Achtelfinale

1. FC Lok - Chemnitzer FC 0:5 (0:0)

Lok bot 60 Minuten Paroli, es reichte jedoch nicht für eine Überraschung. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Oberligist 1. FC Lok konnte dem haushohen Favoriten und Titelverteidiger Chemnitzer FC im Duell der 2. Hauptrunde des sächsischen Landespokals gut eine Stunde großartig Paroli bieten, musste sich am Ende dem aktuellen Spitzenreiter der Regionalliga Nord vor 3.892 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion jedoch trotzdem mit 0:5 (0:0) geschlagen geben. Allerdings blieb ungeachtet des verdienten Ausscheidens ein äußerst fader Beigeschmack hängen, da sowohl die späte Gästeführung als auch der kurz darauf folgende Genickbruch zum 0:2 leider in Folge von deutlich unglücklichen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns fiel. Beide Treffer (62./65.) waren vom eingewechselten Angreifer Pavel Dobry per Kopf erzielt worden.

Vor dem ersten Gegentor soll Lok-Keeper Jan Evers die Kugel hinter der Grundlinie abgefangen haben, was dem CFC einen zweifelhaften Eckball einbrachte. Der völlig frei stehende Dobry köpfte daraufhin die Eingabe von Chris Löwe in die Maschen. Nur drei Minuten später war erneut Dobry zur Stelle, diesmal jedoch klärte Lok-Kapitän Thorsten Görke deutlich (!) vor der Torlinie Der Linienrichter sah dies anders, signalisierte Tor, Schiri Gunnar Stary folgte dem Wink. Bis dahin hatten die Blau-Gelben ihr Möglichstes in die Waagschale geworfen. Traten bissig, giftig, aggressiv auf, standen hinten vollkommen kompakt, ließen lediglich eine klare Torchance durch Benjamin Förster zu (8.), die Jan Evers großartig vereitelte. Angreifer Benjamin Fraunholz besaß zuvor bei einem Flachschuss mit links aus 15 Metern die aussichtsreichste Möglichkeit der Hausherren (7.), die CFC-Schlussmann Philipp Pentke mit einer Hand aus dem rechten Eck fischte.

Vom Doppelschlag der Himmelblauen sollte sich die Elf von Cheftrainer Achim Steffens leider nicht mehr erholen. Garbuschewski (73.) und Hampf (78.) nutzten eiskalt die sich nunmehr bietenden Lücken. Den - zugegeben - traumhaft schönen Schlusspunkt des Nachmittages setzte abermals Ronny Garbuschewski mit einem herrlichem Freistoß aus 35 Metern ins Dreiangel (90.). Eine etwas zu deutliche Niederlage für den 1. FC Lok, der zumindest läuferisch und kämpferisch über gut eine Stunde lang ebenbürtig war.

1. FC Lok: 1 Jan Evers - 3 Markus Krug, 17 Thorsten Görke, 8 Jens Werner - 2 Benedikt Seipel, 13 Stephan Knoof, 23 Markus Saalbach, 16 Raik Hildebrandt, 14 Albrecht Brumme (71. 6 Christoph Schulz) - 9 Benjamin Fraunholz (89. 19 Julian Adam), 10 René Heusel (79. 12 Paul Stöbe)

Chemnitzer FC: 1 Philipp Pentke - 8 Carsten Sträßer, 27 René Trehkopf, 28 Andreas Richter, 15 Chris Löwe - 7 Ronny Garbuschewski, 21 Marcel Wilke (82. 6 Renße Gewelke), 17 Matthias Peßolat, 14 Marcel Schlosser - 13 Christian Fröhlich (63.2 Kevin Hampf), 10 Benjamin Förster (52. 33 Pavel Dobrý)

Tore: 0:1 Dobry (62.), 0:2 Dobry (66.), 0:3 Garbuschewski (73.), 0:4 Hampf (78.), 0:5 Garbuschewski (90.)

Gelbe Karten: Werner, Seipel, Saalbach, Fraunholz, Heusel - Peßolat

Schiedsrichter: Gunnar Stary (Dresden)

Bruno-Plache-Stadion: 3.892 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe