4. Spieltag

1. FC Lok - FC Energie Cottbus II 0:1 (0:0)

Andy Wendschuch kommt zu spät: Gäste-Torwart Gladrow vereitelt auch diese Chance. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Lok muss weiter auf den zweiten Saisonsieg warten: Das Heimspiel gegen die 2. Mannschaft von Energie Cottbus vor 2.463 Zuschauern ging trotz guter erster Halbzeit mit 0:1 (0:0) verloren.

Lok begann erstmals mit Patrick Grandner und Steve Rolleder, die Gäste mit den Bundesliga-erfahrenen Martin Fenin und Alexander Ludwig. Nach einem Fehlpass von Kevin Kittler in der Vorwärtsbewegung kam Cottbus zur ersten Chance. Torhüter Christopher Gäng war aber bei dem 20-Meter-Schuss zur Stelle. Cottbus leistete sich erstaunlich viele Fehler im Spielaufbau und offenbarte die eine oder andere Lücke in der Abwehr. Lok hatte mehr vom Spiel und einige gute Möglichkeiten, allen voran Rico Engler. Der Stürmer setzte zuerst einen Volleyschuss knapp neben das Tor (12. Min.). Kurz darauf übersprintete er die Abwehr, schloss aber mit einem Verfolger dicht hinter sich zu unplatziert ab und schoss den Torhüter an (15.). Auf Flanke von Kevin Walthier war es erneut Engler, der im Fünfmeterraum zum Kopfball kam, aber über das Tor köpfte (26.). Einziges Lebenszeichen der Cottbusser in dieser Phase war ein gefährlich zum Tor geschnittener Freistoß, der dann aber von einem Angreifer deutlich am Gehäuse vorbei geköpft wurde (31). Felix Bachmann hatte die letzte Chance im ersten Durchgang. Seinen Flachschuss von der Strafraumgrenze konnte der Keeper gerade noch mit einer Hand zur Seite ablenken (39.). Dann hatte Energie Glück, dass der Schiedsrichter bei einem gelbwürdigen Foul des bereits verwarnten Rico Steinhauer Gnade vor Recht ergehen ließ (42.). Vorsorglich wurde der Übeltäter zur Pause ausgewechselt.

Der zweite Durchgang begann mit einem Pfostenschuss der Cottbusser (46.). Das Spiel war nun ausgeglichener. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzschnell um, kamen über den rechten Flügel und mit einer präzisen Flanke vor das Tor, wo Martin Fenin mit der Fußspitze vor Christopher Gäng am Ball war und zum 0:1 traf (59.). Auf der Gegenseite zirkelte Kevin Walthier einen Freistoß knapp am linken Pfosten vorbei (62.). Lok wirkte nun fahrig, Missverständnisse und Ballverluste häuften sich. Erst in der Schlussphase gelang es wieder, Druck aufzubauen. Die Chancen für Felix Bachmann (74., Distanzschuss knapp drüber), Andy Wendschuch (84., Schuss im Fall nicht scharf genug) und Albrecht Brumme (87., Flugkopfball vom Torwart pariert) fanden aber nicht ins Ziel.

1. FC Lok: Gäng – Bachmann, Krug (63. Wendschuch), Kittler, Theodosiadis – Seifert, Grandner (85. Brumme), Alemdar, Walthier – Engler, Rolleder (63. Spahiu) 

Stimmen:

Marco Rose (Lok-Trainer): "So ein Spiel darf man im Leben nicht verlieren! Wir haben eine Halbzeit lang agiert, Bälle erobert und Chancen gehabt. Dann ist uns ein Fehler unterlaufen, von dem wir uns zu sehr beeindrucken lassen haben."

Vasile Miriuta (Energie-Trainer): "Leipzig hat eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir hatten Glück, dass es zur Pause 0:0 stand. Unsere zweite Halbzeit war dann sehr gut."

Steve Rolleder (Lok): "Wir waren zu Beginn sehr aggressiv und Cottbus hatte Probleme. Was uns gefehlt hat, war in Führung zu gehen."

Martin Fenin (Energie): "Der Gegner war heute besser als wir. In der zweiten Halbzeit haben wir aber kämpferisch dagegen gehalten. Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben."

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Bilder: Bernd Scharfe