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Dieter "Zwecke" Kühn schoss insgesamt vier Derby-Tore.

So schön kann Derby sein

Die fünf schönsten, wichtigsten oder glanzvollsten Siege im Stadtduell 26.07.2010

Noch zwei Wochen bis zum großen Fußballfest: Am 8. August empfängt der 1. FC Lok in der Red-Bull-Arena – viele kennen die Spielstätte noch unter ihrem früheren Namen Zentralstadion – den FC Sachsen zum klassischen Leipziger Fußball-Derby (weitere Informationen zum Spiel und zum Kartenvorverkauf gibt es unter diesem Link). In der Geschichte dieses „ewig seltenen“ Derbies gab es bislang nur 44 Aufeinandertreffen. Wie zweimal in der vergangenen Saison, endete das Kräftemessen neun Mal Unentschieden. Der Kontrahent aus Leutzsch konnte 13 Mal gewinnen. Im Mittelpunkt stehen im Folgenden jedoch fünf der insgesamt 22 Derby-Siege Probstheidaer Mannschaften. Hier ist die Top-Five blau-gelber (beziehungsweise blau-weißer in Zeiten des VfB Leipzig) Derbysiege gegen den grün-weißen Ortsrivalen. Natürlich hätten es auch andere Spiele als die ausgewählten fünf verdient gehabt – einige der schön heraus gespielten Siege in der DDR-Oberliga, der 5:0-Rekordsieg des VfB am letzten Spieltag der Saison 1998/99 oder das hart erkämpfte 1:0 im Sachsen-Pokal im Jahre 2000. Am Ende muss jedoch eine Entscheidung fallen – und so wurden, möglichst unvoreingenommen und objektiv, diese fünf Triumphe ausgewählt.



Platz 5
Sonntag, 6. Dezember 1964: BSG Chemie – SC Leipzig 0:3

Der erste Derbysieg nach der Neuordnung des Leipziger Fußballs 1963. In der Saison zuvor war ausgerechnet Chemie als „Rest von Leipzig“ Meister geworden. Der favorisierte SC Leipzig war auf Platz drei eingekommen und hatte beide Derbies verloren. Umso größer war die Genugtuung nach dem klaren 3:0 im Zentralstadion vor 20.000 Zuschauern durch Tore von Reinhard Trölitzsch, Dieter Engelhardt und Henning Frenzel.

Platz 4
Samstag, 30. März 2002: FC Sachsen – VfB Leipzig 0:1

Auch wenn es kein schönes Spiel war: Der letzte Derbysieg darf auf keinen Fall fehlen! Vor der Saison 2001/2002 war der FC Sachsen nach seiner ersten Insolvenz aus der Regionalliga abgestiegen. Trotzdem hatten die Grün-Weißen eine respektable Truppe zusammen. Beim VfB dagegen lief es nach dem zweiten Platz in der Vorsaison (mit Trainer Achim Steffens) unter dem neuen Coach „Dixi“ Dörner nicht so rund. Das Hinspiel im Plache-Stadion endete 1:1 und auch das Rückspiel verlief eher ausgeglichen. Sieger war am Ende jedoch der VfB, weil der Kongolese Rock Embingou aus 35 Metern einfach mal drauf hielt und Sachsen-Keeper Marco Eckstein erst eine Reaktion zeigte, als der Ball schon im Netz zappelte. Danach hielt die VfB-Abwehr dicht und der umjubelte Derby-Triumph wurde von den Probstheidaer Fans gebührend gefeiert.

Platz 3
Samstag, 27. August 1983: BSG Chemie – 1. FC Lok Leipzig 0:3

Nach drei Saisons in der zweitklassigen DDR-Liga kämpfte Chemie 1983/84 wieder in der Oberliga um Punkte. Am dritten Spieltag stand seinerzeit das Derby an, welches im Gohliser Stadion des Friedens ausgetragen wurde, weil das Zentralstadion wegen des Deutschen Turn- und Sportfestes gesperrt war. Die Chemiker rechneten sich für die Partie einiges aus, denn sie hatten Dynamo Dresden zum Saisonauftakt einen Punkt abgerungen und danach in Halle nur knapp verloren. Lok dagegen schwächelte noch etwas, kam zu Beginn beim Aufsteiger Stahl Riesa nicht über ein Unentschieden heraus und gewann danach nur knapp gegen Vorwärts Frankfurt. Doch an diesem Tag ließ der 1. FC Lok den Chemikern nicht den Hauch einer Chance: Hans Richter, Andreas Bornschein und Raymond Haarseim sorgten für den nie gefährdeten 3:0-Erfolg des FCL. Lok gewann auch das zweite Derby (1:0 durch „Zwecke“ Kühn) und wurde am Ende der Saison Dritter – die Chemiker mussten gegen die punkt- und torgleichen Unioner in die Abstiegsrelegation und konnten am Ende froh sein, wenigstens noch ein weiteres Jahr in der Oberliga spielen zu dürfen.

Platz 2
Mittwoch, 9. März 1966: BSG Chemie – 1. FC Lok Leipzig 0:1

Im Halbfinale des Intertoto-Cups trafen 1965/66 das erste und bisher einzige Mal zwei Leipziger Vereine in einem internationalen Wettbewerb aufeinander. Das Hinspiel endete 1:1 – und trotzdem war der erst am 20. Januar 1966 in 1. FC Lok umbenannte Club auf dem Papier Außenseiter, denn zweieinhalb Wochen zuvor hatte Chemie die Blau-Gelben im Oberliga-Punktspiel mit 4:0 weggefegt. Doch an diesem Abend ließ der FCL sich kein Tor einschenken, traf dafür aber selbst: Volker Franke netzte eine Flanke zum entscheidenden 1:0 ein. Der 1. FC Lok gewann schließlich den Cup, weil IFK Norköpping nach einer 1:0-Auswärtsniederlage daheim mit 4:0 bezwungen wurde.

Platz 1
Mittwoch, 5. Juni 1991: FC Sachsen – 1. FC Lok Leipzig 0:1

Es war bestimmt nicht der glanzvollste Derbysieg, aber mit Sicherheit der Wichtigste! In der letzten Oberliga-Saison (1990/1991) hatte der 1. FC Lok als Siebenter nur wegen des schlechteren Torverhältnisses (Carl-Zeiss Jena war punktgleich, aber ein Tor besser) nicht die direkte Qualifikation für die neue, gesamtdeutsche Zweite Bundesliga geschafft. Nun musste der FCL in die Relegation. Gegner dort waren Stahl Eisenhüttenstadt, der FSV Zwickau und eben der FC Sachsen. Dabei kam es gleich am ersten Spieltag zum Derby. Im Georg-Schwarz-Sportpark (der heutige Alfred-Kunze-Sportpark) endete die Partie 1:0. Torschütze für Lok war dabei ein Spieler, an den sich wahrscheinlich nur wenige erinnern können: Detlef Müller war erst in der Winterpause aus Chemnitz nach Leipzig gewechselt und blieb danach auch nur eine Saison. Mit seinem einzigen Tor für den Club sorgte er für den wichtigen Sieg. Das Relegations-Rückspiel gewann Lok souverän mit 4:0 (Tore: Matthias Lindner, Bernd Hobsch und zwei Mal Dirk Anders) und am Ende stand die heiß ersehnte Qualifikation für die Zweite Bundesliga.


Linktipp 1: Hier erfährt man mehr über die Derbygeschichte

Linktipp 2: Hier gibt´s alle Infos zum Kartenvorverkauf

 

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Nächstes Spiel

Germania Halberstadt - 1. FC Lok
Team 1 : Team 2
Wann?    Sa., 04.02.2012, 13.00 Uhr
Wo?    Stadion der Eisenbahner (Aschersleben)
Was?    Testspiel

Tabelle

Platz Mannschaft Punkte
1   FSV Zwickau  FSV Zwickau   35
2   Carl Zeiss Jena II  Carl Zeiss Jena II   27
3   VfB Auerbach  VfB Auerbach   27
4   FC Erzgebirge Aue II   Erzgebirge Aue II   24
5   RasenballSport  Rot-Weiß Erfurt II   24
6   RasenballSport  Dynamo Dresden II   20
7   Budissa Bautzen  Budissa Bautzen   19
9   Lok  1. FC Lok Leipzig   17

Letztes Spiel

1. FC Lok - Motor Altenburg
Team 1 Team 2
7 : 2
Wann?    Sa., 28.01.2012, 10.30 Uhr
Wo?    Grimma, Stadion der Freundschaft
Was?    Testspiel
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