
Früher gabs Zoff zwischen den Fans. Diesmal gingen die Spieler von Zweitligist Erzgebirge Aue und dem 1. FC Lok Leipzig aufeinander los!
Passierte beim „Casino Cup“ Dienstag Abend in Chemnitz. Nach dem blamablen Halbfinal-Aus gegen Lok (2:6) drehte Aues Verteidiger Pierre Le Beau plötzlich durch.
Im Rücken des Schiedsrichters ging er auf Mittelfeld-Dribbler Ivan Ristovski los. Er ohrfeigte ihn, drückte den Daumen in dessen Auge und zettelte eine Rauferei an.
Der Ex-Auer Ristovski (spielte bis Sommer dort) entsetzt: „Ich wusste nicht, was das sollte. Vielleicht gehört das als Emotion beim Hallenfußball dazu.“
Aue drehte durch und mimte den schlechten Verlierer! Womöglich provozierte allerdings Ristovski mit seinem Tor zum 6:2, als er den Ball im Gefühl des Triumphs auf der Linie anhielt und dann per Hacke über die Linie rollen ließ, die Aue-Profis.
Lok-Trainer Willi Kronhardt (42), verfolgte alles von der Tribüne aus.
Allerdings: Weil der Schiri nix auf dem Spielberichts-Bogen vermerkte, wird Le Beau nicht bestraft.
Pech: Nach starken Vorrunden-Auftritten (Teplice/2:1, Chemnitz 3:5) und dem Halbfinalsieg gegen Aue war Lok im Finale auf Augenhöhe mit Sieger Chemnitz, verlor aber 1:4.
von Sören Fielder und Yvonne Gabriel
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