2. Spieltag

1. FC Lok - Torgelower SV Greif 3:1 (1:1)

Die Torschützen Rico Engler und Fatih Alemdar. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Durch einen 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den Torgelower SV Greif hat der 1. FC Lok vor 2.762 Zuschauern eine erfolgreiche Heimpremiere gefeiert und die ersten drei Zähler in der Regionalliga eingefahren.

Dabei begann die Partie äußerst unglücklich für die Blau-Gelben: Nach einem langen Ball über die rechte Torgelower Angriffsseite flankte der schnelle Eser Keyser scharf in den Fünfmeterraum und traf den im Plache-Stadion noch bestens bekannten Djibril N’Diaye, der den Ball gegen den Oberkörper bekam und für seinen neuen Klub zum 0:1 über die Linie drückte. Der frühe Rückstand war nicht gerade förderlich für das Nervenkostüm der Leipziger. Lange Zeit lief wenig zusammen. Fast aus dem Nichts traf Fatih Alemdar zum Ausgleich, als er im Strafraum an den Ball kam, mit rechts einhakte und mit links einschoss. Dann verhinderte Christopher Gäng mit einer Glanztat den neuerlichen Rückstand (35. Min.). Kurz vor der Pause gab es noch zwei Möglichkeiten für Lok, doch Alemdar brachte beim Kopfball nicht genug Druck hinter den Ball (39.) und Markus Krugs Seitfallzieher touchierte nur das Lattenkreuz.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Lok und allen voran Rico Engler einen Start nach Maß. Zuerst köpfte Engler noch nach einer Flanke von der linken Seite knapp am Tor vorbei (47.). Nur 60 Sekunden später war Rico nach einem Pass von Jens Werner in den Strafraum zur Stelle und lupfte den Ball über den entgegen stürzenden Torhüter zur 2:1-Führung ins Netz. Wieder bloß eine Minute später kassierte Torgelow nach wiederholtem Foulspiel eine gelb-rote Karte. Für die endgültige Entscheidung sorgte erneut Rico Engler, der aus 20 Metern Torentfernung resolut abzog und den Ball zum 3:1 in den oberen linken Winkel jagte. Niemand einschließlich der Torgelower konnte sich vorstellen, dass die Gäste in Unterzahl noch zwei Tore aufholen würden - und so plätscherte die Partie ohne weitere Höhepunkte dem Schlusspfiff entgegen.

1. FC Lok: Gäng – Bachmann, Krug, Kittler, Theodosiadis (88. Stratmann) – Oechsner (33. Wendschuch), Seifert, Alemdar (74. Grandner), Werner – Schulz, Engler  

Tore: 0:1 N’Diaye (10.), 1:1 Alemdar (27.), 2:1 und 3:1 Engler (48., 59.)

Trainerstimmen:

Marco Rose: "Wir haben nervös gewirkt und fahrig begonnen. Wichtig war, dass wir drangeblieben sind auch als es nicht gut lief und dass wir das 1:1 erzwungen haben. Es war ein harter Kampf und die Jungs haben sich selbst belohnt."

Jürgen Decker: "Die Art und Weise der Niederlage ist enttäuschend. Wir haben uns in der ersten Hälfte gut verkauft, dann aber beim 1:1 regelrecht Pate gestanden. Der Feldverweis war dann zu viel für uns, danach hat es Leipzig gut runter gespielt."

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe