
Lok-Trainer Steffens wieder im Amt / Schlechte Nachrichten für ZFC-Coach Halata
Achim Steffens ist ein harter Hund. Bereits heute (Anpfiff 18 Uhr, Bluechip-Arena) wird der neue Trainer des 1. FC Lok seine Jungs beim Testspiel in Meuselwitz betreuen, obwohl der 60-Jährige erst am Mittwochnachmittag nach seiner Lungenentzündung das Krankenhaus verlassen durfte.
Für den Fußball-Lehrer ist das nichts Besonderes: "Das ist mein Job. Ich habe letztlich die Verantwortung für die Mannschaft. Außerdem: Ich arbeite doch nicht unter Tage." Regionalligist ZFC Meuselwitz hält Steffens für einen guten Gegner, weil er nach diesem Match wisse, wo seine Mannschaft steht. Obgleich Lok in der Oberliga nur selten auf Kontrahenten treffen werde, die so stark sind wie das von Damian Halata betreute Team. Von einer Generalprobe vorm Derby gegen den FC Sachsen zum Saisonstart am 8. August (14 Uhr, Red-Bull-Arena) möchte er aber nicht reden. "Wir haben ja danach noch eine gute Woche Zeit bis zu diesem Spiel." Typisch auch die Antwort des Trainer-Urgesteins auf die Frage, ob denn heute in Meuselwitz seine Elf fürs Match des Jahres gegen die Leutzscher auflaufen wird. "Die an diesem Tag auflaufen, sind für mich zu diesem Zeitpunkt auch die Besten."
Apropos Derby: Bisher wechselten in den Vorverkaufsstellen des Probstheidaer Klubs 1500 Tickets den Besitzer. Lok-Vorsitzender Steffen Kubald rechnet mit 15 000 Zuschauern, davon zwei Drittel Probstheidaer Anhänger. Den Zeitpunkt zum Saisonstart hält er für günstig, weil die Fans nach der langen Sommerpause besonders nach Fußball gieren.
Der Meuselwitzer Trainer Damian Halata, für den dieses Nachbarschaftsduell keinerlei Prestigecharakter hat, wollte gegen den 1. FC Lok die Anfangself auf den Rasen schicken, "die ich mir übernächsten Sonntag zum Saisonstart bei den Cottbusser Amateuren vorstelle". Das hat sich bei Zugang Manuel Starke (1. FC Lok) bereits erledigt. Der Mittelfeldspieler zog sich im Test bei Thüringenligist Borsch einen Sehnenriss in der Fußsohle zu, die ihn wohl zu einer Pause von vier Wochen zwingt. "Das ist bitter, zumal es bisher hier so gut läuft für mich", sagte Starke gestern. Fehlen wird beim ZFC heute auch Abwehrspezialist Michael Rudolph, der gestern mit einem Virus ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ein dickes Fragezeichen steht bei den Gastgebern zudem hinter Angreifer Tommy Kind, ebenfalls ehemaliger Probstheidaer, der in dieser Woche beim Training umknickte und sich nun mit einem dicken Knöchel herumplagt. Alles für Coach Halata ärgerlich, aber nicht überraschend: "Mit solchen Blessuren muss in der Vorbereitung immer gerechnet werden."
von Norbert Töpfer
iSeit vorigen Sonnabend ist das traditionelle Saisonheft des Probstheidaer Klubs unter dem Namen "LOKSTOFF" (Preis: 4 Euro) erhältlich.