Testspiel

LFC Berlin 1892 - 1. FC Lok 2:2 (1:1)

Die Belastung ist Knoof, Seipel und Stöbe (v.l.) während der Halbzeit ins Gesicht gebrannt.

Spielbericht

Endlich wieder eigene Tore samt einiger positiver Ansätze. Oberligist 1. FC Lok erspielte sich zum Abschluss seines Wochenend-Trainingslagers beim LFC Berlin ein 2:2 (1:1)-Unentschieden. Neuzugang Raik Hildebrandt hatte die Gäste im ersten Durchgang in Führung gebracht, ehe der LFC durch Lukoki Kalixto (30.) und Nicolas Wrobel in der 57. Minute das Ergebnis drehen konnte. Doch Lok raffte sich ungeachtet schwindender Kräfte auf. René Heusel verwandelte den zuvor an ihm verursachten Foulelfmeter sicher zum Endstand (66.).

Die 80 Zuschauer am Berliner Ostpreussendamm sahen trotz subtropischem Klima eine flotte Begegnung, in der die Leipziger bereits nach vier Minuten fast in Führung gegangen wären. Am Ende einer schnellen Direktkombination zwischen Reimund Linkert und Raik Hildebrandt verpasste Angreifer René Heusel am langen Pfosten nur um Zentimeter die Belohnung. In der Folge übernahm jedoch der Nord-Oberligist die Initiative, tauchte drei Mal in gefährlicher Situation vor dem Kasten von Lok-Schlussmann Jan Evers auf; bis mitten in die Drangphase der Gastgeber Reimund Linkert abermals Nebenmann Raik Hildebrandt auskundschaftete, der sich den Ball optimal vorlegte und bestens vollendete - sein trockener Flachschuss ins rechte Eck war unhaltbar (23.). Doch die Konzentration ließ kurzzeitig nach. LFC-Offensivmann Kalixto profitiere von einer temporär klaffenden Wunde in Loks defensiver Zentrale und drückte die Kugel aus drei Metern zum Ausgleich über die Linie (30.). Nach Wiederanpfiff das zweite unschöne Erwachen. Wrobel, der sich an der Strafraumgrenz ungestört zurechtfinden durfte, brachte den LFC per Schlenzer ins lange Eck erstmals in Führung (57.). René Heusel egalisierte diese neun Minuten später vom Punkt.

Cheftrainer Achim Steffens merkte nach Abpfiff lobend an: „Dieser Wille der Jungs, die äußerlichen Extreme bis zum Schluss zu überwinden, hat mir schon imponiert. Davor ziehe ich meinen Hut. Noch dazu, da wir nur eine Auswechslung vornehmen konnten." Kapitän Thorsten Görke (Rücken), Markus Krug (Muskuläre Probleme), Christoph Milkau und Daniel Sippel blieb die Tortur aufgrund leichter Blessuren vorsichtshalber erspart. Das kurze Fazit der am Freitag begonnenen Trainingslager-Reise schob der 59-Jährige hinterher: „Ich kann es nur wiederholen: Die Mannschaft war großen Anstrengungen ausgesetzt, die sie wirklich ordentlich gemeistert haben. Aber dahinter steckt auch ein Sinn: Sie sollen zu den Wettkampftypen werden, wie ich sie mir vorstelle. Natürlich bleibt noch viel, viel zu tun, aber ich hoffe, dass alle aus den drei Tagen der intensiven Trainernähe auch etwas mitnehmen konnten."

1. FC Lok spielte mit: 1 Jan Evers - 13 Stephan Knoof, 8 Jens Werner, 25 Marcus Brodkorb - 7 Benedikt Seipel, 12 Paul Stöbe, 16 Raik Hildebrandt, 22 Sebastian Kieback - 4 Reimund Linkert (40. 14 Albrecht Brumme), 10 René Heusel - 19 Julian Adam

Tore: 0:1 Hildebrandt (23.), 1:1 Kalixto (30.), 2:1 Wrobel (57.), 2:2 Heusel (66./Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Kerim Gül (Berlin)

Sportanlage Ostpreussendamm: 80 Zuschauer (Darunter 30 Lok-Fans)