
Vielleicht sollte Fußball-Oberligist 1. FC Lok immer auf Kunstrasen spielen. Denn dort scheint es besser zu klappen mit dem Toreschießen. Nach dem 4:1-Sieg am Mittwoch in Grimma schlugen die Probstheidaer am Samstagvormittag an gleicher Stelle Thüringenligist Motor Altenburg mit 7:2 (2:0). Die Treffer für die Leipziger in der einseitigen Partie vor 150 Zuschauern erzielten Albrecht Brumme (7.), Probespieler André Stratmann (44.), Djibril N'Diaye (48.), Ivan Ristovski (55., 78.), Christoph Schulz (64.) und Filip Racko (76.).
Nur noch Formsache scheint die Verpflichtung von Torwart Oliver Gäng (Türkiyemspor, früher RB) zu sein. "Wir sind uns in den Gesprächen sehr nahe gekommen", meinte Lok-Trainer Willi Kronhardt gestern. Der formelle Akt muss jedoch schnell erfolgen, denn morgen 24 Uhr läuft die Wechselfrist ab.
Schwieriger scheint das bei Stürmer Stratmann zu werden. Denn der 20-Jährige braucht eine internationale Spielgenehmigung, weil er zuletzt in der dritten polnischen Liga für Ostrowiec Swietokrzyski aktiv war. Ob Stratmann verpflichtet wird, will sich Kronhardt, der auch Sportdirektor ist, noch bis morgen überlegen. Er gab auch Defensivspieler Tino Schulze eine Chance. Der 19-Jährige kam im Sommer von der Zweiten des Halleschen FC, spielte beim damaligen Lok-Coach Mike Sadlo aber keine Rolle.
Der Trainer stellte Offensivmann Rico Engler in Grimma wieder in die Abwehr. "Wir sind in der Vorbereitung. Da wechsle ich gern mal die Positionen, weil ich dabei sehe, wie die Jungs miteinander harmonieren", sagte Kronhardt.
Von Lok verabschiedet hat sich Stephan Knoof, der fünf Jahre Stammspieler war, aber in dieser Saison nur in der Zweiten zum Einsatz kam. Der 27-Jährige kehrt zum FC Grimma zurück. "Wir haben den Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst, weil Stephan keine Chance gesehen hat, in der Oberliga zu spielen", erklärte der frühere Lok-Vorsitzende Steffen Kubald.
Das erste Spiel nach der Winterpause bestreiten die Probstheidaer am 11. Februar bei der Reserve des Chemnitzer FC. Dagegen wurde das für den 18. Februar geplante Heimmatch gegen Bautzen auf Ostersonnabend, 7. April, verlegt, da am 18. Februar Neonazi-Demonstrationen in Dresden angekündigt sind. "Wir wollten die Partie trotzdem durchziehen. Aber die Polizei hat sich nicht darauf eingelassen", sagte Kubald, Sicherheitsbeauftragter bei Lok.
von Norbert Töpfer
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