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Christian Haufe (r.) - hier gegen Zwickau - köpfte Lok in Führung. Foto: B. Scharfe

Wechselspiele, wunderschöne Tore und alte Mankos

Haufe köpft, Engler schiebt - verdienter 2:1-Sieg in Chemnitz 20.01.2010

Der 1. FC Lok gewann am Mittwochabend beim Landesliga-Zweiten Fortuna Chemnitz auch das zweite Testspiel seiner Wintervorbereitung. Vor 150 Zuschauern auf dem Kunstrasenfeld an der Beyerstraße erreichte der Oberligist einen 2:1 (0:0)-Erfolg. Offensivspieler Christian Haufe köpfte aus Nahdistanz nach einer schönen Flanke von Jens Werner zur Führung (58.), die Angreifer Rico Engler noch auf 2:0 erhöhen konnte (71.). Zwei Minuten vor Abpfiff kam die Fortuna noch zum Anschlusstreffer. Eric Pawel setzte sich über die linke Seite durch, brachte eine scharfe Eingabe nach innen, die Torsten Jülich unglücklich ins eigene Tor abfälschte.

Knappes Ergebnis, aber verdienter Sieg

Die nackten Zahlen täuschen jedoch etwas über den Spielverlauf hinweg, klang nach Abpfiff der gemeinsame Tenor der Blau-Gelben. „Das reine Ergebnis hört sich knapp an, war aber letztlich ungefährdet und verdient", betonte Innenverteidiger Markus Saalbach, „wir waren spielbestimmend." Cheftrainer Uwe Trommer ergänzte treffend: „Die Mannschaft ist - gemessen am Zeitpunkt der Vorbereitung - gegen einen aggressiven und wehrhaften Gegner, der nicht umsonst so weit oben in der Landesliga steht, ein ordentliches Tempo gegangen und hat defensiv wenig zugelassen." Außerdem belegt der Blick auf die vielen Wechsel und Positionsbewegungen: Das Trainergespann hat viel versucht, verschiedenste Optionen proben lassen. „Wir haben relativ viel durcheinander gewirbelt, wollten viele Spieler sehen und Alternativen testen", begründete Trommer. Die negativen Begleiterscheinungen der fröhlichen Veränderungen hatte der 45-Jährige gleichsam parat. „Allerdings ging dann zum Ende hin etwas die Ordnung verloren. Das Gegentor hatte sich leider angedeutet - der Wermutstropfen. Da standen wir zu weit weg und waren nicht gut organisiert", analysierte der Cheftrainer den kleinen Makel des Spiels. Alexander Kunert sagte: „Ohne uns da ein Alibi zu geben, dennoch passiert so etwas einfach, wenn viel gewechselt wird."

Alexander Kunert: "Wir müssen und werden weiter intensiv arbeiten"

Es hätte gar nicht soweit kommen müssen, dass sich schlussendlich die ergebnistechnische Enge ins Spiel einschlich. Und ein „altes Manko", als das es Markus Saalbach beschrieb, hatte einen gewissen Anteil daran - die fehlende „Kaltschnäuzigkeit." Christian Haufe übte stellvertretend für die Mannschaft Selbstkritik: „Wir haben dominiert, müssen vorne jedoch cleverer und effektiver sein, schon vorher endgültig alles entscheiden, damit der Gegner nicht wieder ins Spiel zurückfindet." Doch auch die positiven Geschehnisse des Abends sollen nicht in den Hintergrund gerückt werden. Nicht umsonst sprach Uwe Trommer von zwei „wunderschönen Toren". Und mit dieser Beobachtung stand er alles andere als alleine da. „Beide waren super herausgespielt", schlossen sich Markus Saalbach und Alexander Kunert im identischen Wortlaut an. Direkte, schnörkellose Pass-Stafetten über viele Stationen waren einige zu sehen an diesem Abend. Als Paradebeispiele dafür dienen - wie bereits hervorgehoben - beide Lok-Tore. Zwei ansehnliche Kombinationen wurden da aufgezogen, an deren Vorschluss Jens Werner (Flanke zum 1:0) respektive Alexander Kunert (Herrlicher Pass in die Schnittstelle vor dem 2:0) die Wegbereiter beider Treffer waren. „Der Spielzug war super, die Flanke punktgenau, da brauchte ich nur noch den Kopf hinzuhalten", ließ Torschütze Christian Haufe die Vorbereitung der Führung Revué passieren. Ein passendes Schlussfazit des Abends zog Alexander Kunert: „Wir haben streckenweise ganz gut agiert, aber natürlich läuft noch nicht alles glatt. Daran müssen und werden wir weiter intensiv arbeiten. Denn es geht dem Prüfstein Meuselwitz entgegen und auch der Auftakt nähert sich in großen Schritten."


1. FC Lok (1. Halbzeit):
1 Jan Evers - 13 Stephan Knoof, 23 Markus Saalbach, 19 Anton Köllner, 25 Marcus Brodkorb - 14 Albrecht Brumme, 7 Alexander Kunert, 15 Christian Haufe, 6 Torsten Jülich - 16 Manuel Starke, 22 Ralf Schreiber

1. FC Lok (2. Halbzeit): 1 Jan Evers - 2 Robert Sommer, 23 Markus Saalbach (76. 19 Anton Köllner), 3 Markus Krug (64. 25 Marcus Brodkorb), 13 Stephan Knoof (64. 6 Torsten Jülich) - 8 Jens Werner, 7 Alexander Kunert, 12 Paul Stöbe, 11 Kevin Adam - 15 Christian Haufe (76. 22 Ralf Schreiber), 21 Rico Engler

Tore: 0:1 Haufe (58.), 0:2 Engler (71.), 1:2 Jülich (88./Eigentor)

Gelbe Karten: - Köllner

Schiedsrichter: Udo Fritzsch (Kottengrün)

Stadion an der Beyerstraße: 150 Zuschauer

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Nächstes Spiel

1. FC Lok - FSV Zwickau
Team 1 : Team 2
Wann?    Samstag, 13.03.2010, 15 Uhr
Wo?    Bruno-Plache-Stadion
Was?    20. Spieltag, NOFV-Oberliga Süd

Tabelle

Platz Mannschaft Punkte
1   (?)  RasenBallsport   41
2   Budissa Bautzen  Budissa Bautzen   37
3   RasenballSport  Dynamo Dresden II   31
4   Carl Zeiss Jena II  Carl Zeiss Jena II   31
5   FSV Zwickau  FSV Zwickau   25
6   RasenballSport  VfL Halle 96   23
7   RasenballSport  Rot-Weiß Erfurt II   22
12   Lok  1. FC Lok Leipzig   20

Letztes Spiel

Tennis Bor. Berlin - 1. FC Lok
Team 1 Team 2
1 : 1
Wann?    Samstag, 27.02.2010, 13 Uhr
Wo?    Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma
Was?    Testspiel
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