
Christoph Jackisch und Julian Adam freuen sich auf die neue Herausforderung in der Fußball-Oberliga
Mit einem Highlight beginnt in acht Tagen für die Oberliga-Fußballer vom 1. FC Lok die neue Saison. Gleich am ersten Spieltag treffen die Blau-Gelben in der Red-Bull-Arena auf den Ortsrivalen FC Sachsen. Ihr Debüt in der ersten Mannschaft geben zum Stadtderby am 8. August vielleicht auch Christoph Jackisch und Julian Adam.
Die beiden, die in der Sommerpause aus der A-Jugend gekommen sind, haben in der vergangenen Saison zusammen 28 Tore für ihr Team geschossen. Jetzt sind sie heiß auf die neue Herausforderung.
Jackisch bekam schon beim Fußball-WM-Schauen in der Sommerpause wieder mächtig Lust, selbst zu spielen. Die Möglichkeit, wieder so viele Tore zu schießen, hängt für ihn davon ab, wie oft der Trainer ihn auf den Platz lässt. "Die Chancen stehen nicht schlecht, so viele Stürmer haben wir nicht in der Mannschaft", so der 18-Jährige, der aber in einen sportlichen Machtkampf mit seinem Stürmer-Kollegen Julien Adam kommen könnte. "Es ist schon irgendwie eine Konkurrenz da. Aber das kann nur positiv sein, weil man dann alles geben muss", findet Adam. Den Kopf in den Sand stecken, wenn er nicht in der Startelf steht, würde auch Jackisch nicht. "Wenn der Trainer mich nicht aufstellt, bin ich zwar enttäuscht, aber daran ist nicht der Trainer schuld. Schließlich ist man selbst verantwortlich, ob man spielt oder nicht."
Privat kommen die beiden trotz der Konkurrenz gut miteinander aus. "Was auf dem Platz passiert, bleibt auch hier. Danach ist es vergessen", meint der Blondschopf.
Gleichwertig sieht er sich auch gegenüber seinen anderen Team-Kollegen. "Respekt hat man vor jedem, aber Angst brauchen wir nicht zu haben. Im Training packt jeder mal mit an. Da zählt nicht das Motto, dass die Jüngeren das ganze Zeug schleppen", stellte Jackisch klar. Sein Mitspieler ergänzte: "Der Trainer sagt, es zählt die Leistung, nicht das Alter. Das muss jeder respektieren und macht sicher auch jeder." Beide haben in der vergangenen Saison schon immer mal Oberliga-Luft geschnuppert. Und obwohl ihnen klar ist, dass das Niveau einen Zacken schärfer ist als in der A-Jugend, wollen sie "so viel wie möglich spielen und das so erfolgreich und in der Tabelle so weit oben wie möglich." Nächstes Ziel ist es aber, gut in den Kader zu kommen.
Ein zusätzliches Bonbon wäre es dann natürlich, am Ende der Saison vor dem Liga-Konkurrenten FC Sachsen zu stehen. Allerdings scheint die Rivalität unter den Anhängern wesentlich größer zu sein als zwischen den Spielern. Für beide Mannschaften sei es zwar das wichtigste Saisonspiel: "Jeder möchte in seiner Stadt die Nummer eins sein - zumindest in der Liga", sagte Jackisch - RB Leipzig mal außen vor gelassen. Rivalitäten zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen verspürt er nicht. Der Blondschopf freut sich vielmehr auf ein schönes Derby im großen Stadion vor vielen Zuschauern. Mitspieler Adam sieht es ähnlich: "Ich kenne viele Sachsen-Spieler aus der Schule, wir verstehen uns recht gut. Sicher ist am Spieltag eine Rivalität da. Aber danach kann man sich doch wieder in die Augen sehen."
von Frauke Sievers