
Dritter Sieg im dritten Testspiel. Bei eisigen Temperaturen gewann der 1. FC Lok am Samstagnachmittag beim anhaltinischen Verbandsligisten VfB Sangerhausen mit 4:2 (2:1). Vor 110 Zuschauern brachten Rico Engler (3.) und Markus Krug (24.) dem Oberligisten eine früh beruhigende Führung. Wenige Minuten vor der Pause jedoch verkürzten die Gastgeber durch Meyer. Wiederum Rico Engler und Manuel Starke erhöhten den Vorsprung nach Wiederanpfiff auf 4:1, ehe abermals Meyer noch einmal Ergebniskosmetik betreiben konnte (76.).
Trotz einer intensiven und ausgiebigen Schnelligkeitsausdauer-Einheit am gestrigen Freitag „haben wir in der ersten halben Stunde eine beachtliche Leistung gezeigt, vorne super gepresst, sind volles Tempo gegangen und haben den Gegner zu Ballverlusten gezwungen", sagte Stephan Knoof hinterher. Lohn dafür: Ein eilig herausgespielter 2:0-Vorsprung. Keine 180 Sekunden nach Spielbeginn fing Ralf Schreiber einen langen Ball an der Mittellinie ab, schlug einen herrlichen Diagonalpass in die Tiefe, den Albrecht Brumme nicht richtig unter Kontrolle brachte; aufmerksamer Nutznießer war Rico Engler, der den freien Ball direkt aus 18 Metern per Innenspann in die Ecke platzierte. Das 2:0 resultierte aus einer Knoof-Ecke, die Starke auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo Markus Krug nur noch ins verwaiste Tor zu köpfen brauchte. In der Folge nahmen sich die Blau-Gelben eine kurze Verschnaufpause, was Sangerhausen zum Anschluss verhalf. Evers konnte einen Freistoß nur abprallen lassen - André Meyer staubte sicher mit dem Kopf ab (39.). Der Pausentee kam zur richtigen Zeit, zu Beginn des zweiten Durchgangs nutze Lok die sich aufbietenden Lücken in Sangerhausen Defensive effizient. Wieder fackelte Angreifer Rico Engler nach der Einleitung von Stöbe und Starke nicht lange und traf mit einem Aufsetzer aus 25 Metern genau ins lange Eck.
Auch das 4:1 lag einer guten Balleroberung von Kapitän Torsten Jülich im Mittelfeld zu Grunde. Der allein vor Keeper Bemmann die Nerven behaltende Manuel Starke profitierte vor allem von Paul Stöbes herrlichem Pass in die Gasse. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Kontrahenten. Der VfB konnte dank Meyer noch einmal verkürzen, hatte später allerdings mit zwei Aluminium-Treffern auch etwas Pech. Kurz vor Abpfiff feierte auf Seiten der Gäste ein 3. Kreisklasse-Urgestein ein „kleines" Comeback. Torhüter Michael Bänsch - ansonsten Schlussmann in Loks Volkssport-Team - hielt die letzten sechs Minuten seinen Kasten sauber. „Unser Sieg geht in Ordnung. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten waren wir schlussendlich abgebrühter. Nach der harten Trainingswoche musste wir nach gut einer halben Stunde dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen, haben uns aber wieder gefangen und das Spiel über die Bühne gebracht", lautete Manuel Starkes abschließendes Fazit.
VfB Sangerhausen: 22 Maik Bemmann - 4 Daniel Trautmann, 6 Marcel Gille, 7 René Hommann, 8 Chris Klarner, 9 André Meyer, 11 Frank Schneider (3. 22 Axel Krüger), 12 Rico Göngel, 13 Martin Müller (46. 3 Markus Rauer), 14 Stefan Müller, 15 Lars Timpe (72. 13 Martin Müller)
1. FC Lok: 1 Jan Evers (84. 20 Michael Bänsch) - 8 Jens Werner, 3 Markus Krug (63. 23 Markus Saalbach), 19 Anton Köllner, 22 Ralf Schreiber (63. 11 Kevin Adam) - 14 Albrecht Brumme (63. 2 Robert Sommer), 6 Torsten Jülich, 12 Paul Stöbe, 13 Stephan Knoof (63. 25 Marcus Brodkorb) - 16 Manuel Starke, 21 Rico Engler
Tore: 0:1 Engler (8.), 0:2 Krug (24.), 1:2 Meyer (39.), 1:3 Engler (49.), 1:4 Starke (58.), 2:4 Meyer (76.)
Schiedsrichter: Uwe Biermann (Ballenstädt)
Friesenstadion: 110 Zuschauer
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