Bad Dübener dann aber doch zum ersten Mal in den Lok-Strafraum. Eine Flanke von rechts konnte Stefan Scholz am langen Pfosten aber nicht verwerten. Auf der Gegenseite setzte Kevin Adam nach 17 Minuten einen Flugkopfball am linken Pfosten vorbei. Die Loksche passte sich danach dem Gegner immer mehr an. Viele Fehlpässe bestimmten auf beiden Seiten die Partie. Nach einer halben Stunde versuchte es Ronny Mende mit einem Schuss aus 25 Metern, den Frank Schöne mit ein paar Problemen parieren konnte. Im Gegenzug verstolperte Christian Völz völlig frei vor Lok-Keeper Alexander Czempik den Ball (31.). Kurz darauf köpfte Mario Andres eine Ecke rechts am Lok-Gehäuse vorbei. Als sich die Zuschauer bei nasskaltem Wetter bereits auf den Pausentee freuten, ermöglichte FV-Keeper Frank Schöne der Loksche doch noch die bis dahin nicht unbedingt verdiente Führung. Eine Marzetz-Flanke von links ließ der Keeper durch die Hände rutschen. Sven Hellmund sagte am langen Pfosten „Danke“ und schob das Leder aus fünf Metern zum 0:1 in den leeren Kasten (41.). Vier Minuten später der Doppelschlag: Nach einem schönen Flankenlauf von Ronny Mende und anschließender Bilderbuchhereingabe netzte André Irrgang aus acht Metren zum 0:2 ein (45.). Pause.
Froese und Adam erhöhen auf 4:0
Zum zweiten Durchgang brachte Trainer Hennig Georg Froese und Matthias Hellmund für Patrick Marzetz und Björn Rosemeier ins Spiel. Neuen Elan zeigten zunächst aber nur die Gastgeber. Jan Hobusch (47.), Christian Völz (48.) und Stefan Scholz (57.) konnten ihre Möglichkeiten jedoch nicht in Tore ummünzen. Die U23-Loksch hatte ihre erste gute Chance in der zweiten Hälfte durch Ronny Mende. Dessen Geschoss aus 20 Metern fingerte Schöne gerade noch über die Latte. Bei der anschließenden Hereingabe von Mende war aber auch der Bad Dübener Hüter machtlos. Georg Froese verlängerte den Ball mit dem Kopf zum 0:3 ins lange Eck (60.). Eine Minute später schaufelte André Irrgang einen Froese-Querpass am Fünfmeterraum drüber. Kurz darauf klingelte es dann aber doch zum vierten Mal im Kasten der Gastgeber. Einen Steilpass von Mende steckte Irrgang schön zu Adam durch, der im Fallen das 0:4 erzielte (64.). Bis zum Schlusspfiff passierte danach nicht mehr viel. Lediglich Stefan Scholz probierte sich in der 72. Minute mit einem Weitschuss, nachdem Matthias Hellmund zuvor in der eigenen Hälfte ausgerutscht war. Der Ball zischte jedoch am linken Pfosten vorbei. Bei Lok prüfte Georg Froese in der 83. Minute noch einmal Frank Schöne, der den Kopfball aus sechs Metern im Nachfassen parieren konnte. Wenig später beendete Schiedsrichter Thomaß Kießig die Partie.
Leistung durchwachsen - Ergebnis in Ordnung
Am Ende ging das Ergebnis, trotz der eher durchwachsenen Leistung, in Ordnung. „Wir haben uns vor allem im ersten Durchgang sehr schwer getan und nicht das gezeigt, was wir spielen wollten. Das 1:0 für uns fiel etwas glücklich. Danach haben wir das Ergebnis kontinuierlich ausgebaut, dabei aber trotzdem nicht hundertprozentig überzeugt“, analysierte Heiko Hennig die Partie. Die Loksche verpasste es, ihr Torekonto in noch größerem Maße aufzubessern. Gegner Bad Düben spielte über 90 Minuten mit einfachen Mitteln und kam durch zahlreiche Unachtsamkeiten der Blau-Gelben zu eigenen Tormöglichkeiten. Vor dem Gehäuse von Alexander Czempik agierten die Gastgeber beim Abschluss aber viel zu harmlos. Nach der Niederlage der Torgauer gegen Stötteritz steht die U23-Loksche nun auf Platz zwei der Bezirksligatabelle. Primus RB Leipzig II kam nach einem 1:3 Rückstand noch zum 3:3 Ausgleich in Bad Lausick, was den ersten Tabellenplatz – punktgleich mit den Probstheidaern – sicherte. Weiter geht es für Loks U23 am 25. Oktober. Dann erwarten die Hennig-Schützlinge um 15 Uhr den Tabellendritten SC Hartenfels Torgau zum Spitzenspiel in Probstheida.
von Daniel Angermüller
FV Bad Düben: 1 Schöne – 6 Knaubel , 5 Queitsch, 23 Hobusch, 9 Schneider - 8 C. Hampel, 20 Just, 21 Völz (66. Vieweg), 24 S. Scholz - 7 Andres (77. 18 Mittelfeldt), 10 B. Hampel (71. 11 R. Scholz)
1. FC Lok U23: 1 Czempik – 15 Marzetz (46. 4 M. Hellmund), 18 Hänisch, 5 Schlüter, 17 Richter - 6 Mende (66. 13 Rienaß), 12 Fritzsch, 19 Irrgang, 11 Adam - 16 S. Hellmund, 3 Rosemeier (46. 10 Froese)
Tore: 0:1 S. Hellmund (41.), 0:2 Irrgang (45.), 0:3 Froese (60.), 0:4 Adam (64.)
Gelbe Karte: Froese
Schiedsrichter: Thomas Kießig (Leipzig)
Sportplatz Bad Düben: 140 Zuschauer
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