
Loks U 23 hat am Samstagnachmittag mit 2:1 (2:1) beim bis dato Tabellenfünften der Leipziger Bezirksliga SG Taucha 99 gewonnen. In einem umkämpften Match zeigten sich die die Probstheiader als das clevere Team. Mittelfeldabräumer André Irrgang erzielte den entscheidenden Treffer in der 39. Minute - 120 Sekunden nachdem Sven Moritz für Taucha den Ausgleich markiert hatte. In Durchgang zwei verwaltete die Loksche das Ergebnis und hatte in der Schlussphase noch einmal richtig Glück, als Sven Dobiasch nur den Pfosten traf. Ein geglücktes Comeback im Lok-Dress gab Abwehrlatte Anton Köllner, der in der 65. Minute allerdings mit leichten Leistenproblemen ausgewechselt werden musste.
Frühe Führung durch Rüthrich
Die U 23 musste in Taucha gleich auf drei Angreifer verzichten. Neben Georg Froese und Björn Rosemeier fehlte auch der angeschlagene Patrick Tönnessern. Somit lief erneut Robert Rüthrich im Sturm auf. Und der sorgte ich der siebten Minute auch gleich für den ersten Treffer der Partie. Nach einer Flanke von links ging Köllner zum Ball. Bernhard Oelßner im Tor der Gastgeber reagierte mit einem tollen Fußreflex, doch Rüthrich schickte den Abpraller staubtrocken aus zehn Metern zum 0:1 ins Tornetz. Anschließend verlagerte sich das Spiel zunehmend in die Lok-Hälfte. Zudem wurde es nun ruppiger. Zunächst holte sich Robert Roscher in der zehnten Minute den gelben Karton ab. Sekunden später traf es Sven Heyde auf Tauchaer Seite. Die Gastgeber drückten nun aufs Lok-Tor vergaben aber durch Fischer (15.) und Weihrauch (18.) gute Möglichkeiten. Auf der Gegenseite rutschte Rüthrich eine Ecke am langen Pfosten vorbei (20.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Loksche mit der Führung im Rücken auf Konter setzte. Nachdem Stefan Höcker im Tor der Probstheidaer in der 23. Minute gut gegen Sven Moritz pariert hatte, verzog Ronny Mende kurz darauf nur knapp. Trotz der Führung agierte Loks U 23 meist zu offen und handelte sich dadurch unnötige Feistöße ein. Einen davon zirkelte Sven Moritz in der 37. Minute zum 1:1 in den rechten Winkel. Die Antwort der Loksche folgte jedoch auf dem Fuße. Oder besser gesagt: auf dem Kopf von André Irrgang. Der Defensivspezialist köpfte eine Eingabe von links in der 39. Minute Richtung langes Eck. Leicht abgefälscht segelte das Leder über den verdutzten Oelßner hinweg ins Netz - 1:2. Herausgeholt hatte die Ecke Albrecht Brumme, der mit einem fulminanten 18-Meter-Knaller an Oelßner gescheitert war. Mit diesem Zwischenresultat ging es auch in die Kabinen.
Großer Kampf in Durchgang zwei
Zum zweiten Durchgang kamen bei beiden Teams neue Kräfte ins Spiel. Bei Taucha ersetzte Ex-Lok-Kicker Mark Gerloff Thomas Weihrauch. Bei Lok kam Kevin Rienaß für Albrecht Brumme in die Partie. Die erste Chance der zweiten Halbzeit hatte Marcus Wolf. Sein Schuss nach 30-Meter-Solo landete jedoch in den Armen von Oelßner (50.). Auf der Gegenseite jagte Ehresmann das Leder aus 18 Metern übers Lok-Tor (64.). Dann musste der gute Anton Köllner vom Feld. Die Leiste zwickte leicht und Philipp Schlüter kam in die Partie. Kurz darauf parierte Höcker einen Schuss des eingewechselten Christian Schmidt stark. Nach 70 Minuten hatte Ronny Mende das 3:1 auf dem Kopf. Nach schöner Irrgang-Flanke köpfe er im Rückwärtslaufen knapp am rechten Pfosten vorbei. Große Aufregung dann in Minute 79. Der bereits verwarnte Sven Heyde fuhr Kevin Rienaß von hinten in die Beine und kassierte dafür zum Unverständnis von SG-Coach Frank Nierlich den gelb-roten Karton. Die Gastgeber damit in Unterzahl und Lok mit weiteren Chancen, die Entscheidung zu erzielen. So zirkelte der eingewechselte Alexander Jahr in der 85. Minute einen 20-Meter-Freistoß nur knapp am linken Winkel vorbei. Zwei Minuten später traf Sven Hellmund bei einem Solokonter nur das Außennetz. In der Nachspielzeit musste dann das Glück für die Probstheidaer nachhelfen. Nach einem Gewühl im Strafraum traf Dobiasch aus sechs Metern lediglich den rechten Pfosten. Marcel Hensgen setzte den Nachschuss am Tor vorbei. Somit blieb es beim hart erkämpften, aber nicht unverdienten 2:1 Erfolg für die U 23-Loksche
Mit Kampf und Glück den Sieg eingefahren
Lok erkämpfte sich in Taucha drei Punkte und baute damit den Vorsprung auf die Konkurrenten aus Torgau und Krostitz weiter aus. „Es war das erwartet schwere Match gegen einen abgezockt spielenden Gegner. Die zweimalige Führung kam uns natürlich entgegen. Kämpferisch und läuferisch bin ich hochzufrieden. Zeitweise haben wir sogar richtig ordentlichen Fußball gespielt. Dennoch müssen wir zukünftig noch konsequenter agieren", so Lok-Coach Heiko Hennig nach der Partie. Am kommenden Sonntag, dem 8. November 2009, erwartet die Loksche um 14 Uhr auf heimischem Platz den Döbelner SC 02-90.
SG Taucha 99: 1 Oelßner - 2 Korb, 3 Näther, 9 Heyde - 4 Weihrauch (46. 14 Gerloff), 5 Hensgen, 6 Dobiasch, 7 Moritz, 8 Fischer - 10 Craatz (65. 13 Schmidt), 11 Ehresmann
1. FC Lok U 23: 21 Höcker - 2 Roscher, 18 Hänisch, 3 Köllner (65. 5 Schlüter), 4 M. Hellmund - 6 Mende , 19 Irrgang, 20 Brumme (46. 13 Rienaß), 14 Wolf - 16 S. Hellmund, 7 Rüthrich (83. 12 Jahr)
Tore: 0:1 Rüthrich (7.), 1:1 Moritz (37.), 1:2 Irrgang (39.)
Gelbe Karten: Ehresmann, Schmidt - Roscher, Wolf, S. Hellmund, Schlüter
Gelb-Rot: Heyde (79./Taucha)
Schiedsrichter: Matthias Reschke (Döbeln)
Sportanlage Taucha: 220 Zuschauer
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