Testspiel

1. FC Lok - Victoria Hamburg 2:2 (1:0)

Sebastian Seifert am Ball. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

In einem Freundschaftsspiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten trennte sich der 1. FC Lok vor 944 Zuschauern vom SC Victoria Hamburg mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden. Zuvor waren die offizielle Saisoneröffnung und die Einweihung eines Gedenksteins anlässlich der Meisterschaft 1903 begangen worden.

Durchgang eins ging klar an die gastgebenden Leipziger: Lok gelang gleich mit der ersten Chance die Führung. Kevin Walthier hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, seine Flanke wurde noch abgefälscht und kam nah vor der Torlinie wieder herunter. Nachdem André Stratmann den Ball beim ersten Kopfballduell noch nicht verwerten konnte war Fatih Alemdar zur Stelle und köpfte die Kugel aus Nahdistanz ins Netz.

Weitere Chancen boten sich Rico Engler, der beim Kopfstoß nicht mehr richtig hinter den Ball kam (21. Min.), Alexis Theodosiadis mit Schuss aus zentraler Position (33.) und Stratmann, der aber aus spitzem Winkel nicht mehr am Torhüter vorbei kam (37.). Die größte Möglichkeit zum Ausbau der Führung gab es nach Foul an Walthier durch einen Strafstoß, den Kapitän Kevin Kittler allerdings an die Querlatte setzte (42.). Fast mit dem Pausenpfiff wurde Lok-Keeper Christopher Gäng erstmals geprüft, konnte den Schuss aus rund 25 Metern Torentfernung aber zur Seite ablenken.

In der zweiten Hälfte war von Lok nicht mehr viel zu sehen, einzig ein etwas zu lässiger Schlenzer von Engler in aussichtsreicher Position war zu notieren (54.). Hamburg fand nun besser ins Spiel und hatte erste Chancen zu verbuchen (50., 58.). Kurios dann die Szene, als ein Victoria-Angreifer im Zweikampf mit Gäng schreiend zu Boden ging. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte missverständlich Richtung Elfmeterpunkt. Zur allgemeinen Erleichterung entschied er aber auf Freistoß für Lok (60.). Vier Minuten später klingelte es dann doch im Leipziger Tor, als Gäng aus spitzem Winkel getunnelt wurde. Die Partie verlief zunehmend hektisch und unsauber. Leider ließ sich Alemdar nach einem Schlag ins Gesicht zu einer Revancheaktion hinreißen und sah die rote Karte (69.).

Bezeichnend für die aus dem Tritt geratene Loksche war, dass ein missglückter Rückpass zum Torhüter fast im eigenen Netz landete (75.). Zu diesem Zeitpunkt überraschend gelang dann die erneute Führung. Der eingewechselte Christoph Schulz schickte Jens Werner steil. Als die Hamburger dessen Schuss auf der Linie klären wollten, war Schulz schon nachgerückt, wurde angeschossen und so zum Torschützen. Kurz vor Schluss glückte Hamburg nach einem Lupfer in den Lok-Strafraum doch noch der erneute Ausgleich.   

"Vor der Pause waren sehr viele Dinge in Ordnung. Wir haben uns Chancen erarbeitet und hätten höher führen müssen", fand Lok-Trainer Marco Rose. "Das Niveau zwischen der ersten und zweiten Hälfte war aber viel zu unterschiedlich. Fußballerisch und vom Verhalten her war die zweite Hälfte nicht in Ordnung."

Tore: 1:0 Alemdar (8.), 1:1 D’Urso (64.), 2:1 Schulz (76.), 2:2 Stilz (87.)

1. FC Lok: Gäng – Bachmann, Krug, Kittler, Theodosiadis – Oechsner, Seifert, Alemdar, Walthier (88. Bury) – Engler (59. Schulz), Stratmann (66. Werner)