24. Spieltag Stadtliga Leipzig  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

SV Eiche Wachau

1. FC Lokomotive Leipzig II
2 4

Spieldaten
 
Datum
04. Mai 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Sportplatz "Kurt Kuppert" (Markkleeberg)
Zuschauer
150
Schiedsrichter
 
Mike Knechtel (SV Victoria 90)
Torschützen
0:1 Trinko (12.), 0:2 Rienaß (34./Foulelfmeter), 1:2 Mienack (44./Foulelfmeter), 1:3 Adam (49.), 1:4 Adam (80.), 2:4 Mienack (88./Foulelfmeter)
Gelb
Brusberg, Siebert, Schlägl, Nikonik, T. Köhler - Dischereit
Gelb-Rot
Franke (88./Lok)
Rot
Mike Hendreich (65./Wachau)

Aufstellung
SV Eiche Wachau
1. FC Lokomotive Leipzig II
1 Danny Brusberg
1 Michael Bänsch
3 Sören Pilgrim
6 Robert Roscher
4 Mike Wiesner
18 Dirk Hänisch (ab 82. 16 Dirk Ernicke)
6 Georg Siebert
7 Tom Franke
66 Hendrik Mienack
19 Pierre Trinko (ab 19. 17 Thomas Gimpel)
7 Thomas Schlägl
 
4 Matthias Hellmund
8 Jan Schreiter
14 Kevin Rienaß
9 Jens Köhler (ab 71. 2 Jan Landmann)
3 Tobias Zacharias
10 Björn Hindenberg (ab 46. 11 Matthias Clement)
9 Robert Dischereit
23 Marko Nikonik
10 Kevin Adam
20 Tim Köhler
13 Ronny Melzer (ab 56. 8 Patrick Tönnessen)

Trainer
Michael Marquard
Heiko Hennig

   Interviews
Heiko Hennig (Lok-Trainer)

"Die Verletzung von Pierre tut mir unendlich Leid. Damit ging auch die Ordnung in unserem Spiel verloren. Ich bin froh, dass wir die drei Punkte geholt haben, in einem Match, in dem der Gegner uns durch Aggressivität und zahlreiche Fouls das Leben schwer gemacht hat."


Wertung

 

15 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Vierter Sieg in Folge und ein weiterer Schritt Richtung Bezirksklasse: Die zweite Mannschaft des 1. FC Lok Leipzig gewann das Nachholspiel bei Eiche Wachau mit 4:2 (2:1). In einem zerfahrenen Spiel waren die Prosbstheidaer das spielerisch bessere Team, sodass der Sieg am Ende auch völlig in Ordnung ging. Die Gastgeber hielten mit viel Aggressivität dagegen und kamen durch zwei Elfmetertreffer von Kapitän Hendrik Mienack am Ende der beiden Halbzeiten noch einmal heran. Großer Wermutstropfen dieser Partie war die Verletzung von Pierre Trinko, der kurz nach seinem Führungstreffer mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.  

Coach Heiko Hennig stellte im Vergleich zum Pokalhalbfinale am Mittwoch auf drei Positionen um. Tobias Zacharias, Ronny Melzer und Robert Dischereit rückten für Kai Metzner, Maik Hänisch und Patrick Tönnessen ins Team. Los ging es mit einer Chance für Kevin Rienaß nach drei Minuten. Einen Freistoß von links zirkelte der Mittelfeldspieler aus 20 Metern über den Kasten. Sechs Minuten danach spielte sich Rienaß auf rechts durch die Abwehr der Wachauer. Seine Hereingabe verpasste Dischereit nur knapp. 120 Sekunden später probierte es Dischereit aus 16 Metern. Bei seinem Schuss hatte Wachau-Keeper Danny Brusberg Probleme. Das Leder sprang gegen den Pfosten und wurde danach zur Ecke geklärt. Diese landete genau auf dem Kopf von Pierre Trinko, der die Pille aus fünf Metern zum 1:0 aus Lok-Sicht ins Netz beförderte (12. Minute). In der 14. Minute hätte Ronny Melzer auf 2:0 erhöhen können, jedoch scheiterte er aus zwölf Metern am herauslaufenden Brusberg. Dann der große Schock für alle Lok-Anhänger und Spieler. Bei einem Laufduell im Mittelfeld trat Pierre Trinko unglücklich auf dem ungemähten Rasen auf. Mit einem lauten Knall sackte der Defensivspezialist zusammen und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht das Knie. Nach einer dreiminütigen Behandlungspause wurde er mit der Trage ins Seitenaus gebracht, wo ihn die anwesenden Spieler der Landesligatruppe zunächst versorgten. Wenige Minuten später traf ein Krankenwagen ein, der ihn zur Untersuchung ins Krankenhaus brachte. Bleibt zu hoffen, dass sich die erste Vermutung eines Kreuzbandrisses nicht bestätigt. Die Loksche danach mit Thomas Gimpel für Pierre Trinko, zunächst aber noch geschockt. Nach 22 Minuten fasste sich Robert Roscher ein Herz und zog aus 20 Metern ab. Sein Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei. Danach viel Leerlauf im Spiel. Bei Lok war nach Trinkos Ausfall die Ordnung im Spielaufbau verloren gegangen und Wachau fiel offensiv nicht viel ein. Erst in der 33. Minute drang Kevin Adam in den Strafraum der Gastgeber ein und wurde von Marko Nikonik gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kevin Rienaß sicher ins rechte untere Toreck zum 2:0 aus Lok-Sicht (34.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff gab es dann auch einen Strafstoß auf der Gegenseite. Der Wachauer Thomas Schlägl geriet im Strafraum zwischen Tom Franke und Robert Dischereit und kam zu Fall. Hendrik Mienack traf ebenfalls bombensicher ins rechte Toreck zum 1:2 (44.). Dabei blieb es dann auch bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Mike Knechtel, denn Sören Pilgrim scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte völlig frei an Michael Bänsch.

Der zweite Durchgang begann mit einer Gelegenheit für Kevin Adam, die auch prompt im Netz landete. Nach tollem Pass von Rienaß umkurvte der Stürmer Hüter Brusberg und schob den Ball aus acht Metern zum 3:1 ins Tor (49.). Anschließend köpfte Schlägl eine Ecke auf der Gegenseite nur knapp übers Lok-Gehäuse (53.). Neun Minuten später erkämpfte sich Roscher die Pille ganz stark gegen Ex-Lok-Akteur Georg Siebert und flankte von der Grundlinie auf den kurz zuvor eingewechselten Patrick Tönnessen, der mit seinem Flugkopfball jedoch an Brusberg scheiterte. Dann plötzlich Aufregung auf der Wachauer Bank und Schiedsrichter Knechtel zeigte Ersatztorhüter Mike Hendreich die rote Karte wegen einer Beleidigung in Richtung der Lok-Spieler (65.). Zwei Minuten danach die nächste Großchance für Patrick Tönnessen. Nach erneut tollem Pass von Rienaß schoss der Goalgetter aus 20 Metern per Dropkick über den Kasten. Die 72. Minute brachte einen 25-Meter-Freistoß für Dirk Hänisch, der aber genau in den Armen von Keeper Danny Brusberg landete. 120 Sekunden später sah Hellmund, dass der Wachauer Hüter zu weit vor seinem Gehäuse stand. Seinen Heber aus 30 Metern fingerte Brusberg jedoch im letzten Moment über die Latte. Kurz darauf bediente Tom Franke Kevin Rienaß, der vom Elfmeterpunkt den Schlenzer ins lange Eck probierte, aber ebenfalls an Brusberg scheiterte. Nach 80 Minuten dann aber doch noch das 4:1. Adam nahm am Sechzehnmeterraum zwei Gegner aus und schoss aus zwölf Metern ins rechte Toreck. Sein zweiter Doppelpack innerhalb von fünf Tagen. Die Schlussphase gehörte dann den Wachauern, die nun mehr Offensivdrang versprühten als in den 80 Minuten zuvor. Zunächst scheiterte Siebert in der 84. Minute aus zehn Metern an Bänsch. Kurz darauf legte der bereits verwarnte Tom Franke den Wachauer Jan Landmann im Strafraum und sah dafür Gelb-Rot. Den fälligen Elfmeter verwertete erneut Mienack ins rechte Toreck zum 2:4 (88.). 60 Sekunden danach versuchte es Siebert aus 20 Metern, scheiterte aber ebenso an Michael Bänsch wie auch Tim Köhler in der Nachspielzeit. So blieb es beim verdienten 4:2 für die zweite Loksche.

Der Sieg der Blau-Gelben war hochverdient, hatten sie doch eine Vielzahl großer Chancen und spielten auch den gepflegteren Fußball. Insgesamt war die Partie sehr hitzig. Wachau versuchte mit Aggressivität gegenzuhalten, übertrieb es allerdings mit der Härte mitunter ein Wenig. Für die Verletzung von Pierre Trinko konnten die Gastgeber-Akteure jedoch nichts. Dennoch ist dies ein weiterer herber Schlag für den Landesligakader, der in der Rückrunde von einer regelrechte „Verletzungsseuche“ heimgesucht wird. Für Pierre Trinko bleibt zu hoffen, dass er in nicht all zu ferner Zukunft wieder auf dem Platz stehen kann. Bei Loks zweiter Mannschaft geht es bereits am kommenden Mittwoch weiter. Dann steht um 18 Uhr das schwere Nachholspiel bei Roter Stern Leipzig an.

(von Daniel Angermüller)