15. Spieltag

1. FC Lok - VFC Plauen 2:2 (1:0)

Christopher Gäng konnte bei den Gegentoren nichts machen. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Trotz einer 2:0-Führung musste sich der 1. FC Lok Leipzig im Nachholspiel gegen den VFC Plauen vor einer stattlichen Kulisse von 3.907 Zuschauern mit einer 2:2 (1:0)-Punkteteilung begnügen.

Die ohne die verletzten bzw. gesperrten Kittler, Seifert und Theodosiadis angetretenen Leipziger erwischten einen Start nach Maß und gingen früh in Führung, als Steve Rolleder nach einer Flanke von der rechten Seite schnell reagierte und den Ball flach neben dem linken Pfosten ins Netz bugsierte. In einer chancenarmen ersten Hälfte hatte Lok optische Vorteile. Plauen kam nur zu einer Chance: Ein Kopfball aus Nahdistanz war zu unplatziert und wurde eine sichere Beute von Torhüter Christopher Gäng (34. Min.). Kurz vor der Pause zirkelte Kevin Walthier einen Lok-Freistoß nur haarscharf am Plauener Tor vorbei.

Nach Wiederanpfiff häuften sich die Lok-Chancen. Erst verfehlte Rolleder das Tor nach einer Eingabe von Albert Spahiu (48.). Dann brachte Rolleder das Leder bei einer Zwei-gegen-eins-Situation vor dem gegnerischen Strafraum nicht optimal auf den Fuß des mitgelaufenen Walthier (54.). Nachdem der Gäste-Schlussmann einen fulminanten Spahiu-Schuss gerade noch abwehren konnte (59.), führte die anschließende Ecke zum längst überfälligen 2:0. Die Hereingabe landete zunächst abgefälscht an der Querlatte und Neuzugang Ronny Surma drückte die Kugel aus Nahdistanz über die Linie.

In der Folgezeit versäumte es Lok, energischer auf das dritte Tor zu spielen. Stattdessen witterten die bis dahin weitgehend harmlosen Gäste wieder Morgenluft, als Unglücksrabe Markus Krug den Ball per Kopf zum eigenen Torhüter zurück spielen wollte, das Spielgerät aber nicht richtig traf und der dazwischen sprintende VFC-Angreifer zum 2:1 verkürzte. Lok war spürbar verunsichert und kassierte nur vier Minuten später nach einer Flanke in den eigenen Strafraum den Ausgleich. Nun lief bei den Blau-Gelben gar nichts mehr zusammen, Plauen konnte aus den zahlreichen Fehlpässen der Leipziger allerdings auch kein Kapital mehr schlagen.

1. FC Lok: Gäng – Grandner, Krug, Surma, Werner – Hildebrandt, Oechsner, Schulz (82. Engler), Walthier (74. Seipel) – Spahiu, Rolleder

Tore: 1:0 Rolleder (5.), 2:0 Surma (60.), 2:1 Schmidt (78.), 2:2 Hager (82.)

Trainerstimmen:

Marco Rose (Lok): "Mit dem 2:0 war das Spiel eigentlich entschieden, wir hätten es klar gewinnen müssen. Doch wie so oft haben wir einfache Fehler gemacht und uns davon beeindrucken lassen, die Körpersprache zeigte dies deutlich. Die Art und Weise unseres Auftretens war lange Zeit in Ordnung. Aber wir haben uns einmal mehr nicht belohnt."

Michael Hiemisch (VFC): "Lok hat mit dem 1:0 im Rücken das engagiertere Spiel gezeigt, wir waren zu ängstlich. Nach der Pause haben wir mit jungen Leuten sehr engagiert gespielt. Sicherlich fielen unsere Tore etwas glücklich. Danach hatten wir aber noch einige Überzahlsituationen und hätten mit mehr Cleverness sogar noch gewinnen können."

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe