17. Spieltag

Chemnitzer FC II - 1. FC Lok 2:1 (1:0)

Djibril N'Diaye hatte die Führung auf dem Fuß. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Trainer Willi Kronhardt schickte im Vergleich zur Niederlage gegen Halle 96 eine leicht veränderte Elf aufs Feld: Für den verletzten Kapitän Jens Werner und den gesperrten Markus Saalbach liefen Sebastian Seifert und Djibril N´Diaye von Beginn an auf. Beide Mannschaften begannen sehr robust im Zweikampf, aber ungenau im Passspiel. Die erste Chance hatte der 1. FC Lok: N´Diaye setzte sich schön auf der rechten Seite durch, aber seine Flanke zu weit, um Benjamin Fraunholz in der Mitte zu erreichen. Die anschließende Ecke bekam Fraunholz auf den Schädel, aber der Kopfball ging leider in die falsche Richtung los (10.). Eine noch bessere Möglichkeit hatte dann N´Diaye nur Momente später: Völlig frei bekam „Dieter“ den Ball auf den Fuß, drosch das Leder aber deutlich drüber (11.). Dann auch der CFC mit dem ersten Lebenszeichen: Nach einer Freistoßflanke kam Kevin Jordan mit dem Kopf an den Ball – aber knapp drüber (12.). Anschließend war erst einmal sehr wenig los auf dem Platz – der Ball zumeist im neutralen Drittel, die Abwehrreihen neutralisierten sich. Die nächste Chance für den FCL in der 36. Minute, aber Kittler konnte den Ball aus acht Metern aus halblinker Position nicht ins Tor schießen. Besser machten es die CFC-Bubis in der 39. Minute. Nach einer Flanke bekam die Lok-Abwehr den Ball nicht geklärt – Jendrossek war der Nutznießer, gegen seinen Schuss aus Nahdistanz war Gäng machtlos, 1:0 für die Gastgeber.

Nach Wiederanpfiff versuchte die Loksche energischer nach vorne zu spielen, lief aber jetzt in die Konter der Chemnitzer. Nach einem Flankenlauf von Baude verpasste Jendrossek aber die Entscheidung – seinen Schuss aus nächster Nähe parierte Gäng glänzend. Danach erst einmal wieder der 1. FC Lok, aber Schulz und Brumme bekamen den Ball im Verbund nicht gefährlich aufs Tor. Wieder einmal zeigten die Gastgeber, wie das geht mit dem Toreschießen: Wieder war Baude auf rechts durch, sein Pass in die Mitte fand nicht den Fuß von Felix Schimmel, wohl aber Franz Bochmann, der den Ball aus zehn Metern unhaltbar unter die Latte drosch (52.). Nächster Tiefschlag für die Blau-Gelben in der 54. Minute, als der bhis dahin unauffällige Ivan Ristovski erstmals so richtig auffällig wurde. Für eine Tätlichkeit gab es Rot. Wenigstens gaben sich die Leipziger nicht auf, hatten danach in Unterzahl reichlich Möglichkeiten. Dumm nur, das Schulz (63./Marcel Richter klärte kurz vor der Linie für seinen geschlagenen Hüter Stefan Schmidt) ebenso verpasste wie später André Stratmann (67./Schuss per Außenrist, 74./per Kopf nach Hildebrandt-Flanke). Einzig Albrecht Brumme traf das Tor, aber Abseits (71.). Chemnitz hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen Gang zurück geschaltet, verwaltete den Vorsprung mehr oder weniger clever – und kassierte am Ende doch noch ein Tor, als der eingewechselte Racko einen kapitalen Abspielfehler zum Anschlusstreffer einnetzte. Kurze Zeit später war Schluss.

Eine erneute bittere Niederlage für den 1. FC Lok. Wieder war der Gegner nicht besser, sondern cleverer, wieder ließ die Mannschaft über lange Zeit die fußballerischen Grundtugenden Lauf- und Einsatzbereitschaft vermissen. Einem goldenen März mit fünf Siegen in fünf Spielen folgte ein schwarzer April mit Nullkommanull Punkten aus vier Spielen. Hoffen wir, dass der Mai wieder besser läuft, sonst ist der fast schon sicher geglaubte und immer noch mögliche Aufstieg weg.

Chemnitzer FC II: 1 Stefan Schmidt – 8 Marcel Richter, 5 Toni Vogel (85./2 Max Flade), 4 Kevin Vietz, 15 Daniel Ponzel – 17 Daniel Baude, 13 Kevin Jordan, 6 Felix Paul, 11 Franz Bochmann (68./8 Kerst Lehmann) – 18 Felix Schimmel, 16 Christian Jendrossek (76./3 Martin Schlegel)

1. FC Lok: 1 Christopher Gäng – 5 Felix Bachmann, 13 Kevin KIttler, 21 Rico Engler, 11 Tino Schulze – 6 Christoph Schulz, 14 Albrecht Brumme (77./7 Filip Racko), 15 Sebastian Seifert, 19 Ivan Ristovski – 4 Djibril N´Diaye (61./10 André Stratmann), 9 Benjamin Fraunholz (46./12 Thomas Hildebrandt)

Tore: 1:0 Jendrossek (39.), 2:0 Bochmann (52.), 2:1 Racko (90.)

Gelbe Karten: Jordan - Engler

Rote Karte: Ivan Ristovski (Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Lutz Rosenkranz (Plauen)

Stadion an der Gellertstraße: 367 Zuschauer