
Loks U23 ist beim Start in
Rückrunde der Bezirksliga nicht über ein
1:1 (1:0) gegen Tabellennachbar VfB Zwenkau hinaus gekommen. Zwar erspielte
sich das Team von Trainer Heiko Hennig Feldvorteile, schaffte es aber nicht die
Führung aus der ersten Hälfte über die Zeit zu bringen. Ein Elfmetertreffer der
Gäste besiegelte das Remis.
Rienaß sorgt mit Traumtor für die
Führung
Gegen den Tabellenzweiten ging Coach Hennig mit drei Verstärkungen aus dem
Oberligakader in die Partie. Hinten sollten Marcus Brodkorb und Markus Saalbach
die Abwehr zusammenhalten, vorn Kevin Adam für reichlich Unruhe im
Gästestrafraum sorgen. Die Anfangsphase gehörte auch prompt der Loksche. In der
vierten Minute legte Markus Saalbach einen Eckball mit dem Kopf zu Philipp
Schlüter, der aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam. Gäste-Hüter Patrick
Kutzner hatte keine Probleme das Leder zu fangen. In der siebten Minute gelangten die
Gastgeber zu einer Dreifachchance. Jedoch wurde die Schussserie von Ronny
Mende, Sven Hellmund und André Irrgang im Strafraum abgeblockt. Nach einer
Viertelstunde dann das erste Lebenszeichen der Zwenkauer. Jörg Winkler
beförderte einen Schuss aus elf Metern aufs rechte Lattenkreuz. Auf der
Gegenseite probierte es anschließend Brodkorb nach Saalbach-Vorlage. Sein
Versuch aus acht Metern landete allerdings im Fangnetz (18. Minute). Großes
Glück für Lok dann in der 20. Minute. Nach einem Flankenlauf über links vergab
Philipp Schellenberg völlig frei aus sieben Metern. In der 25. Minute sahen die 155
Zuschauer am Rand des Hartplatzes ein echtes Traumtor. Im Stile eines „Tor des
Monats" nagelte Kevin Rienaß das Leder - nach abgeblocktem Freistoß von
Alexander Jahr - aus 19 Metern zum 1:0 in den rechten Winkel des Zwenkauer
Gehäuses. Zehn Minuten später vergab Sven Hellmund die große Gelegenheit, auf
2:0 zu erhöhen. Sein Kopfball nach Freistoß von Jahr zischte knapp am linken
Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite rettete Stefan Höcker gegen Robert Kratz
(37.). Somit ging es beim Stand von 1:0
in die Pause.
Strafstoß bringt den Ausgleich
Auch im zweiten Durchgang erwischte die U23-Loksche den besseren Start. Sven
Hellmund verzog in der 47. Minute nur knapp. Danach wurde es etwas ruppiger.
Leider verlor nun auch Schiedsrichter Wolfgang Winkler zeitweise die Übersicht.
Weder der Check von Mario Schachtschneider gegen Ronny Mende, noch das klare
Foul an Kevin Adam am Fünfmeterraum wurden vom Referee geahndet. Trotzdem hätte
Adam in der 58. Minute alles klar machen können. Nach langem Pass hob er das
Leder am Tor vorbei. Anschließend bauten die Gastgeber etwas ab. Leichte
Ballverluste im Mittelfeld schlichen sich ein und auch die in der ersten Hälfte
sehr souveräne Abwehr wackelte nun immer öfter. In der 64. Minute musste Stefan
Höcker mit toller Fußabwehr gegen den frei durchgelaufenen Philipp Schellenberg
retten. Zwei Minutenspäter setzte Sven Fritzschin einen 20 Meter-Feistoß knapp
übers Gebälk. Im dritten Versuch folgte dann aber doch den Ausgleich. Erneut
konterten die Zwenkauer gegen die in Führung liegenden Lok-Spieler. Diesmal war
es Jörg Winkler, der allein auf Höcker zulief. Den ausgestreckten Arm des
Hüters nutzte der abgezockte Stürmer zum Einfädeln. Tino Krause ließ sich die
Chance nicht entgehen und verwandelte ganz sicher ins rechte, untere Toreck
(70.). Anschließend versuchte die U23 des 1. FC Lok, die erneute Führung zu
erzielen. Doch weder Kevin Adam (80.), noch Alexander Jahr mit zwei
gefährlichen Freistößen (85. und 86.) brachten das Leder im Zwenkauer Kasten
unter. Zudem wurde dem eingewechselten Julian Adam ein klarer Vorteil just in
dem Moment weggepfiffen, als er sich gegen vier Gegenspieler durchgesetzt hatte
und frei auf den Kasten hätte zulaufen können (87). In der Schlussphase konnten
sich die Mitspieler allerdings noch bei Hüter Stefan Höcker bedanken, dass er
das Remis festhielt. Einen Kopfball von Robert Kratz kratzte der 35-Jährige
stark aus dem linken Eck (88.). Abschließend setzte Kratz die folgende Ecke
über das Tor.
Platz zwei muss noch warten
Die Loksche vergab in einem guten Spiel den durchaus möglichen Sieg. „Ich kann meiner Mannschaft nur wenig vorwerfen. Einsatz und auch das spielerische Element haben über weite Strecken gestimmt. Lediglich zehn unkonzentrierte Minuten in der zweiten Hälfte haben uns den Sieg gekostet", erklärte Heiko Hennig nach der Partie. „Leider ist es uns mit diesem Unentschieden nicht gelungen, die Zwenkauer zu überholen. Wir werden jedoch dran bleiben und diesen Platz weiterhin anstreben." Am kommenden Samstag, dem 6. März 2010, geht es um 14 Uhr zum ESV Delitzsch. Dann können die Hennig-Jungs einen neuen Angriff auf den zweiten Platz starten. Das Hinspiel gewann die U23 überraschend deutlich mit 5:0.
1. FC Lok U23: 21
Höcker - 20 Saalbach, 2 Brodkorb, 5 Schlüter, 17 Richter (80. 3 Rosemeier) - 19
Irrgang (66. 9 Dischereit), 6 Mende, 12 Jahr, 13 Rienaß - 16 S. Hellmund (83.
14 J. Adam), 10 K. Adam
VfB Zwenkau: 22
Kutzner, 2 Schachtschneider, 3 Riedel (82. 17 Thieme), 4 Kratz, 5 Krause, 6
Korndörfer, 7 Winkler, 8 Schellenberg (77. 13 Hinz), 9 Sommer, 10 Fritzsching,
15 Gläßer (90. 11 Drabe)
Tore: 1:0 Rienaß
(25.), 1:1 Krause (70.)
Gelbe Karten: Höcker, Brodkorb, Mende, S. Hellmund - Krause,
Korndörfer, Winkler, Thieme
Schiedsrichter: Wolfgang Winkler (Linthe)
Bruno-Plache-Stadio, Hartplatz: 155 Zuschauer
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