4. Spieltag

Borea Dresden - 1. FC Lok 0:1 (0:1)

Dank Pavel Devátýs goldenem Tor holte der 1. FC Lok in Dresden einen wichtigen Dreier. Foto: Elke Bahrdt

Spielbericht

Ein ehemaliger Nationaltorhüter und jetziger TV-Experte sagte einmal die berühmten Worte „Da ist das Ding!" Zwar hat der 1. FC Lok keinen Pokal geholt, allerdings am Mittwochabend einen immens wichtigen 1:0-Auswärtssieg vor 369 Zuschauern bei Abstiegskonkurrent Borea Dresden eingefahren. Pavel Devátý war Schütze des so wichtigen Treffers in der 18. Minute. Bis zum Schluss musste gezittert werden, aber Teil eins des Osterfests ist gerettet.

Seipel trifft erst den Pfosten - Devátý ins Dresdner Tor

Was am 4. September 2010 beginnen sollte, wurde schließlich am 20. April 2011 um 18 Uhr in Angriff genommen: Der 4. Spieltag der Oberliga konnte abgeschlossen werden und der 1. FC Lok im Dresdner „Jägerpark". Wildschweine waren nicht in Sicht und die Sonne präsentierte sich den Anwesenden in voller Pracht. Das Geläuf war zwar noch immer von den Attacken aus dem angrenzenden Wäldchen gezeichnet, der Austragung stand diesmal jedoch nichts im Weg. Trainer Mike Sadlo musste auf den gesperrten Stephan Knoof verzichten. Dafür rückte Albrecht Brumme in die Startelf. Ansonsten startete der FCL wie beim vergangenen 2:2 in Luckenwalde. Nach sieben Minuten begann das Spiel erst so richtig. Da tauchte nach einem langen Freistoß Benedikt Seipel völlig frei vor Bora-Keeper Ron Linke auf und lupfte den Ball gefühlvoll über den Schlussmann - nur leider auch genau an den Außenpfosten. Danach passierte in einer nicht gerade hochklassigen ersten Hälfte nicht viel bis zur 18. Minute. Da war es Borea-Verteidiger Reetz, der völlig verunglückt mit dem Kopf einen Ball abwehren wollte. Dieses Unterfangen misslang ihm. Das Leder fiel Pavel Devátý vor die Füße und der vollendete wunderbar aus 22 Metern halbhoch ins linke Eck: 1:0 für den 1. FC Lok! Danach waren die Gastgeber gefordert und drängten auch gleich auf den Ausgleich. Erst entschärfte Evers einen Ball von Oliver Genausch (21.). Kurz darauf ließ der Lok-Hüter einen Salewski-Aufsetzer abprallen (24.) - die Nachschussmöglichkeit für Heinisch fiel allerdings flach, da die Fahne der Linienrichterin oben war. Bis zur Halbzeit blieben die Platzherren spielbestimmend und Marcus Brodkorb musste auf der Linie einen Kopfball von Heinisch für den geschlagenen Evers klären (36.).

Mit etwas Glück und noch mehr Geschick bringt der FCL den Sieg über die Zeit

Sechs Minuten nach dem Wechsel dann mal wieder eine Offensivaktion der Blau-Gelben - auch wenn der FCL erneut in den schwarzen Auswärtsdressen auflief. Einen Görke-Einwurf ließ Benjamin Fraunholz über seinen Scheitel rutschen, knapp ging das Leder jedoch am langen Pfosten vorbei. Dann wurde es wieder heikel vor dem FCL-Tor. Einen Lupfer über die Viererkette erreichte Tobias Naumann; der legte das Spielgerät an Evers vorbei, doch Seifert rettete, indem er den Ball über das eigene Tor (62.) drosch. In der Folge stellte sich etwas Leerlauf ein, ehe Naumann urplötzlich völlig frei aus 15 Metern über den Lok-Kasten hämmerte (78.) und Jan Evers in der 81. Minute mit einer klasse Faustabwehr eine gefährliche Freistoß-Flanke von Salewski klärte. Doch bis zum Abpfiff verteidigte der 1. FC Lok die Führung und konnte endlich den herbeigesehnten „dreckigen Sieg" feiern. Große Chancen hatte Borea nicht mehr, aber des Öfteren segelte der Ball noch durch den Lok-Strafraum. Ganz wichtig im Abstiegskampf und natürlich auch eine Portion Selbstvertrauen für die Partie am Ostermontag gegen den FC Sachsen.

von Arthur Schramm

Borea Dresden:
23 Ron Linke - 16 Remigiusz Hudek, 6 Alexander Rohmann, 19 Arne Reetz, 18 Maik Salewski - 7 Tobias Naumann, 21 Sascha Dietze, 22 Philipp Masak (56. 25 Eruani Jasari), 5 Oliver Genausch - 9 Erik Weskott (78. 20 Tim Reichl), 10 André Heinisch (67. 13 Martin Schumann)

1. FC Lok: 1 Jan Evers - 8 Jens Werner, 23 Markus Saalbach, 25 Marcus Brodkorb, 15 Sebastian Seifert - 14 Albrecht Brumme, 17 Thorsten Görke - 2 Benedikt Seipel (90. 24 Ronny Mende), 18 Pavel Devátý (80. 10 René Heusel), 22 Sebastian Kieback (86. 4 Christoph Jackisch) - 9 Benjamin Fraunholz

Tor: 0:1 Devaty (18.)

Gelbe Karten: Masak, Naumann - Seifert, Görke, Fraunholz, Brumme

Schiedsrichterin: Inka Müller (Potsdam)

Stadion am Jägerpark: 369 Zuschauer

Bilder

Bilder: Elke Bahrdt