16. Spieltag

FC Sachsen Leipzig - 1. FC Lok 2:0 (1:0)

Lok-Innenverteidiger Markus Saalbach im Luftkampf mit zwei FCS-Akteuren. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Der 1. FC Lok hat das Ortsderby gegen den FC Sachsen mit 0:2 (0:1) verloren und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg verpasst. Die beiden Gegentore durch Stephan Knoof (Eigentor/17.) und Daniel Heinze (49.) resultierten jeweils aus krassen eigenen Fehlern, sodass sich die Blau-Gelben gegen insgesamt ebenfalls harmlose Leutzscher am Ende in erster Linie selbst geschlagen haben.

Intensive Drangphase und große Chancen zu Beginn - die 17. Minute wirft alles über den Haufen

Die Ausgangslage vor diesem Derby war für beide Klubs klar: Verlieren verboten - am besten aber drei Zähler erkämpfen. Der FC Sachsen konnte dabei aus dem Vollen schöpfen, die nominell beste Elf aufs Feld schicken. Lok-Trainer Mike Sadlo musste dagegen nicht nur auf den langzeitverletzten Markus Krug sowie Christoph Schulz und Paul Stöbe verzichten, sondern auch auf die gelbgesperrten Thorsten Görke und Benny Fraunholz. Von Beginn an bestimmten die Blau-Gelben jedoch die Partie - kamen besser in die Zweikämpfe und ins Spiel - und erarbeiten sich folgerichtig eine Chance nach der anderen: Benedikt Seipel traf aus sehr spitzem Winkel den Außenpfosten (2.) und hatte noch eine gute Gelegenheit, um einzunetzen (8.), Heusel versuchte es aus 20 Metern (3.) und Sebastian Kieback vergab frei vor Sachsen-Keeper Felix Weiß (14.). Vom FC Sachsen weit und breit nichts zu sehen - bis zur 17. Minute. Da setzte sich Daniel Heinze auf der linken Seite schön durch, passte auf Norman Lee Gandaa. Der Angreifer konnte vor dem heranstürmenden Jan Evers nur noch nach innen passen - das Lok-Tor war zwar verwaist, aber kein FCS-Spieler in der Nähe, was Stephan Knoof nicht bemerkte: sein Klärungsversuch ging fundamental nach hinten los, indem er den Ball unglücklich ins eigene Tor weiterleitete. Danach dann wieder das alte Bild: Lok klar überlegen, aber ohne zählbare Ergebnisse - und auch noch mit etwas Pech, weil das Schirigespann bei zwei strittigen Situationen (33./39. - es roch jeweils nach Handspiel im FCS-Strafraum) keinen Strafstoß gab.

Das 0:2 bedeutete den Genickbruch für den FCL

Auch nach Wiederbeginn agierte der 1. FC Lok zunächst mit deutlichem Übergewicht, um sich darauf trotzdem wieder mit einem haarsträubenden Fehler ins eigene Knie zu schießen. Marcus Brodkorb ließ sich von Sven Seitz den Ball abluchsen, der dadurch plötzlich vor Evers auftauchte - doch nicht alleine, sondern zusammen mit Daniel Heinze, der Seitz´ Pass aus zehn Metern nur noch ins leere Tor schieben musste (49.) und das 2:0 für den FC Sachsen besorgte. In der Folge Lok weiterhin bemüht, aber weitgehend plan- und harmlos gegen tief stehende Leutzscher. Nur der eingewechselte Raik Hildebrandt (Schuss/60.) und Albrecht Brumme (63./Kopfball nach Ecke) sorgten für ein wenig Gefahr. Die Grün-Weißen nutzten ihrerseits die sich bietenden Räume höchstselten zum Kontern, mussten sie jedoch auch nicht - mit der sicheren Führung im Rücken. Ergo blieb es beim 0:2 bis zum Abpfiff. Drei Punkte gegen den verunsicherten Lokalrivalen waren das Ziel - weitere Luft im Tabellenkeller wäre der Lohn gewesen. Aus alldem wurde nichts. Stattdessen ist nun weiterhin knallharter Abstiegskampf angesagt, in dem jeder Punkt zählt, um am Ende nicht unterm Strich zu stehen. Deswegen muss das Team von Mike Sadlo das x-te Mal in dieser Spielzeit einen herben Rückschlag verdauen und wieder aufstehen - am besten schon am nächsten Samstag, 30.04.2011, gegen die zweite Mannschaft von Erzgebirge Aue (Bruno-Plache-Stadion, 14 Uhr).

FC Sachsen: 1 Felix Weiß - 7 Florian Felke, 5 Sven Werner, 15 Enrico Köckeritz, 2 Christopher Kuckelt - 10 Kvicha Shubitidze, 8 Mario Scholze, 6 Kevin Kittler, 17 Marcel Nolde (90./19 René Ledwoch) - 11 Daniel Heinze (81./16 Matthias von der Weth), 12 Norman Lee Gandaa (43./9 Sven Seitz)

1. FC Lok: 1 Jan Evers - 15 Sebastian Seifert, 25 Marcus Brodkorb (53./16 Raik Hildebrandt), 23 Markus Saalbach, 8 Jens Werner - 13 Stephan Knoof, 14 Albrecht Brumme - 22 Sebastian Kieback (64./19 Julian Adam), 18 Pavel Devátý, 2 Benedikt Seipel - 10 René Heusel (73./4 Christoph Jackisch)

Tore: 1:0 Knoof (Eigentor/17.), 2:0 Heinze (49.)

Gelbe Karten: Scholze, Shubitidze - Brumme, Saalbach, Knoof

Schiedsrichter: Dirk Simon (Merseburg)

Red-Bull-Arena: 8.451 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe