Achtelfinale

FSV Zwickau - 1. FC Lok 2:1 (0:0)

Boris Jovanovic musste einige Male Kopf und Kragen riskieren, hier gegen Robert Paul. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Der 1. FC Lokomotive Leipzig verlor am Buß- und Bettag das Landespokal-Achtelfinale bei Oberliga-Spitzenreiter FSV Zwickau mit 1:2 (0:0). Vor 2.317 Zuschauern im Sportforum Eckersbach (darunter 330 Lok-Fans im ausverkauften Gästeblock) dominierten die Zwickauer insbesondere den ersten Durchgang, scheiterten aber immer wieder an Lok-Ersatzkeeper Boris Jovanovic. In der 60. Minute knackte Marco Wölfel die Lok-Abwehr. Bitter: Fünf Minuten vor Schluss köpfte Joker Djibril N´Diaye zum 1:1-Ausgleich ein. Aber direkt im Gegenzug erzielte Jörg Laskowski den Siegtreffer für die Westsachsen.

Lok-Trainer Mike Sadlo musste kurzfristig auf den angeschlagenen Stammkeeper Martin Dolecek, Stürmer Jiri Masek (Leiste) sowie Andreas Streubel verzichten. Dazu fehlte Techniker Ivan Ristovski im offensiven Mittelfeld und Publikumsliebling Djbril „Dieter" N´Diaye nahm wegen Rückenproblemen nur auf der Bank Platz. So erhielt Christoph Schulz auf der linken Außenbahn wieder eine Chance und im Angriff durfte Benjamin Fraunholz neben Rico Engler ran. Der Gastgeber musste unter anderem auf Steffen Kellig (Rücken) verzichten. So musste Abwehrmann Mike Baumann im Angriff aushelfen. Zwickau beherrschte dennoch das Spielgeschehen. So musste Jovanovic bereits in der 14. Minute gegen Luge Kopf und Kragen auf der linken Außenbahn riskieren - sah von Schiri Albert dafür Gelb. Sechs Minuten später parierte der Lok-Schlussmann einen Kopfball von Robert Paul aus sechs Metern. Sekunden später zieht Marcel Trehkopf aus 14 Metern ab - drüber! Dann die größte FSV-Chance: Der umsichtige Torsten Ziegner brachte einen Freistoß von rechts in den Strafraum, wo Davy Frick lauerte - doch aus 12 Metern zischte das Leder um Zentimeter am rechten Außenpfosten vorbei. Drei Minuten später warf sich Jovanovic (nach Ziegner-Freistoß) in einen 14-Meter-Knaller von FSV-Kapitän Schumann. Zwickau klar spielbestimmend - und in der 28. Minute mit der dicksten Chance zur Führung. Der gelernte Abwehrmann Mike Baumann taucht plötzlich völlig frei vor Jovanovic auf - der Lok-Keeper blieb cool und parierte aus 12 Metern. Von der Lok-Offensive in Durchgang eins war erst nach 35 Minuten etwas zu sehen, als sich Bachmann probierte (sicher pariert von Kallisch). Mit einem aus Leipziger Sicht glücklichen 0:0 ging´s in die Pause.

In Durchgang zwei kämpften sich die Gäste aus der Messestadt besser in die Partie, aber ohne wirklich Torgefahr auszustrahlen. Statt dessen traf Zwickau: Frick brachte eine Flanke von rechts in die Strafraummitte, Jovanovic konnte nur fasuten - der Abpraller landete genau vor den Füßen von Wölfel, der aus 14 Metern in die linke Ecke zur (insgesamt verdienten) Führung für den FSV traf. Die Truppe von Mike Sadlo musste nun langsam aufmachen - spätestens nach der Verletzung von Innenverteidiger Martin Schuster warf die „Loksche" alles nach vorn. Und dies wurde belohnt: In der 85. Minute segelte ein Görke-Freistoß von rechts Richtung langen Pfosten. Dort steigt Joker Djibril N´Diaye am höchsten und nickte auf 7 Metern zum umjubelten 1:1-Ausgleich ein. Eine Verlängerung bahnte sich im „Gefrierschrank" Eckersbach (0 Grad) an - aber nur für wenige Sekunden. Im direkten Gegenzug tankte sich Wölfel auf rechts bis zur Grundlinie durch und passte in die Mitte, so dass Laskowski aus 11 Metern ins linke Eck zum 1:2-Endstand aus Leipziger-Sicht einschob. Doppelt bitter: Dabei verletzte sich Bachmann auch noch am Sprunggelenk.

Nach dem Achtelfinal-Aus kann sich der 1. FC Lok nun vollständig auf die Oberliga konzentrieren. Dort wartet am Samstag (13:30 Uhr) im Bruno-Plache-Stadion die Reserve von Carl Zeiss Jena. Ob Martin Schuster und Felix Bachmann, die sich heute beide verletzten, dann dabei sein können, wird sich erst in den nächsten Tagen entscheiden.

FSV Zwickau: 1 Denny Kallisch - 11 Stefan Schumann, 20 Marcel Trehkopf, 17 Benjamin Fuß, 8 Manuel Stiefel - 4 Robert Paul, 7 Torsten Ziegner, 24 Andre Luge, 19 Davy Frick (ab 89. 2 Axel Fuchsenthaler), - 5 Mike Baumann (ab 57. 10 Jörg Laskowski) und 13 Marco Wölfel (ab 90.+1 18 Maik Strobel)

1. FC Lok: 20 Boris Jovanovic - 8 Jens Werner, 17 Thorsten Görke, 12 Martin Schuster (ab 72. 25 Marcus Brodkorb), 5 Felix Bachmann - 2 Benedikt Seipel, 14 Albrecht Brumme (ab 62. 7 Filip Racko), 15 Sebastian Seifert, 6 Christoph Schulz - 21 Rico Engler, 9 Benjamin Fraunholz (ab 57. 4 Djibril N´Diaye)

Tore: 1:0 Wölfel (60.), 1:1 N´Diaye (85.), 2:1 Laskowski (86.)

Gelbe Karten: Trehkopf, Stiefel - Jovanovic, Seifert, Schulz, Görke, Werner

Sportforum Eckersbach: 2.317 Zuschauer

Schiedsrichter: Lars Albert