12. Spieltag

1. FC Lok - Dynamo Dresden II 1:3 (1:1)

Negativer Knackpunkt: Maik Wagelfeld trifft per Foulelfmeter zum 1:2 aus Lok-Sicht. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Der 1. FC Lok tritt im Tabellenkeller der NOFV-Oberliga Süd weiter auf der Stelle. Am Samstagnachmittag kassierten die Steffens-Schützlinge vor 1.597 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion eine bittere und verdiente 1:3 (1:1)-Niederlage. Es war gleichsam die erste Heim-Saisonpleite vor einer zu Recht tiefenttäuschten Kulisse. Bereits nach 41 Sekunden hatte Lok-Keeper Jan Evers in Folge Martin Scholzes Führungstreffer den Ball aus seinem Netz fischen müssen. Benjamin Fraunholz glich in der 15. Minute für die Blau-Gelben aus, ehe Maik Wagefelds verwandelter Foulelfmeter das Ergebnis wieder zu Gunsten der Gäste erhöhte (65.). Sieben Minuten vor Abpfiff entschied das zweite Tor von Scholze endgültig das Spiel.

Früher Tiefschlag, schnelle Antwort

Noch am Vormittag musste Achim Steffens den erkrankungsbedingten Ausfall von Jens Werner zur Kenntnis nehmen. Damit fehlte dem 60-Jährigen seine komplette Stamm-Verteidigung. Kapitän Thorsten Görke rückte deswegen zurück in die zentrale Defensive, an seiner Seite liefen Sebastian Seifert und U 23-Akteur André Irrgang auf. Das erste Unheil brach bereits mit dem schnell verloren gegangenen Anstoß über den FCL und seine Defensive hinein. Am Ende eines schnellen Konters bediente der auffällige Mirko Soltau am langen Pfosten Martin Scholze, der sich diese Einladung nicht nehmen ließ und den Ball über die Linie drückte (1.). Der Tiefschlag saß - doch die Hausherren verstanden schnell und befreiten sich alsbald von diesem Makel. Erst kratzte SGD-Schlussmann Fritz einen starken Kopfball von Christoph Schulz aus dem Eck (8.), dann fand der Abpraller nach Görkes scharfem Freistoß keinen Abnehmer (10.). Etwas Positives lag in der Luft und Benjamin Fraunholz belohnte die drückende Loksche, indem er Görkes Freistoß aus Nahdistanz zum nunmehr verdienten Ausgleich vollenden konnte (15.). Die Gastgeber ließen im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs kaum etwas Gefährliches zu und wenn doch, dann stand Jan Evers stets parat. Sie selbst verpassten in der Offensive vor allem noch eine aussichtsreiche Möglichkeit, als Julian Adam in relativ zentraler Position auf die Reise geschickt wurde, urplötzlich jedoch den Sprint kurz unterbrach, da er sich fälschlicherweise im Abseits wähnte, wodurch er der Dynamo-Defensivreihe entscheidende Momente zur Postierung gewährte (28.).

Nach Wagefelds verwandeltem Elfmeter brechen alle Dämme

Auch nach der Halbzeit besaß die Lok-Elf in einer nicht von übermäßigem Glanz gekennzeichneten Partie durchaus zeitweise Übergewicht und Raum zum Erarbeiten von Chancen - allein es fehlte an einer wirklichen Initialzündung. Fast jedoch hätte die 60. Minute den erhofften Paukenschlag bereitgehalten. Bei einem langen Ball aus der Leipziger Hälfte hinaus patzte ein Dynamo-Verteidiger, Fraunholz befand sich dadurch unerwartet allein auf weiter Flur, aber scheiterte im Abschluss am langen Bein von Fritz. Allerdings folgte unmittelbar die wohl vorentscheidende Szene. Soltau erreichte im Dribbling den Lok-Strafraum, der Winkel wurde spitzer und spitzer, doch Evers holte den Eindringling bei seinem Rettungsversuch von den Beinen. Den anschließenden Foulelfmeter drosch Maik Wagefeld in die Mitte, Evers hatte auf die rechte Torwartecke spekuliert (65.). Wie aus dem Nichts taumelten die Blau-Gelben wie paralysiert umher. Nichts wollte mehr gelingen, der Dresdner Reserve standen weite Räume zur freien Verfügung, beinah im Minutentakt tauchte ein Gäste-Akteur allein vor Jan Evers auf, der sich mehrmals bravourös dem drohenden dritten Gegentreffer entgegenwarf. Dieser war dann jedoch nicht mehr zu verhindern, als Fraunholz einen eigentlich endlich wieder heraus kombinierten Lok-Angriff vertändelte, wenige Sekunden später im Konter auf der gegenüberliegende Seite wiederum Soltau unbedrängt von links querlegen durfte und dem völlig alleinstehenden Martin Scholze damit dessen zweites Tor des Tages schenkte (83.).

1. FC Lok: 1 Jan Evers - 4 André Irrgang, 17 Thorsten Görke, 15 Sebastian Seifert - 2 Benedikt Seipel (26. 25 Marcus Brodkorb), 23 Markus Saalbach, 16 Raik Hildebrandt, 6 Christoph Schulz, 7 Alexander Kunert - 19 Julian Adam (56. 11 Kevin Adam), 9 Benjamin Fraunholz

SG Dynamo Dresden II: 1 Kai Fritz - 8 Carl Labisch (30. 19 Toni Leistner), 20 Gregor Hoppadietz, 26 Maik Wagefeld, 22 Mirko Soltau - 4 Marian Spanier, 6 Max Worbs, 7 Martin Scholze, 5 Oliver Merkel (72. 14 Tim Krömer), 77 Yves Dießner (81. 16 Marcel Wächter) - 11 Ronny Kreher

Tore: 0:1 Scholze (1.), 1:1 Fraunholz (15.), 1:2 Wagefeld (65./FE), 1:3 Scholze (83.)

Gelbe Karten: K. Adam (78.) - Diesner (43.)

Schiedsrichter: Torsten Jauch (Benshausen)

Bruno-Plache-Stadion: 1.597 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe