
Gestern um 14 Uhr saß Michael Notzon schon wieder im Zug. Geschäfts-Termine in Hamburg. Zuvor hatte der Lok-Präsident gemeinsam mit Vorstand Hartmut Dischereit und Aufsichtsrats-Chef Olaf Winkler in Leipzig das letzte Sondierungsgespräch in der Trainerfrage geführt - Patrick Falk stand 90 Minuten lang Rede und Antwort. In den Tagen zuvor hatte Lok bereits mit David Bergner, Willi Kronhardt und Thomas Matheja geredet. Mit Kronhardt sogar drei Stunden. Der 42-Jährige soll einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben und klarer Favorit sein. Angeblich erhielt er schon eine konkrete Offerte. Konzepte, Personalvorschläge für das Team und Gehaltsvorstellungen liegen auf dem Tisch - nun soll laut Notzon zügig entschieden werden. "Das Präsidium wird sich schnell verständigen, dann mit dem Wunschtrainer verhandeln, seinen Vertrag aufsetzen und ihn am 2. Januar öffentlich vorstellen", sagte der Lok-Chef. Er soll noch einen weiteren Kandidaten in der Hinterhand haben. Der könnte Edmund Stöhr heißen, einst Coach beim FC Sachsen, zuletzt Trainer in Lustenau (Österreich). "Wir dürfen uns keinen Fehlgriff erlauben", weiß Notzon, "fachlich und menschlich muss alles passen, wir suchen keinen Feuerwehrmann, setzen auf Kontinuität." Der neue Trainer werde vorerst einen Kontrakt bis Juni 2013 erhalten.
von Steffen Enigk
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