
Dank einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Auftritt unter der Woche gelang Oberligist 1. FC Lok am Samstagnachmittag ein durchweg überzeugender 3:1 (2:0)-Testspielerfolg gegen Regionalligist Goslarer SC. Vor 220 Zuschauern auf einem exzellent bespielbarem Kunstrasen im Grimmaer Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zeigten sich die Blau-Gelben von Beginn an äußerst engagiert und belohnten sich mit zwei frühen Toren des Angriffs-Duos Rico Engler (4.) und Manuel Starke (11.). Lediglich in den Anfangsminuten des zweiten Spielabschnittes hielten die höherklassigen Niedersachsen aggressiv dagegen. In ihrer stärksten Phase fiel folgerichtig Benjamin Lipkes Anschlusstreffer (50.). Allerdings fing sich die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Trommer nach kurzer Verschnaufpause, übernahm wieder das Zepter. Albrecht Brumme setzte zwanzig Minuten vor dem Abpfiff den Schlusspunkt.
Lok belohnt sich mit zwei frühen Toren
Erstmals nach langer Verletzung lief Reimund Linkert hinter den Spitzen auf, auch kehrte René Heusel nach einer Leisten-Operation im Dezember wieder in den Kader zurück. Schon die Körpersprache der Lok-Spieler vor Anpfiff ließ andeuten, dass sie die in Sandersdorf erlittene 1:2-Schlappe wettmachen wollten. „Topmotiviert, hochkonzentriert und eine ordentliche Schärfe in den Zweikämpfen", konnte Uwe Trommer seiner Mannschaft nachher wohlwollend attestieren. Die Goslarer Angriffsbemühungen wurden von einer aufmerksamen Viererkette samt dem davor rackernden defensiven Abfangjäger Alexander Kunert im Keim erstickt, was in der eigenen Offensive gehörigen Druck entfachen ließ. Schon in der vierten Minute setzte sich Ralf Schreiber auf der linken Seite gegen mehrere Goslarer durch, passte quer zu Rico Engler, der nicht lang fackelte und flach aus 18 Metern ins rechte traf. Lok presste weiter unaufhörlich nach vorn, profitierte jedoch sieben Minuten später von einem kapitalen Bock von Benjamin Halstenberg, der eine gedachte Kopfballrückgabe genau in den Lauf des gestarteten Manuel Starke servierte; Starke bedankte sich höflich, umkurvte Schlussmann Lauenstein und schob den Ball aus Nahdistanz über die Linie. Mittelfeldspieler Albrecht Brumme verpasste in der Folge noch zwei Mal aus guten Positionen (24. Vorlage Linkert/42., Rückpass Engler).
Trommer: "Wieder ein Schritt nach vorn geglückt"
Wehrlos wollte sich der Tabellenletzte der Regionalliga dann doch nicht ergeben. Wie verwandelte begannen die Blau-Weißen den zweiten Spielabschnitt. Vor allem der eingewechselte Luc Ndjock sorgte für gehörigen Wirbel. Ndjock war es auch, der Benjamin Lipke punktgenau bediente, was dieser mit einem herrlichen Volley von der Strafraumgrenze zum Anschluss nutzte (50.). Trotz größerer Spielanteile der Goslarer in dieser Phase und einiger Schrecksekunden aus Lok-Sicht sollte kein weiteres Gegentor mehr fallen. Vielmehr ergriffen die Blau-Gelben wieder die Initiative. Rico Engler zog erst knapp drüber (54.) und fand wenig später nach feiner Einzelleistung in Lars Möhlenbrock seinen Meister (59.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Albrecht Brumme per energischem Hechtkopfball nach Eingabe von Kunert. Etwas mehr Kaltschnäuzigkeit bei mehreren Kontermöglichkeiten hätte in den Schlussminuten das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können, jedoch verpassten Manuel Starke und René Heusel aus besten Positionen, während Rico Englers Dropkick aus der Entfernung an den Außenpfosten klatschte. „Das war eine absolut geschlossene Mannschaftleistung. Die Jungs haben nach der Niederlage vom Mittwoch genau die Reaktion gezeigt, die ich von ihnen erwartet habe", sagte Cheftrainer Uwe Trommer und fügte an: „Heute ist uns wieder ein Schritt nach vorn geglückt. Trotzdem müssen wir den Ball flach halten. Wir wollen uns stetig steigern, um dann beim hoffentlich bald folgenden Oberliga-Start in bester Verfassung zu sein."
1. FC Lok: 1 Jan Evers (ab 72. 20 Alexander Czempik) - 13 Stephan Knoof (ab 51. 17 Steffen Fritzsch), 3 Markus Krug, 19 Anton Köllner, 6 Torsten Jülich - 14 Albrecht Brumme (ab 80. 11 Kevin Adam), 7 Alexander Kunert, 4 Reimund Linkert (ab 46. 15 Christian Haufe), 22 Ralf Schreiber - 16 Manuel Starke (ab 82. 10 René Heusel), 21 Rico Engler
Goslarer SC: 20 Nico Lauenstein (ab 46. 1 Lars Möhlenbrock) - 2 Benjamin Halstenberg, 25 Michél Kniat, 15 Alexander Scheinpflug (ab 43. Sasa Vranic), 19 Raik Dähling (ab 46. 21 Benjamin Lipke), 6 Slawomir Lukac, 7 Karol Szweda (ab 22. 16 Tezcan Karabulut), 22 Enrico Maaßen (ab 46. 17 Luc Ndjock), 14 Gregor Podolczak (ab 46. 8 Andreas Binder), 10 Steve Ridder, 12 Christopher Kolm (ab 46. 4 Peter Endres)
Tore: 1:0 Engler (4.), 2:0 Starke (11.), 2:1 Lipke (50.), 3:1 Brumme (70.)
Gelbe Karten: Krug - Halstenberg, Dähling
Schiedsrichterin: Anja Kunick (Lissa)
Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma: 220 Zuschauer
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