1. Spieltag

VfB Auerbach - 1. FC Lok 1:0 (0:0)

Bis zur 82. Minute stand die Lok-Abwehr, doch dann traf Bocek. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Der 1. FC Lok hat den Saisonauftakt beim VfB Auerbach mit 0:1 verloren. In einer hochklassigen und temporeichen Oberliga-Partie war der FCL die bessere Mannschaft, spielte über weite Strecken sehr gefälligen, direkten Fußball. Allerdings hatte Auerbach die besseren Chancen, vor allem durch hohe Bälle auf den langen Martin Bocek. Der Tscheche war es auch, der in der 81. Minute mit einem Schuss aus zehn Metern den Treffer des Tages erzielte.

Der 1. FC Lok musste auf drei Spieler verzichten: Raik Hildebrandt (Muskelbündelriss) und Benedikt Seipel (Trainingsrückstand nach Hüft-OP) fehlten ebenso wie Neuzugang Djibril N´Diaye (Rotsperre). Die Gastgeber aus Auerbach konnten dafür aus dem Vollen schöpfen, liefen in Bestbesetzung auf. Von Beginn an versuchte die Mannschaft von Mike Sadlo Fußball zu spielen, überzeugte durch ein gutes Umkehrspiel mit schnellen und direkten Pässen - vor allen Dingen über die Flügel. Die beste Chance hatte dabei Rico Engler, der in der 9. Minute einen Gewaltschuss von der Strafraumgrenze abfackelte, allerdings genau auf Auerbachs Hüter René Berger. Die Gastgeber wirkten fußballerisch weniger versiert, versuchten ihr Glück - wie schon seit Jahren - vor allem mit hohen Bällen. Und waren damit unterm Strich gefährlicher: Die größte Möglichkeit für den VfB hatte in der 14. Minute Bocek, aber Martin Dolecek konnte dessen Kopfball aus Nahdistanz noch mit einem Wahnsinns-Reflex abwehren.

In der zweiten Halbzeit war Lok zwar weiterhin darum bemüht, mit schnellem und direktem Fußball vors Auerbacher Tor zu kommen. Dies gelang jedoch immer weniger. Dafür wurden die langen Bälle des VfB auf den 1,97m-Riesen Bocek immer gefährlicher. In der 80. Minute verlor Stephan Knoof in einer Kontersituation in der Vorwärtsbewegung den Ball. Auerbach spielte über zwei Stationen auf ebenjenen Bocek, der aus acht Metern frei zum Schuss kam, aber Dolecek rettete mit sensationeller Parade noch einmal das 0:0. Die anschließende Ecke konnte die Lok-Abwehr nicht richtig klären, von der rechten Angriffsseite passte Auerbach wieder nach innen. Dort lauerte abermals Bocek und netzte aus zehn Metern zum 1:0 ein (81.). Danach rannte der FCL mit Mann und Maus gegen die Auerbacher Defensive an - bis auf einige Eckbälle sprang allerdings nichts mehr heraus. Am Schluss musste Auerbachs Michal Kubice nach einer Tätlichkeit an Markus Saalbach noch vom Platz - dann war Schluss.

Der 1. FC Lok hat beim Mitfavoriten VfB Auerbach streckenweise durch guten und schnellen Kombinationsfußball überzeugt. Vorm Tor fehlte allerdings zu oft der letzte, entscheidende Pass, sodass nur sehr wenige echte Torchancen heraus sprangen. Zudem fand der FCL mit zunehmender Spieldauer immer weniger Mittel gegen die langen Bälle der Gastgeber. Vor allem Bocek war gegen Ende der Partie ein ständiger Unruheherd und es überraschte nicht, dass gerade der lange Tscheche das Tor des Tages erzielte. Negativ: Der Auftakt ging mit 0:1 verloren. Positiv: Noch 29 Begegnungen stehen aus, es ist weiterhin alles möglich. Die erste Chance, sich zu beweisen, hat der 1. FC Lok am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC II (13.30 Uhr, Bruno-Plache-Stadion).

Stimmen zum Spiel

Mike Sadlo (Trainer 1. FC Lok): Wir hatten über weite Strecken mehr vom Spiel, Auerbach die besseren Chancen. Ein Unentschieden wäre sicherlich verdient gewesen. Bitter war, dass wir durch eine Standard-Situation verloren haben, denn wir wussten, dass Auerbach da stark ist.

Steffen Dünger (Trainer VfB Auerbach): Es war eine sehr temporeiches und intensives Oberliga-Spiel. Lok hat uns mit seinem schnellen Umkehrspiel vor einige Probleme gestellt - wir sind froh, dass es am Ende trotzdem zu einem Sieg gereicht hat. In meinen Augen hat Lok heute gezeigt, dass sie zu den Mitkonkurrenten im Kampf um den Aufstieg zählen.

VfB Auerbach: 12 René Berger - 18 Kevin Hampf, 4 Michal Kubice, 5 Steffen Vogel, 2 Peter Otte - 19 Marcel Schuch (73./7 Marcel Dressel/90.+3/14 Daniel Schuster), 25 Mirco Wemme, 6 Jiri Jedinak, 24 Andreas Sommermeyer - 10 Martin Bocek - 22 Carsten Pfoh (90./8 Uwe Kramer)

1. FC Lok: 1 Martin Dolecek - 15 Sebastian Seifert, 25 Marcus Brodkorb, 12 Martin Schuster, 8 Jens Werner (31./23 Markus Saalbach) - 21 Rico Engler (63./6 Christoph Schulz), 13 Stephan Knoof (84./7 Filip Racko), 17 Thorsten Görke, 5 Felix Bachmann - 18 Jiri Masek - Benjamin Fraunholz

Tor: 1:0 Bocek (82.)

Gelbe Karten: Otte, Pfoh - Görke, Saalbach

Rote Karte: Kubice (Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Stefan Prager (Merkendorf)

VfB-Stadion: 1.250 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe