24. Spieltag

1. FC Lok - Chemnitzer FC II 0:0

Benedikt Seipel vergab kurz vor dem Pausenpfiff die Möglichkeit zur Führung. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Am Ende gab es im „Sechs-Punkte-Spiel" zwischen dem 1. FC Lok und dem Chemnitzer FC II eine Punkteteilung. Vor 2.075 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion trennten sich beide Kontrahenten am Ende 0:0. Nach den Spielanteilen war die Punkteteilung durchaus gerecht, weil Lok aus seiner optischen Überlegenheit zu wenig machte und die defensiv eingestellten Chemnitzer insgesamt sehr harmlos agierten.

Lok dominiert das Geschehen - nur ohne Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum

Von Beginn des Spiels zeigte die Loksche, dass drei Punkte das klare Ziel waren. Chemnitz beschränkte sich zunächst darauf, hinten sicher zu stehen - was anfangs auch gelang. Die Blau-Gelben dominierten über weite Strecken die Partie, aber klare Torchancen blieben erst einmal aus. Bis zur 26. Minute als Devátý in Richtung Tor marschierte, begleitet von einem Chemnitzer Abwehrspieler, der den Abschluss des Tschechen jedoch nicht mehr verhindern konnte - aber Flader hielt. Auch danach vor allem der 1. FC Lok am Drücker, aber das Tor trafen weder Benedikt Seipel (29.) noch Devátý (33.). Dann die Gäste mit der ersten und einzigen Möglichkeit in der ersten Halbzeit: Nach einer langen Flanke übersprang Felix Schimmel Sebastian Seifert, doch Jan Evers konnte die Kopfball-Bogenlampe noch über die Latte klatschen. In der Folge wieder nur Lok in der Vorwärtsbewegung und noch mit zwei Riesen-Möglichkeiten, aber Deváty vergab mit seiner Direktabnahme (39.) ebenso wie Seipel, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte allein auf weiter Flur vor Flader auftauchte - und die Pille neben den Kasten setzte.

Seipel mit der Riesenchance kurz vor dem Pausenpfiff

In der zweiten Hälfte besaß zunächst Chemnitz die besseren Chancen, Kevin Jordan (46.) und der eingewechselte Tim Hunger (55.) konnten jedoch nicht einnetzen, genauso wenig wie Devátý (59.), Seipel (63.) und René Heusel (64.) auf der anderen Seite. Mitte des zweiten Durchgangs verflachte das Spiel zusehends. Chemnitz stand hinten noch dichter, um den Punkt zu verteidigen, sodass Loks Angriffsbemühungen zumeist im Sande verliefen. Einzig in der 84. Minute kam noch einmal richtig Leben in die Bude: Seipel war in den Strafraum gestartet und beim Versuch, den Ball anzunehmen, umgemäht worden. Schiri Lutz Rosenkranz entschied auf Weiterspielen - sehr zum Unmut der gesamten Lok-Bank, die die Szene aus nächster Nähe miterlebt hatte. In den letzten Minuten warf der FCL alles nach vorne, ohne jedoch die Gäste noch einmal zwingend In Bedrängnis zu bringen, wodurch es am Ende bei einer torlosen Punkteteilung blieb. Unterm Strich ist ein Punkt zu Hause gegen Chemnitz II zu wenig - vor allem, weil gegen die insgesamt harmlosen Gäste mehr möglich gewesen wäre. Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlt derzeit, was sich in einer insgesamt eher dürftigen Chancenverwertung niederschlägt. Aber wer weiß: In der Endabrechnung hilft vielleicht genau der eine Punkt gegen Chemnitz, um die Klasse zu halten. Den vergebenen Chancen nachzutrauern, hilft ohnehin nicht. Stattdessen gilt es nun, sich in den kommenden Spielen voll für den Klassenerhalt reinzuhängen. Dabei geht es am kommenden Freitag zunächst nach Luckenwalde. Gegen diesen Gegner gelang in der Hinrunde im Übrigen der erste Saisonsieg. Ein gutes Omen? Nach dem Spiel sind wir schlauer...

1. FC Lok:
1 Jan Evers - 15 Sebastian Seifert, 25 Marcus Brodkorb, 23 Markus Saalbach, 8 Jans Werner - 13 Stephan Knoof (55./10 René Heusel), Thorsten Görke, 18 Pavel Devátý, 2 Benedikt Seipel - 6 Christoph Schulz (62./11 Kevin Adam), 9 Benjamin Fraunholz (76./19 Julian Adam)

Chemnitzer FC II: 1 Chris Flader - 10 Christopher Lehmann, 6 Jörg Emmerich, 17 Marcel Baude, 8 Marcel Richter - 2 Benjamin Stückrad (46./7 Tim Hunger), 5 Kevin Jordan, 4 Kevin Vietz, 3 Daniel Meinel, 18 Felix Schimmel - 16 Christian Jendrossek

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Devátý, Schulz - Vietz, Meinel

Schiedsrichter: Lutz Rosenkranz (Plauen)

Bruno-Plache-Stadion: 2.075 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe