
Die U23 des 1. FC Lok hat den erhofften Sieg gegen den FSV Krostitz verpasst. Nach 90 umkämpften Minuten hieß es am Ende 1:1 (1:1) Unentschieden. Das Team von Trainer Heiko Hennig hatte sich viel vorgenommen. Die Gäste schockten die Probstheidaer jedoch mit einem frühen Führungstreffer. Nach dem Ausgleich kamen beide Mannschaften zu weiteren Chancen. Tore wollten an diesem Nachmittag aber nicht mehr fallen. Dafür wurden im zweiten Durchgang die Zweikämpfe auf dem Feld härter und die Rede-Duelle zwischen Fangruppen hitziger. Brachte beiden Teams jedoch nichts, so dass beim - aus Lok-Sicht enttäuschenden - 1:1 blieb.
Trainer Heiko Hennig musste neben dem gesperrten André Irrgang auch auf Kapitän Dirk Hänisch verzichten, der kurzfristig ausfiel. Somit ging eine blutjunge Lok-Truppe mit einem Altersschnitt von knapp 20 Jahren in die Partie. Bereits nach drei Minuten musste das „Projekt Jugend forscht" Lehrgeld zahlen. Nach einer Freistoßflanke stimmte die Zuordnung nicht, so dass Nicolai Schröer mutterseelenallein im Strafraum an den Ball kam und mit dem ersten Gästeschuss das 0:1 ins lange, linke Toreck schlenzte. Die Loksche drängte danach auf den Ausgleich. In der fünften Minute traf Robert Dischereit den rechten Außenpfosten. Weitere gute Schussmöglichkeiten vergaben Robert Rüthrich (10.) und Ronny Mende (14.). Nach 17 Minuten wurden die Blau-Gelben endlich für ihren Kampfgeist belohnt. Nach einem Pfostenschuss von Rüthrich staubte Dischereit aus acht Metern zum 1:1 ab. Anschließend gab es Chancen auf beiden Seiten. Die beste vereitelte FSV-Keeper André Stocklauser. Mit einem tollen Reflex kratzte der Hüter einen Brumme-Kopfball aus dem linken Toreck (24). Weitere gute Gelegenheiten für die Loksche vergaben Marcus Wolf (31.), Ronny Mende (36.) und Robert Rüthrich (40.). Auf der Gegenseite parierte Lok-Keeper Alexander Czempik stark gegen Nico Müller (44.) und Christoph Busse (45.). Somit blieb es bis zum Pausenpfiff beim 1:1.
Nach der Pause nahm die Härte auf beiden Seiten zu. Schiedsrichter Kai Conrad verteilte insgesamt fünf gelbe Karten, wobei es Sven Hellmund mit seiner fünften Verwarnung am härtesten traf. Zwischendurch wurde aber auch Fußball gespielt: In der 70. Minute eilte der eingewechselte Kevin Rienaß nach einem 50-Meter-Solo allein auf FSV-Hüter André Stocklauser zu, schoss dann aber aus zehn Metern genau auf den Torwart. Vier Minuten später stand Rienaß erneut vor dem Gästegehäuse. Diesmal landete sein Versuch über dem Querbalken. Anschließend rückte Schiedsrichter Kai Conrad in den Blickpunkt des Geschehens: Im Gegensatz zum lockeren Händchen für gelbe Karten, wollte der Referee an diesem Nachmittag nicht auf den Strafpunkt zeigen. Weder ein mögliches Handspiel im Lok-Strafraum, noch die Sense von Stocklauser gegen Rüthrich waren für Conrad elfmeterwürdig. Bis auf einen Kopfball der Gäste, der am linken Pfosten vorbei ging, passierte danach nichts mehr.
„Ich habe heute elf Spieler gesehen, die gekämpft haben. Das war die gute Seite. Andererseits haben wir erneut zu kompliziert und zu unkonzentriert gespielt. Von unseren direkten Freistößen ist nicht einer aufs gegnerische Tor gekommen. Wie soll da Gefahr entstehen?", erklärte U23-Coach Heiko Hennig nach der Partie. „Ich werde in den kommenden Partien nur noch Spieler einsetzen, die sich fürs Team den Hintern aufreißen. Das sollte jedem Akteur bewusst sein. Natürlich werde ich auch im Training genau hinschauen, wer alles gibt und wer nur sein Trikot spazieren trägt", so Hennig weiter. Am kommenden Samstag (28.11.2009) tritt Loks U23 um 14 Uhr bei der SG Rotation Leipzig an.
1. FC Lok U23: 1 Czempik - 15 Marzetz, 11 Fritzsch, 5 Schlüter, 17 Richter - 6 Mende (74. 8 Tönnessen), 9 Dischereit, 20 Brumme, 14 Wolf - 16 S. Hellmund (63. 13 Rienaß), 7 Rüthrich
FSV Krostitz: 1 Stocklauser - 2 Roos, 3 Bergfeld, 4 Schröer, 5 Gerhardt, 8 Quasdorf - 6 Rudolph (90. 17 Wünsch), 7 Hobusch, 10 Buse (82. Bohnet) - 9 Müller (88. 15 Schmidt), 11 Pawlowsky
Tore: 0:1 Schöer (3.), 1:1 Dischereit (17.)
Gelbe Karten: Schlüter, Dischereit, Fritzsch, S. Hellmund - Hobusch
Schiedsrichter: Kai Conrad (Narsdorf)
Bruno-Plache-Stadion, Feld 5: 90 Zuschauer
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