13. Spieltag

1. FC Lok - VfB Auerbach 1:0 (0:0)

Torschütze Steve Rolleder nach dem 1:0 begraben im Jubel seiner Kollegen. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Durch einen hart erkämpften, aber verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen den VfB Auerbach hat sich der 1. FC Lok ein wenig Luft im Kampf um den Ligaverbleib verschafft. Es war zugleich im neunten Aufeinandertreffen mit den Vogtländern der erste Sieg überhaupt.

Lok bemühte sich im ersten Durchgang um die Spielkontrolle und hatte auch mehr Ballbesitz als der Gast, das Geschehen spielte sich aber zumeist weit entfernt von den Strafräumen ab. Die erste im Ansatz gefährliche Aktion resultierte aus einem Konter der Blau-Gelben, die Flanke von Fatih Alemdar traf Patrick Grandner bei seiner Direktabnahme aber nicht sauber (18. Min.). Da beide Teams das Risiko scheuten und vor allem bestrebt waren, nach Ballverlusten schnell wieder kompakt zu verteidigen, blieben Torszenen Mangelware. Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause erhöhte Lok den Druck. Ein Kopfball konnte im Gewühl aber nicht verwertet werden (39.) und Steve Rolleder zwang den Auerbacher Schlussmann nach einem zu kurzen Rückpass zwar in einen Pressschlag, der Keeper konnte aber im zweiten Anlauf vor Rolleder klären (42.).

Zum zweiten Durchgang kam Lok mit viel Biss aus der Kabine, gewann mehr Zweikämpfe und eroberte so schon in der gegnerischen Hälfte viele Bälle. Chancen gab es für Fatih Alemdar (53.), Albrecht Brumme (56./Lattenkopfball) und Steve Rolleder (75.). Auerbach zeigte keinerlei Offensivbemühungen und schließlich wurde Lok belohnt. Albert Spahiu hielt den Ball mit so viel Einsatz im Spiel, dass er in eine Bande krachte. Der eingewechselte Kevin Walthier nahm das Spielgerät auf und passte zu Steve Rolleder, der sich durch eine herrliche Drehung vom Gegenspieler löste und aus zentraler Position zur umjubelten Führung einschoss. Kurz darauf hatte Patrick Grandner die Entscheidung auf dem Fuß (83.). Dass er aus zehn Metern Torentfernung knapp das lange Eck verfehlte rächte sich nicht, da es Auerbach zwar noch einmal mit der Brechstange versuchte, an diesem Tag aber wenig zustande brachte.

Trainerstimmen:

Marco Rose (Lok): "Das war ein unglaublich wichtiger Sieg für uns. Vor der Pause haben wir etwas zu zaghaft die Offensive gesucht. Insgesamt war es aber eine gesunde Mischung aus Geduld, kompakter Verteidigung und Spiel nach vorne."

Steffen Dünger (Auerbach): "Wir sind sehr leichtsinnig mit unserer guten Ausgangslage vor dem Spiel umgegangen. Unser Spiel nach vorne war mut- und willenlos. Wir hatten in 90 Minuten keine echte Torchance. Leipzig hat einen Tick mehr investiert."


1. FC Lok: Wurster – Werner, Krug, Theodosiadis, Seifert – Brumme, Hildebrandt, Grandner, Alemdar (67. Walthier) – Spahiu (86. Schulz), Rolleder (89. Oechsner)

Tor: 1:0 Rolleder (77.)

Zuschauer: 1.750

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe