8. Spieltag

1. FC Lok - 1. FC Union Berlin II 0:5 (0:2)

Ratlose Lok-Spieler - jubelnde Unioner. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Durch eine ernüchternde 0:5 (0:2)-Heimniederlage gegen das bisherige Tabellenschlusslicht Union Berlin II sind die Herren des 1. FC Lok Leipzig um zwei Plätze auf den vorletzten Rang der NOFV-Regionalliga zurück gefallen.

Zu Beginn des Spiels war Lok um Ballkontrolle und Sicherheit bemüht, Torszenen waren Mangelware. Dann plötzlich schlug Union einen langen Ball, Verteidiger Alexandros Theodosiadis war dem Berliner Steven Skrzybski zwar dicht auf den Fersen, doch dieser kontrollierte den Ball gar nicht erst, sondern lupfte ihn direkt aus 20 Metern Torentfernung über Keeper Christopher Gäng hinweg zum überraschenden 0:1 ins Netz (19. Min.). Der Rückstand war für das Leipziger Nervenkostüm nicht förderlich. Wiederholt landeten Pässe im Niemandsland, was den Unmut der Zuschauer auf sich zog und bei den Spielern wiederum für weitere Verunsicherung sorgte. Aus einem Eckball resultierte dann gar das 0:2 durch Daniel Ujazdowski (35.). Erst kurz vor der Pause gab Raik Hildebrandt die ersten beiden Lok-Torschüsse überhaupt ab (42., 44.). Nun hatten die Leipziger auch noch Pech, dass bei den letzten zwei Aktionen vor dem Halbzeitpfiff zuerst Albert Spahius Kopfball auf der Linie abgewehrt wurde und danach ein abgefälschter Kopfball vom Innenpfosten ins Feld zurück sprang.

Auch nach dem Seitenwechsel bemühte sich Lok um den Anschlusstreffer. Einen Kopfball von Steve Rolleder lenkte Unions Schlussmann gerade noch mit den Fingerspitzen an die Querlatte (52.). Danach nahm Rolleder eine Eingabe mit Risiko direkt und schoss über den Kasten (58.). Kurz darauf ging ein Berliner Verteidiger im eigenen Strafraum mit der Hand zum Ball, trotz freier Sicht des Linienrichters blieb die Aktion ungeahndet (63.). Stattdessen kassierte Lok nach einem technischen Fehler im Mittelfeld einen Konter, der mit dem 0:3 bestraft wurde (70.). Zum Entsetzen der 2.349 Zuschauer mussten die demoralisierten Leipziger daraufhin binnen fünf Minuten zwei weitere Gegentreffer zum 0:5-Endstand hinnehmen.

"Erstmals in dieser Saison sind wir nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen", haderte Lok-Trainer Marco Rose. "Das war in allen Belangen zu wenig. Wir sind bei den Zweikämpfen ständig zu spät gekommen. Nur zwei Spieler hatten Normalform."

1. FC Lok: Gäng – Grandner, Krug, Theodosiadis, Seifert – Hildebrandt, Kittler (78. Oechsner), Spahiu, Walthier (68. Seipel) – Rolleder, Engler (38. Brumme)

Tore: 0:1 Skrzybski (19.), 0:2 Ujazdowski (35.), 0:3 Skrzybski (70.), 0:4 Ujazdowski (71.), 0:5 Skrzybski (75.)

Bilder

Bilder: Bernd Scharfe