
Lok Leipzig rangiert zur Winterpause im Mittelfeld
Nach 14 absolvierten Spielen rangiert der 1. FC Lok Leipzig im grauen Tabellenmittelfeld - mit 20 Punkten. Nicht genug für die Blau-Gelben, die vor dem letzten Spiel des Jahres 2011 die Konsequenzen zogen und Trainer Mike Sadlo beurlaubten.
Denn das Saisonziel für die Spielzeit 2011/12 war eigentlich ein anderes - nichts anderes als die Qualifikation für die neue Regionalliga Nordost sollte erreicht werden. Und dafür musste ein Platz unter den Top drei der Oberliga Süd her. Mit dem aktuellen Platz acht und einem inzwischen ziemlich deutlichen Abstand zum Spitzenreiter FSV Zwickau hinkt man diesen hohen Ansprüchen hinterher.
Dabei hatten die Probstheidaer vor dem Saisonstart einen großen personellen Umbruch im Kader gewagt: Acht Neuzugänge (zu denen dann noch Ivan Ristovski und Boris Jovanovic kamen) sollten in erster Linie mehr spielerische Qualität in die Mannschaft bringen.
Schweres Unterfangen
Allerdings schwante Mike Sadlo schon vor Saisonstart, dass dies ein schwieriges Unterfangen wird: „In unserer Situation müssen bei aller Teamfindung sofort die Ergebnisse stimmen." Was letztlich nicht klappen sollte: Vielmehr glich die bisherige Saison des 1. FC Lok Leipzig einer wilden Achterbahnfahrt. In der es - dies muss gesagt sein - auch richtige Höhenflüge gab. Die zwischenzeitliche Vier-Spiele-Siegesserie zwischen dem 15. Oktober und dem 4. November beispielsweise, in der es tatsächlich so aussah, als könnten die Blau-Gelben zumindest zur erweiterten Tabellenspitze aufschließen. Oder die sehr ordentliche Vorstellung zum Saisonauftakt gegen den VfB Auerbach, die allerdings auch eines deutlich machte: Zu oft bleiben die Offensivbemühungen der Lok wirkungslos. Was in so manchen bitteren Punktverlust mündete, siehe die bittere Heimpleite gegen Carl Zeiss Jena II oder jüngst das ebenso ärgerliche 0:0 gegen den VfB Auerbach. Ohnehin fehlte den Blau-Gelben schlicht die Konstanz und Stabilität, was sich denn auch in teilweise haarsträubenden Schlappen äußerte. Inzwischen steht beim 1. FC Lok so ziemlich alles auf dem Prüfstand: Ein neuer Trainer ist ohnehin dringend gesucht - allerdings ist in diesem Bereich durchaus damit zu rechnen, dass dieser schon am Montag zum Trainingsauftakt am Start sein wird. Aber auch die Teamzusammenstellung wird heiß diskutiert - gut möglich, dass einige der gerade erst im Sommer neu gekommenen Spieler schon wieder ihre Sachen packen müssen. Denn an dem Saisonziel wird nicht gerüttelt - was den neuen Trainer vor eine große Herausforderung stellen wird (ganz gleich, wie er denn heißt). Das Prinzip „Einspielen unter Wettkampfbedingungen" wird wohl ab 12. Februar weitergehen - beim Chemnitzer FC II.
von Jens Wagner
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