5. Spieltag

Rot-Weiß Erfurt II - 1. FC Lok 0:4 (0:4)

Vier große Steine fielen den Lok-Spielern am Freitag vom Herzen. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Der 1. FC Lok hat den berühmt-berüchtigten Bock endlich umgestoßen und bei Rot-Weiß Erfurt II mit 4:0 gewonnen. Djibril N'Diaye (12./36.) und Benjamin Fraunholz (28./43.) stellten schon vor der Pause den Endstand her. In der zweiten Halbzeit hatte der FCL noch einige Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen. Erfurt wachte erst gegen Ende der Partie auf - viel zu spät, sodass der Sieg der Loksche auch in der Höhe vollkommen verdient war.

Mike Sadlo hatte bis auf den verletzten Raik Hildebrandt alle Spieler an Bord und ließ fast dieselbe Elf auflaufen, die vor zwei Wochen gegen Zwickau so enttäuscht hatte. Einzig Markus Krug rückte auf der Innenverteidiger-Position für Marcus Brodkorb in die Mannschaft. Und Krug hatte auch gleich die erste große Einschussmöglichkeit, aber sein Kopfball nach Görke-Freistoß ging knapp am Kasten vorbei (2.). Dann eine Schrecksekunde, als Erfurt plötzlich in Überzahl vorm Tor von Dolecek auftauchte, aber der Flachschuss von Morozow strich knapp am linken Eck vorbei. Danach nur noch die Loksche am Drücker - mit durchschlagendem Erfolg: Nach einer Görke Ecke verlängerte Fraunholz, N´Diaye war zur Stelle und schoss aus zehn Metern ein (12.). Auch die verletzungsbedingte Auswechslung von Kapitän Thorsten Görke - für ihn kam Filip Racko (14.) - ließ den Spielfluss nicht abebben. Schon in der 28. Minute klingelte es wieder im Erfurter Tor: Felix Bachmann setzte sich schön auf rechts durch, seine Flanke verpasste Racko, aber dahinter lauerte Fraunholz, der zum 2:0 einschob. Der nächste Streich folgte in Minute 36, als Sebastian Seifert einen öffnenden Pass auf Martin Schuster spielte. Dessen Flanke fand den Kopf von N'Diaye - 3:0. Kurz vor der Pause erhöhte Fraunholz nach einem kapitalen Erfurter Abwehrschnitzer aus Nahdistanz zum 4:0. Wann hat es das zuletzt gegeben? Zudem hatte die Loksche noch weitere Chancen durch Fraunholz (42./Schuss von der Strafraumgrenze) und Schuster (43./Direktabnahme aus 20 Metern).

Die zweite Halbzeit ging so weiter, wie die erste aufgehört hatte. Ein Lok-Konter nach dem anderen rollte aufs Erfurter Gehäuse zu - nur Tore wollten nicht mehr fallen. Nach Seifert-Flanke, scheiterte N'Diaye am Erfurter Keeper Kallenbach (51.), zwei Minuten später auch Bachmann nach Solo und Fraunholz im Nachschuss. Noch einmal zwei Minuten danach zog Benedikt Seipel auf links auf und davon, Bachmann verpasste seine Hereingabe nur um Zentimeter. In der 61. Minute war Jens Werner auf und davon, wurde aber kurz vorm Tor abgeblockt, in der 63. Minute scheiterten Racko und Bachmann. Und so ging es weiter: In der 73. Minute schickte N´Diaye den eingewechselten Rico Engler, der selbst den Abschluss suchte und an Kallenbach scheiterte - hätte er nach innen gelegt, hätten N'Diaye und Albrecht Brumme ausknobeln können, wer ins leere Tor schiebt. Auch Brumme (75.) und nochmals N'Diaye (80.) versuchten sich am fünften Tor, scheiterten aber wiederum an Kallenbach. Erfurt war erst in der letzten Viertelstunde gefährlich, als drei Standards von Tommy Kind - nicht verwandt oder verschwägert mit dem in Meuselwitz spielenden Lok-Gewächs - Gefahr im Lok-Strafraum brachten (77./79./82.).

Unterm Strich war dieser erste Sieg der Saison hoch verdient, hätte bei besserer Chancen-Verwertung auch noch deutlicher ausfallen können. Nun gilt es, nicht in Euphorie zu verfallen, konzentriert in die kommende Woche zu gehen und am Freitag gegen Aufsteiger Grün-Weiß Piesteritz (19 Uhr, Bruno-Plache-Stadion) nachzuwaschen.

Rot-Weiß Erfurt II: 12 Kallenbach - 9 Langner, 22 Rahn, 17 Kind, 7 Drizis (46./15 Cobby) - 13 Odenwald, 16 Martinez, 18 Jurascheck (46./6 Fisher), 2 Paradies, 8 Morozow - 11 Hauck

1. FC Lok: 1 Martin Dolecek - 12 Martin Schuster, 3 Markus Krug, 23 Markus Saalbach, 8 Jens Werner - 5 Felix Bachmann, 15 Sebastian Seifert, 17 Thorsten Görke (14./7 Filip Racko), 2 Benedikt Seipel (71./14 Albrecht Brumme) - 4 Djibril N´Diaye, 9 Benjamin Fraunholz (62./21 Rico Engler)

Tore: 0:1 N'Diaye (12.), 0:2 Fraunholz (28.), 0:3 N'Diaye (36.), 0:4 Fraunholz (43.)

Gelbe Karten: Langner, Odenwald, Rahn - Saalbach

Sportforum Grubenstraße: 545 Zuschauer (davon ca. 150 Lokfans)

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe