11. Spieltag

1. FC Lok - FSV Optik Rathenow 0:2 (0:2)

Das 0:1 für die Gäste aus Rathenow. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Im Kampf um den Regionalliga-Verbleib hat der 1. FC Lok Leipzig einen Rückschlag hinnehmen müssen: Gegen den zuvor punktgleichen FSV Optik Rathenow unterlagen die Blau-Gelben vor 2.142 Zuschauern auf eigenem Platz mit 0:2 (0:2).

Die erste Chance gehörte zunächst Lok. Rico Engler zog über halbrechts davon, seinen Schuss aufs lange Eck lenkte der Torhüter aber um den Pfosten. Rathenow deutete danach bei Eckbällen seine Gefährlichkeit an und ging nach einer Viertelstunde auch durch eine Standardsituation in Führung. Bei einer Flanke in den Strafraum faustete Torhüter Lukas Wurster, eine Woche zuvor noch der Held gegen Magdeburg, den Rathenower Angreifer unglücklich an und der Ball trudelte ins Tor. In der Folgezeit war Lok um Tempo und Kombinationsspiel bemüht und zeigte auch phasenweise ansehnliche Ballstafetten, irgendwann aber schlich sich stets ein Fehlabspiel ein und der gute Ansatz war dahin. Klare Chancen kamen so gar nicht zustande. Erst kurz vor der Pause wurde ein weiter Einwurf von Christoph Schulz gefährlich verlängert, trudelte dann aber an Freund und Feind und auch am langen Pfosten vorbei. Den direkten Gegenzug nutzte Rathenow zum Konter und traf mit dem Halbzeitpfiff zum 0:2.

Nach dem Seitenwechsel standen die Gäste kompakt hinten drin und beschränkten sich fast ausschließlich auf das Verteidigen der Führung. So hatte Lok sehr viel Ballbesitz, kam aber kaum zu Chancen. Nur zwei Distanzschüsse der eingewechselten Fatih Alemdar (51.) und Kevin Walthier (69.) sowie ein Kopfball Walthiers (72.) sorgten für Torgefahr. Bei einer Reihe von Flanken hatte Rathenow die Lufthoheit. So konnte Lok die Gäste zu keinem Zeitpunkt mehr ernsthaft in Gefahr bringen. Nach einer überzogenen roten Karte gegen Kevin Kittler musste Lok die Schlussviertelstunde sogar in Unterzahl bestreiten.

Trainerstimmen:

Marco Rose: "Ich bin sehr enttäuscht über die Art und Weise der Niederlage. Fünf, sechs Spieler dachten anfangs wohl, es geht heute mit ein paar Prozent weniger. Im Spiel dann noch den Schalter umzulegen ist schwer. Zum wiederholten Mal haben wir nach einem Rückstand die Ordnung verloren und so das 0:2 kassiert, statt ruhig weiter zu spielen."

Ingo Kahlisch: "Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können, haben kompakt gestanden und nicht unverdient gewonnen."

1. FC Lok: Wurster – Werner, Krug, Kittler, Seifert – Brumme, Theodosiadis, Spahiu, Grandner (81. Seipel) – Schulz (60. Walthier), Engler (46. Alemdar)

Tore: 0:1 Scholz (15.), 0:2 Kapan (45.)

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe