10. Spieltag

1. FC Lok - FSV Luckenwalde 2:1 (1:0)

Rico Engler freut sich über sein 2:0. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Genau ein Jahr nach dem ersten Treffen beider Teams heißt es wieder 2:1 für den 1. FC Lok im Bruno-Plache-Stadion. Jiri Masek und Rico Engler schossen den FCL vor 2.441 Zuschauern zum Sieg. Henry Haufe machte mit seinem Anschlusstreffer die Angelegenheit noch mal spannend. Aber die Punkte blieben schließlich in Leipzig!

Bei Temperaturen, die knapp über dem Gefrierpunkt lagen, ging es für beide Teams hinein ins Abenteuer. Für Luckenwalde hieß das: ganz tief stehen. Dafür war der FCL Dauergast in der Hälfte der Brandenburger – allein ein schnelles Tor wollte einfach nicht fallen. Zuerst (5. Minute) scheiterte Djibril „Dieter“ N’Diaye mit einem Kopfball am hervorragend parierenden FSV-Keeper Robert Petereit. Zwei Minuten später kam „Dieter“ in Rücklage und schoss das Leder übers Gehäuse. Nach einer Viertelstunde konnte dann Jiri Masek sein Glück versuchen, durch den Ausfall von Andreas Streubel durfte er wieder von Anfang an ran, aus sechs Metern köpft er eine Seipel-Flanke allerdings um Haaresbreite neben den Kasten. Danach drosselte der 1. FC Lok das Tempo ein wenig, auch weil Luckenwalde umstellte, Ingo Nachtigall brachte in der 22. Minute den besten Torschützen der Gäste, Tilo Lindner, in die Partie. Aber bei seiner Heimpremiere dachte sich Ivan Ristovski „Jetzt flank‘ ich mal schön von der rechten Seite nach innen“. Diesen Gedanken spann Jiri Masek dann mit einem wunderschönen Hechtkopfball weiter: 1:0 (29.). Erstes Pflichtspieltor für den tschechischen Riesen im Lok-Trikot. Mit Köpfchen ging es weiter: Nach einer Flanke von Werner war es dann Brumme, der den Aufsetzer mit dem Kopf Richtung Tor beförderte, allerdings rettete Petereit mit einem tollen Reflex auf der Linie. Machtlos war der Hüter als Masek eine scharfe Bachmann-Eingabe volley nahm, aber knapp neben das Ziel hämmerte (37.). Bevor es zum Aufwärmen in die Kabine ging, gab es noch das erste Schüsschen auf das Lok-Tor. Kein Problem für die etatmäßige Nummer 1 Martin Dolecek, der in Gotha gesperrt fehlte.

Im zweiten Durchgang ging es dann zu Beginn etwas ruhiger zu. Lediglich ein mäßig gefährlicher Ristovski-Schuss aus der zweiten Reihe konnte von den Lok-Fans bewundert werden (54.). In dieser Phase drohte das Spiel dem 1. FC Lok aus den Händen zu gleiten, allerdings konnten die Gäste nicht das Heft an sich reißen. Dann wieder Ristovski in Aktion (67.): Aus 17 Metern knallt er den Ball drauf und Petereit muss sich richtig lang machen, um das Ding über den Querbalken zu lenken. Der nächste Versuch war ein Görke-Freistoß aus 23 Metern. Doch den gefährlichen Aufsetzer kann „Teufelskerl“ Petereit aus dem linken Eck kratzen. Der FCL-Kapitän dann als Vorlagengeber für Engler in Aktion. Der eingewechselte Rückkehrer mit einem Schüsschen vom rechten Strafraumeck, Petereit sieht unglücklich aus und der Ball geht vom Innenpfosten ins Tor. Das 2:0 und das erste Saisontor für Rico Engler. Allerdings war das nicht die Entscheidung. Nur knapp zwei Minuten später netzt Henry Haufe zum Anschlusstreffer ein, unhaltbar für Dolecek. Dann fast der Ausgleich: Brumme verliert den Ball und Nachtigall zirkelt das Leder aus 18 Metern an die Latte (80.). Danach wurde mächtig gezittert, aber klare Chancen gab es keine mehr.

Vierter Sieg im fünften Spiel! Damit setzt der 1. FC Lok mit Ausnahme des Aue-Auftritts den Aufwärtstrend fort. Zudem platzten bei Jiri Masek und Rico Engler die viel zitierten Knoten. Das lässt hoffen für die kommenden Partien beim VfL Halle und gegen den 1. FC Gera – zwei Kellerkinder.

1. FC Lok: 1 Martin Dolecek – 5 Felix Bachmann, 12 Martin Schuster, 17 Thorsten Görke, 8 Jens Werner – 4 Djibril N'Diaye (65./21 Rico Engler), 15 Sebastian Seifert, 14 Albrecht Brumme, 2 Benedikt Seipel – 19 Ivan Ristovski (88./25 Marcus Brodkorb), 18 Jiri Masek (83./7 Filip Racko)

FSV Luckenwalde: 1 Robert Petereit – 6 Marcel Hadel, 7 Jens Neumann, 19 Florian Bitzka, 27 Aaron Bogdan – 8 Daniel Becker, 21 Felix Nachtigall, 5 André Zielke, 22 André Leimbach – 13 Markus Müller (22./9 Tilo Lindner), 11 Henry Haufe

Tore: 1:0 Masek (29.), 2:0 Engler (76.), 2:1 Haufe (78.)

Schiedsrichter: Michael Jäntsch (Meiningen)

Gelbe Karten: Brumme – Müller, Nachtigall, Zielke

Bruno-Plache-Stadion: 2.441 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe