9. Spieltag

FSV Wacker Gotha - 1. FC Lok 0:5 (0:3)

"Bene" Seipel (l.) war mit vier Toren Mann des Spiels. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Nach der 0:5-Niederlage in Aue hat der 1. FC Lok Wiedergutmachung nach Lehrbuch betrieben: Mit 5:0 fegte die Truppe von Mike Sadlo Wacker Gotha vom Platz. Benedikt Seipel war dabei der Mann des Tages. Erst gelang „Bene" ein lupenreiner Hattrick (6./16./36.), dann schob er in der 75. Minute zum 4:0 ein. Den Schlusspunkt setzte Albrecht Brumme in der 84. Minute mit einem Abstaubertor.

Mike Sadlo hatte seine Startelf im Vergleich zum Aue-Spiel ordentlich durcheinander gewirbelt, sowohl was Namen als auch was die Positionen betraf. Im Tor stand Boris Jovanovic für den gesperrten Martin Dolecek. Auch in der Abwehr viel Bewegung: Innenverteidiger waren Kapitän Thorsten Görke und Martin Schuster, rechts durfte Felix Bachmann ran, links spielte wie zuletzt immer Jens Werner. Im Mittelfeld neben dem zuletzt angeschlagenen Benedikt Seipel auf rechts auch Albrecht Brumme, der zusammen mit Sebastian Seifert eine Doppelsechs bildete und Andreas Streubel. Hinter der einzigen Spitze Djibril N´Diaye zudem Ivan Ristovski. Und Lok legte gleich los wie die Feuerwehr: Nachdem Wacker-Torwart Behnke sich verschätzt hatte, passte Seifert auf Seipel, der den Ball aus 25 Metern wunderbar ins verwaiste Tor schlenzte (6.). Und so ging es weiter. Zwar verfehlte Martin Schusters leicht abgefälschter Volleyschuss aus 20 Metern noch knapp den Kasten, aber Seipel machte es nach Ristovski-Pass besser und schloss zum 2:0 ab (16.). In der 33. Minute verpasste „Dieter" N´Diaye knapp per Kopf, also musste wieder Seipel zeigen wie es geht: Nach Vorlage von N´Diaye schoss er von der Strafraumgrenze trocken zum 3:0 ein. Vor der Pause hatten noch Jens Werner - völlig frei vorm Tor nach schönem Pass von Sebastian Seifert (39.) - und N´Diaye nach Solo (43.) die Chance zu erhöhen, aber es blieb beim 3:0.

Nach der Pause war die Loksche nun in erster Linie bedacht, den Ball sicher in den eigenen Reihen und so den Vorsprung zu halten. Der FCL deswegen nicht mehr so stürmisch wie in Halbzeit eins, aber weiter das bessere Team und mit einer Chance durch Engler (67.). In der 69. Minute folgte dann das erste und einzige echte Offensiv-Lebenszeichen der Gastgeber, aber Kubirskes Schuss wehrte der „Hecht" Boris Jovanovic sehenswert ab. Danach spielte wieder nur Lok, das durch Seipels viertes Tor (75./nach Balleroberung umkurvte er Torwart Behnke und schob ein) und einen Treffer von Albrecht Brumme (84./drückte einen Schuss von Jiri Masek über die Linie) letztlich mit 5:0 gewann. Zwischendurch sah Gothas Habichhorst Gelb-Rot, am Ende hatte Rico Engler (90.) das 6:0 auf dem Fuss, krönte ein Solo durch den gegnerischen Strafraum jedoch nicht mit einem Treffer.

Wiedergutmachung gelungen: Mit 5:0 wurde Wacker Gotha - auch in der Höhe verdient - abgefertigt. Der FCL war den - zugegeben schwachen - Thüringern in allen Bereichen überlegen. So konnten die Blau-Gelben nicht nur drei Punkte mitnehmen, sondern auch was fürs Torverhältnis tun. Hoffentlich reicht das Selbstvertrauen bis zum nächsten Freitag: Dann tritt der 1. FC Lok um 19.30 Uhr im Bruno-Plache-Stadion gegen den FSV Luckenwalde an - drei weitere Punkte würden den Blick wohl endgültig wieder nach oben richten.


Mike Sadlo: „Wir sind früh mit 2:0 in Führung gegangen, haben das Spiel dann über weite Strecken kontrolliert und weiter nachgelegt. Ein Faktor für den Sieg war heute unsere Ballsicherheit, heraus heben muss man natürlich Benedikt Seipel. In der nächsten Woche gegen Luckenwalde müssen wir wieder genauso konzentriert zu Werke gehen, die fünf Tore von heute zählen dann genauso wenig, wie die fünf Gegentore in Aue heute gezählt haben."

1. FC Lok: 20 Boris Jovanovic - 5 Felix Bachmann, 12 Martin Schuster, 17 Thorsten Görke (81./25 Marcus Brodkorb), 8 Jens Werner - 2 Benedikt Seipel, 14 Albrecht Brumme, 15 Sebastian Seifert, 22 Andreas Streubel - 19 Ivan Ristovski (62./21 Rico Engler) - 4 Djibril N´Diaye (83./18 Jiri Masek)

Wacker Gotha: 1 Rainer Behnke - 4 Danny Wochnik, 17 Christian Heim, 11 Bastian Bischof, 5 Tim Fischer (40./8 Sascha Strauss) - 6 Marian Spanier, 21 Michael Habichhorst - 15 Stephan Kubirske, 7 Andy Brandau, 22 Oliver Göschick - 13 Norris Höhn

Tore: 0:1/0:2/0:3/0:4 Seipel (6./16./36./75.), 0:5 Brumme (84.)

Gelbe Karten: Habichhorst - Ristovski, Brumme

Gelb-Rote Karte: Habichhorst

Schiedrichter: Frank Hildebrandt (Nebra)

Volkspark-Stadion: 411 Zuschauer

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe