
Loks U23 hat am Sonntagnachmittag unerwartet mit 2:4 (0:1) gegen den Döbelner SC 02/90 verloren. Über weite Strecken der Partie ließen die Probstheidaer jeglichen Spielwitz vermissen und gingen am Ende auch verdient als Verlierer vom Platz. Die Döbelner schafften es mit diszipliniertem Spiel den Gegner zu beeindrucken und nutzten ihre Chancen bis Mitte der zweiten Halbzeit eiskalt aus.
Lok begann diesmal mit einer ähnlichen Aufstellung wie in der Vorwoche. Für Anton Köllner und Robert Rüthrich rückten lediglich Philipp Schlüter und Georg Froese in die Anfangsforamtion. Die U23-Loksche erspielte sich von Anfang an leichte Feldvorteile, konnte diese aber nicht ausnutzen. Die besten Chancen vergaben Schlüter (5. und 29.), Hellmund (19.) und Froese (39.). Bei den Gästen konnten unterdessen Emmrich (7.) und Leimner ihre Gelegenheiten nicht verwerten. Besser machte es Stephan Krondorf in der 29. Minute. Aus halblinker Position zog der Mittelfeldspieler einfach mal ab und erwischte Lok-Keeper Stefan Höcker auf dem falschen Fuß. Durch dessen Arme rutschte das Leder zum 0:1 ins Netz. Kurz darauf großes Glück für die Gäste als Keeper Martin Werner gegen Lok-Stürmer Georg Froese am linken Strafraumeck die Sense auspackte. Schiedsrichter Peter Schroth beließ es bei einer gelben Karte. Somit ging es beim Stand von 0:0 in die Kabinen.
Dort schien U23-Coach Heiko Hennig deutliche Worte gefunden zu haben, denn die Loksche spielte nach Wiederanpfiff entschlossener nach vorn. In der 47. Minute verpasste André Irrgang noch eine Freistoßflanke am langen Pfosten. Vier Minuten später klingelte es dann aber doch im Kasten der Gäste. Nach einem abgewährten Freistoß von Sven Hellmund fasste sich Albrecht Brumme aus 18 Metern ein Herz uns setzte die Kugel zum 1:1 ins linke Toreck (51.). Lok wollte nun mehr und drängte auf den zweiten Treffer, doch Irrgang (55.) und Froese (58.) vergaben aus aussichtsreicher Position. Dafür setzte es die kalte Dusche auf der Gegenseite: Mit ihrer ersten Strafraumaktion im zweiten Durchgang machten die Döbelner das 1:2 (61.). Toni Bunzel hatte eine von Dirk Hänisch verlängerte Ecke im linken Toreck untergebracht. Bei Lok brachen nun alle Dämme und die Gäste kamen zu weiteren Großchancen. Liefold (67.) und Heyna (71.) vergaben frei vor Höcker, Leimner ließ sich die Chance diesmal aber nicht entgehen und verwertete einen Konter aus zehn Metern zum 1:3 (69.). Nach einem Schussversuch von Marcus Wolf in der 76. Minute, der am rechten Dreiangel vorbei strich, machte Döbelns Sebastian Heyna in der 86. Minute alles klar. Allein vor dem leeren Gehäuse - Höcker hatte das Laufduell gegen Krondorf verloren - drückte er das Leder zum 1:4 über die Linie. Das 2:4 durch Kevin Rienaß (88.) war nur noch Ergebniskosmetik, obwohl sich die Loksche nun kurz vor Schluss noch einmal aufbäumte. Nach Höckers Rettungstat gegen Krondorf scheiterte Froese im Gegenzug an Werner (90.). Der DSC-Hüter parierte Sekunden später auch hervorragend gegen Irrgang (90.+2) und erneut gegen Froese (90.+3). Nach 94 Minuten - die Döbelner Spieler benötigten in der Endphasde zahlreiche Behandlungspausen - beendete Schiedsrichter Schroth beim Stand von 2:4 die Partie.
„Wir haben es heute in keiner Phase des Spiels geschafft, die Partie an uns zu reißen. Am Ende war die Niederlage hochverdient. So überheblich kann man gegen keine Truppe in der Bezirksliga bestehen. Ein Lob an die Döbelner, die es mit ihren Mitteln verstanden haben, uns vier Treffer einzuschenken. Aus unseren Fehlern müssen und werden wir lernen", bilanzierte U23-Coach Heiko Hennig nach dem Spiel. Am kommenden Samstag (14.11.2009, 14 Uhr) hat Loks U23 in Engelsdorf Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
1. FC Lok U23: 21 Höcker - 2 Roscher (60. 13 Rienaß), 18 Hänisch, 5 Schlüter, 4 M. Hellmund - 6 Mende (75. 9 Dischereit), 19 Irrgang, 20 Brumme (63. 12 Jahr), 14 Wolf - 16 S. Hellmund, 10 Froese
Döbelner SC: 1 Werner - 3 Peschel, 4 Richter (88. 2 Zerge), 5 Seidel, 13 Bunzel - 7 Krondorf, 8 Singer, 17 Liefold, 18 Heyna - 10 Leimner (89. 9 Bebersdorf), 11 Emmrich
Tore: 0:1 Krondorf (30.), 1:1 Brumme (51.), 1:2 Bunzel (61.), 1:3 Leimner (69.), 1:4 Emmrich (86.), 2:4 Rienaß (88.)
Gelbe Karten: Irrgang - Werner, Peschel, Bunzel
Schiedsrichter: Peter Schroth (Leipzig)
Bruno-Plache-Stadion, Feld 1: 80 Zuschauer
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