3. Spieltag

1. FC Lok - RasenBallsport Leipzig 1:3 (0:1)

Lok-Torschütze Fatih Alemdar. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Die Überraschung ist ausgeblieben: Nur eine knappe halbe Stunde lang konnte der 1.FC Lok in dem mit Spannung erwarteten Lokalderby gegen RasenBallsport Leipzig ein torloses Remis halten. Dann aber setzte sich der Liga-Krösus vor 24.795 Zuschauern (Regionalliga-Rekord!) mit 1:3 (0:1) durch.

Lok-Trainer Marco Rose hatte das zentrale Mittelfeld verstärkt, hier spielten Seifert, Krug und Wendschuch, dafür agierte Engler als einzige Spitze. RB hatte mehr Ballbesitz und bemühte sich, Druck zu erzeugen. Lok verteidigte dagegen kompakt und diszipliniert, konnte den Ball selbst aber selten über mehrere Stationen in den eigenen Reihen kontrollieren. So lebte das Spiel vor allem von der Taktik und der Spannung, auch wenn RB im Ansatz gefährliche Aktionen durch Frahn (14., 23.) und Röttger (21.) zu verzeichnen hatte. Gerade als sich Lok zum ersten Eckball nach vorne wagte, geschah das Verhängnis: RB-Keeper Coltorti pflückte die Flanke herunter und schlug weit ab. Seifert hatte den Ball vermeintlich sicher, ließ sich das Spielgerät aber vom lauernden Judt stibitzen, der über Gäng ins Netz lupfte (28.). Danach verschoben sich die Gewichte ein wenig: RB spielte nun verhaltener, Lok mit mehr Ballbesitz. Die einzige Chance vor der Pause besaß Engler, der nach feinem Zuspiel von Walthier in Bedrängnis aber nicht zum kontrollierten Abschluss kam (33.).

Schon zehn Minuten nach Wiederanpfiff machte Kutschke mit dem 0:2 die Hoffnungen der Lok-Fans zunichte. Beinah hätte es noch einmal spannend werden können, doch Englers Kopfball ging an den Pfosten (60.). Danach verwaltete RB die Führung. Lok mühte sich um eine Resultatsverbesserung, besaß aber nicht die Mittel, um den Lokalrivalen noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Lediglich ein 20 Meter Schuss von Walthier ging über den Kasten (83.). Stattdessen staubte auf der Gegenseite Rockenbach da Silva zum nun zu hoch ausgefallen 0:3 ab. In der Nachspielzeit gelang Alemdar wenigstens noch der Ehrentreffer für die tapfer kämpfende Lok-Elf.

Trainerstimmen:

Marco Rose: "Meine Mannschaft wollte und hat alles probiert. RB hat aber mehr individuelle Klasse und ist daher verdienter Sieger. Ein Dank an unsere Fans. Sie waren großartig und haben uns 90 Minuten unterstützt."

Alexander Zorniger: "Leipzig hat heute ein Fußballfest erlebt und ein gutes Spiel gesehen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Die Truppe hat Willen und Charakter gezeigt. Es gibt keinen Zweifel, dass der Sieg verdient ist."

Tore: 0:1 Judt (28.), 0:2 Kutschke (53.), 0:3 Rockenbach da Silva (86.), 1:3 Alemdar (90.)

1. FC Lok: Gäng – Bachmann, Krug, Kittler, Theodosiadis (79. Rolleder) – Wendschuch (59. Grandner), Seifert, Werner (67. Brumme), Alemdar, Walthier – Engler

RB: Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Judt – Kaiser, Heidinger (73. Schulz), Röttger (86. Ernst), R. da Silva – Frahn, Kutschke (81. Kammlott)

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe