Verein, U17/U16, Top3, Top7 | Mittwoch, 09. November 2016

Die U17 des 1. FC Lok Leipzig

Aus dem BRUNO: Junge Eisenbahner im Profil

Aus dem Stadionheft BRUNO vom 30. Oktober 2016 gegen Budissa Bautzen:

Wie und von wem wird unser Nachwuchs trainiert? In welcher Liga spielt unsere U17? Wie bereitet sich die U13 auf das Großfeld vor? Welche Ziele und Wünsche hat der Trainer der U9? Diese und andere Fragen werden in den kommenden BRUNO-Ausgaben beantwortet.

Alle Jugendmannschaften und ihre Trainer werden im Interview vorgestellt. Den Anfang macht Matthias Wittschier (re. im Bild), der seit diesem Jahr die U17 trainiert.

Was haben Basketball und Kickboxen mit dem Fußballer und Trainer Matthias Wittschier zu tun?
Sport spielt in meiner Familie eine große Rolle. Drei Jahre nachdem ich geboren wurde, kam für meinen Vater der wohl traurigste Tag in seinem Leben. Obwohl er Trainer in der 2. Basketball-Bundesliga war, fing ich mit dem Fußballspielen an. Danach hatte ich eine „klassische Landesliga-Vorstadtverein-Karriere“. Parallel betrieb ich später noch Kickboxen im Schwergewicht. In der U19 wechselte ich aufgrund von Verletzungen vom Spielfeld an die Seitenlinie.

Eher ein ungewöhnlicher Weg: Du wurdest Trainer deiner eigenen Mannschaft?
Der A-Jugendtrainer war ein alter Freund von mir und als Kapitän hatte ich einen guten Draht zu meiner Mannschaft. So wurde ich Co-Trainer und blieb dem Fußball treu.

Du bist gebürtiger Trierer und spieltest bei SV Konz. Auf welchem Weg bist du zu zur Loksche gekommen?
Durchs Studium. Nach dem Abitur begann ich hier ein Jura-Studium. Mein damaliger Mitbewohner Lukas Schulz spielte bei Lok. Über ihn lernte ich Tom Franke kennen, bei dem ich als Co-Trainer 2014/2015 bei der U17 im Verein anfing.

Was ist aus deiner Sicht das Besondere am 1. FC Lok?
Lok hat ein ehrliches Image. Wir haben weniger Mittel als andere und dazu stehen wir. Aber durch Herz, Leidenschaft und harte Arbeit machen wir diese Nachteile wett. Außerdem wird mir und anderen bei Lok die einmalige Chance der Mitarbeit geboten: z. B. Scouting, Aufbau der Infrastruktur. Vermutlich kein Verein in Deutschland auf dieser Ebene bietet diese Möglichkeit, Dinge selbst zu bewegen.

Seit Beginn der Saison bist du nun Trainer der U17. Beschreibe uns kurz, was der Trainer Wittschier bewegen und erreichen will?
Ich will als Trainer die Jungs weiterentwickeln, sowohl sportlich als auch menschlich. Aus sportlicher Sicht möchte ich, dass der A-Jugendtrainer sagt: „Ich bekomme ganz viele Spieler, die ich bedenkenlos einsetzen kann.“ Ich würde mich über jeden riesig freuen, der es in die erste Männermannschaft schafft. Als Mannschaft wollen wir in die Regionalliga, wollen uns mit den Leistungszentren messen und wollen perspektivisch selbst eines werden. Als Trainer muss man auch die Ecken und Kanten der Jungs kennen, um auch pädagogisch wirken zu können. Ich sehe es als Vorteil an, jünger zu sein. Ich denke, dass ich dadurch ein hohes Verständnis für und manchmal einen einfacheren Weg zu den Spielern habe. Bei der Entwicklung der Spieler gilt für mich ein Satz der Kickboxer: „Wer mehr arbeitet, erreicht mehr!“ Dies will ich meinen Jungs als Rat mit auf den Lebensweg geben. Wenn es nicht läuft, setze ich mich so lange hin, bis es funktioniert.

Vom Trainer zur Mannschaft: Erkläre kurz das Besondere der U17 innerhalb des Lok-Nachwuchses.
Unsere U17 stammt im Kern aus Spieler der letzten U15, da wir erst letztes Jahr die U16 neu gegründet hatten. Zum einen brauchten wir ein strukturelles Bindeglied, da der Sprung aus der U15 in die U17 oft zu groß ist. Dies hat vor allem mit der Physis zu tun, da das Wachstum der Jungs in dieser Zeit enorm ist. Außerdem ist das Spiel schneller, athletischer, der Raumdruck größer. Effektiv hat die U17 elf Neuzugänge, da sechs aus unserer U15 und fünf von anderen Vereinen kamen.

Wie schätzt du als Trainer die Situation innerhalb der Mannschaft mit de facto elf Neuzugängen ein?
Trotz oder gerade wegen der Neuzugänge haben wir dieses Jahr einen hohen Anspruch: Wir wollen eine hohe Qualität mit emotionaler Einstellung verbinden. Die U17 vereint lernfähige und -willige Spieler, die ein gutes Gleichgewicht halten: Freigeister, die kreativ sind; Anführer, die aufrütteln und mitreißen und Spieler, die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Unsere Neuzugänge, die aus ganz Leipzig und dem Umland kamen, sind von der Mannschaft gut aufgenommen worden. Simon Wagner, ein bulliger Stürmer vom LSC, Fabian Rößler, der aus Markkleeberg kam und im defensiven Mittelfeld spielt, Nico Brehm, von RB gekommen, Josef Aburgaiba vom SV Naunhof und Daniel Demmrich von Rotation Leipzig sind eine Bereicherung für das Team, welches den Jungs hilft, die verständlichen Defizite, die durch andere Ligenzugehörigkeit resultieren, aufzuarbeiten.

Bitte beurteile für uns den Leistungsstand unserer U17 innerhalb der Landesliga Sachsens.
Die Landesliga ist meiner Erfahrung nach zweigeteilt: der FSV Zwickau, Dynamo Dresden, Fortuna Chemnitz und wir agieren auf einem ähnlichen Niveau. Diese vier Mannschaft sehe ich nah an den Leistungen der letzten sechs der Regionalliga. Innerhalb der Liga sind die Unterschiede aber riesig. Nicht alle Partien fordern unsere Mannschaft bis zur letzten Konsequenz. Deshalb spielen wir viele Tests gegen Regionalligisten. Wir wollen den Jungs zeigen, wo es hingehen soll und testen gegen den HFC, CFC, Dynamo, Babelsberg, Jena und andere. Selbstverständlich würden wir gern aufsteigen. Allerdings schafft dies nur die Mannschaft, die die wenigsten Punkte liegen lässt und dann muss man noch durch die Relegation.

Wir sind gut in die Saison gekommen: vier Siege, ein Unentschieden bei einer unglücklichen Niederlage gegen Dynamo Dresden. Die Leistungszentren bringen individuell-qualitative Vorteile mit, die wir, wie das Vorjahr als zweitbeste Rückrundenmannschaft zeigt, im Laufe der Saison aufholen. Denn dass der Lok-Nachwuchs ein hohes Niveau besitzt, belegen sieben Leistungszentren-Anfragen an Lok-Spieler im letzten Jahr. Unter den Trainerkollegen genießt unser Verein einen hohen Stellenwert, dem die Ligenzugehörigkeit noch fehlt.

Zum Abschluss der Wunschbriefkasten: Wenn du einen Wunsch frei hättest ...
Ganz klar: Kunstrasen!

Wir danken dir für das Gespräch und wünschen der U17 eine weiterhin verletzungsfreie und erfolgreiche Saison.

B1-Junioren

Hintere Reihe von links:

Mitte:

Vorn:

B2-Junioren

Hintere Reihe von links:

Johannes Pistol, Vincent Nierlich, Jurij Blum, Adrian Thom, Julian Palme, Jon Müller, Mika Drutschmann, René Hoffmann (Co-Trainer)

Mitte:

Johannes Hanf (Trainer), Robin Bauer, Oskar Harzer, Len Rozgonyi, Georg Rodegast, Marcel Mahlo, Lorenz reinschmied, Brian Olajide

Vorn:

Moritz Drummer, Tom Beyer, Kevin Hornauer, Alexander Ebert, Erik Exner, Raul Kästner

 

Es fehlt:

Paul Vogler

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