19. Spieltag

FSV Zwickau - 1. FC Lok 1:1 (1:1)

Ristovski (li.) und Stratmann (re.) bejubeln mit Christoph Schulz die Führung. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Erfolgreicher Punktspielstart ins Jahr 2012 für Oberligist 1. FC Lokomotive Leipzig. Beim Spitzenreiter FSV Zwickau gab es mit einem 1:1 (1:1) Unentschieden einen verdienten Punkt vor 1.755 Zuschauern im Sportforum Eckersbach. Die Truppe von Trainer Willi Kronhardt ging durch einen abgefälschten Schuss von „Dauerläufer" Christoph Schulz in Front (28.), FSV-Stürmer Steffen Kellig konnte aber noch vor der Pause ausgleichen (42.). Bitter: Neun Minuten vor Schluss musste Rico Engler wegen einer Notbremse vom Platz.

Lok-Coach Willi Kronhardt baute im Kasten auf Neuzugang Christoph Gäng und in der Vierer-Abwehrkette auf Kapitän Jens Werner, Markus Krug, Neuzugang Kevin Kittler sowie Talent Tino Schulze. Da Felix Bachmann (Grippe) noch geschwächt war, durfte Rico Engler im rechten Mittelfeld ran. Neben Engler agierten Albrecht Brumme, Sebastian Seifert und auf Links Ivan Ristovski. Das Sturmduo bildeten Schulz und Neuzugang André Stratmann. Die erste Chance nach nicht einmal 180 Sekunden besaß aber der Gastgeber aus Zwickau durch Manuel Stiefel, der aus 20 Meter über den Lok-Kasten schoss. In der 17. Minute plötzliche die dicke Chance zur Lok-Führung. FSV-Keeper Norman Wohlfeld trat in den Rasen. Das Leder landete bei Schulz, der für Stratmann auflegte - doch dessen Schuss von der Strafraumgrenze konnte der zurück geeilte Trehkopf vor der Linie klären. Dann wieder Zwickau: Baumann kam von links zum Schuss, aber die Kugel ging knapp rechts vorbei. Glück gehabt! Dann die 28. Minute: Schulz tankte sich im Strafraum durch, schoss aus 9 Metern - der Ball wurde durch Baumann unhaltbar abgefälscht und ging zur Freude der 300 mitgereisten Lok-Fans zum 1:0 ins linke, untere Eck. Auf der Gegenseite versuchte Baumann seinen Fehler per Kopf wieder gut zu machen, aber Gäng rettete zur Ecke (31.). Besser lief es zehn Minuten später für den Spitzenreiter. Gäng rettete zunächst nach einer Ecke aus dem Gewühl, doch beim Nachschuss von Torjäger Kellig aus 11 Metern hatte er keine Chance - 1:1. Kurz vor der Pause noch mal die Loksche: Engler setzte sich auf rechts durch, aber Wohlfeld im FSV-Kasten rettete aus 9 Metern zur Ecke.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Chance für Zwickaus Luge aus 9 Metern, aber wieder war Gäng zur Stelle, der nur bei einigen Abstößen Probleme hatte (48.). Wie in Minute 53: Ein verunglückter Gäng-Abschlag landete vor den Füßen von Kellig, doch bei dessen Schuss aus 16 Metern machte der neue Lok-Schlussmann seinen Fehler wieder gut. Zehn Minuten später ein stark ausgespielter Lok-Konter: Schulz sprintete bis zur Grundlinie, flankte von rechts - am langen Pfosten lauerte Neuzugang Stratmann, der aber aus drei Metern am linken Pfosten vorbei köpfte. Das war die dicke Chance zur Führung! Die Schlussphase gehörte dann fast nur noch Zwickau. Zunächst bediente Luge Kellig, der aber aus 16 Metern in Gäng seinen Meister fand (71.) Dann probierte es Frick aus 17 Metern, aber wieder Gäng (77.). Sekunden zuvor mal zur Abwechslung die Blau-Gelben: Der starke Schulze brachte eine Eingabe von rechts, aber Brodkorb köpfte aus fünf Metern drüber. Letzte erwähnenswerte Szene in der 81. Minute: Der sonst bärenstarke Jens Werner vertändelte die Kugel, der eingewechselte Laskowski war plötzlich frei durch - und Engler konnte den Stürmer nur noch mit einer Notbremse stoppen. Schiri Dirk Simon zückte sofort Rot.

Ein verdienter Punkterfolgt für den 1. FC Lok, der mit viel frischem Wind in Zwickau auflief. Dies macht Hoffnung, dass die Aufholjagd am Ende Erfolg haben kann. Am nächsten Freitag (19:30 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt II hat die Loksche gleich die erste Chance, einen Sieg einzufahren. Tickets gibt es ab Montag im Fanshop in der Prager Straße 230.

FSV Zwickau: 26 Norman Wohlfeld - 4 Robert Paul, 20 Marcel Trehkopf, 5 Mike Baumann, 17 Benjamin Fuß - 8 Manuel Stiefel, 7 Torsten Ziegner (81./18 Maik Strobel) - 24 André Luge, 13 Marco Wölfel, 19 Davy Frick (85./21 Christian Hauser) - 9 Steffen Kellig (75./10 Jörg Laskowski)

1. FC Lok: 1 Christopher Gäng - 11 Tino Schulze, 13 Kevin Kittler, 3 Markus Krug (53./5 Felix Bachmann), 8 Jens Werner - 19 Ivan Ristovski, 14 Albrecht Brumme (58./25 Marcus Brodkorb), 15 Sebastian Seifert, 21 Rico Engler - 6 Christoph Schulz, 10 André Stratmann (68./4 Djibril N´Diaye)

Tore: 0:1 Schulz (30.), 1:1 Kellig (43.)

Gelbe Karten: Trehkopf - Krug, Brumme, Engler

Rote Karte: Engler (82./Notbremse)

Schiedsrichter: Dirk Simon (Merseburg)

Sportforum Eckersbach: 1.755 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe