10. Spieltag

TSG Neustrelitz - 1. FC Lok 2:0 (1:0)

Foto: Bernd Scharfe

Kein Klassenunterschied bei Niederlage in Neustrelitz
1. FC Lok unterliegt dem neuen Tabellenführer mit 0:2 und bleibt Schlusslicht

Im Vergleich zum Pokalspiel vor einer Woche baute CheftrainerHeiko Scholz seine Mannschaft auf drei Positionen um: Nicht in derStartelf waren Sebastian Dräger, Rico Engler und Raik Hildebrandt -dafür spielten Vadims Logins, Marcel Trojandt und der zuletzt gesperrteSteve Rolleder.

Gleich von Beginn an agierte die Loksche druckvoll und erkämpfte sichin der vierten Minute zwei dicke Chancen durch Markus Krug (Schuss aus15 Metern) und Steve Rolleder (Schuss aus spitzem Winkel). Neustrelitzdas erste Mal nach zehn Minuten gefährlich, aber Steven Braunsdorfwehrte einen Schuss von Velimir Jovanovic zur Ecke ab. Keine Chancehatte der Lok-Torhüter bei der nächsten TSG-Chance. Krug klärte einenEckball in die Mitte - dort drosch Skoda aus 25 Metern den Ball inslinke untere Eck. Wieder mal ein Gegentor Marke Tor des Monats - zumwievielten Mal in dieser Saison eigentlich? Lok war bei dieser Situationin Unterzahl, weil Rolleder mit stark blutender Platzwunde am Kopfgerade einen Turban umgebunden bekam. Lok steckte danach keinesfallsauf, drückte im Gegenteil auf den Ausgleich. Gute Chancen durch PatrickGrandner (30.) und Armin Kilz (44.), die beide aus kurzer Distanzscheiterten blieben jedoch ungenutzt.

Die abermalige Quittung für die vergebenen Möglichkeiten gab es inHälfte zwei, als Velimir Jovanovic nach einem Freistoß aus Nahdistanzabstauben konnte (59.). Der 1. FC Lok war danach weiterhin bemüht, dochnoch ein Tor zu schießen, blieb jedoch in den entscheidenden Situationenzu ungenau. Neustrelitz hingegen war durch Konter brandgefährlich undhatte mehrfach das 3:0 auf dem Fuß.

Fazit: Der 1. FC Lok hat das erwartet schwere Spiel bei der TSG Neustrelitz leider verloren. Die Mecklenburger klettern durch den achtenSieg in Folge an die Spitze der Tabelle, die Leipziger bleiben Schlusslicht. Ein Klassenunterschied war zwischen den Kontrahentenjedoch nicht zu erkennen - auch die Loksche hatte gute Möglichkeiten undbei einem etwas anderen Spielverlauf hätte die Partie auch ganz andersausgehen können. Das sollte Heiko Scholz und seiner Mannschaft Mut gebenfür die nächsten schweren Spiele, in denen Punkte realistischererscheinen als in Neustrelitz. Am kommenden Samstag (13:30 Uhr) gastiertder VFC Plauen (9.) im Bruno-Plache-Stadion, eine Woche später geht esnach Nordhausen (14.), bevor am Sonntag, 10. November (13:30 Uhr)Viktoria Berlin (12.) nach Leipzig kommt.

TSG Neustrelitz: 22 Daniel Bittner - 2 Lukas Novy, 3Christian Schönwälder, 4 Thomas Franke, 18 Markus Kaiser (71./7 DmytroFomin) - 6 Ingo Wunderlich (66./28 Christopher Mandiangu), 8 Kai Hempel,17 Christian Skoda, 9 Tony Fuchs - 20 Dino Medjedovic, 36 VelimirJovanovic

1. FC Lok: 1 Steven Braunsdorf - 8 Vadims Logins, 3Markus Krug, 13 Kevin Kittler, 24 Gino Böhne - 19 Patrick Grandner, 5Armin Kilz (63./16 Raik Hildebrandt), 15 Sebastian Seifert, 4 MarcelTrojandt (52./21 Rico Engler) - 22 Andy Wendschuch - 10 Steve Rolleder(79./11 Jorgo Nika)

Tore: 1:0 Skoda (24.), 2:0 Jovanovic (59.)

Gelbe Karten: Logins, Seifert, Wendschuch, Böhne

Parkstadion Neustrelitz: 1.022 Zuschauer

Stimmen zum Spiel:
Thomas Brdaric (Neustrelitz): "Wir sind an unsere Grenzen gegangen.Das mussten wir auch, um Lok zu schlagen. Wir hatten Glück, dass bei LokLeipzig die Chancenverwertung nicht so gut war. Mit dieser Leistungwird Lok nicht absteigen. Wir haben jetzt den achten Sieg in Folgegeschafft. Darauf können alle im Verein stolz sein."

Heiko Scholz (Lok Leipzig): "Wir haben in der ersten Halbzeit sehrgut gespielt, vor allem taktisch. Da müssen wir einfach in Führunggehen. Am Ende können wir uns nicht beklagen wenn es 3:0 oder 4:0ausgeht. Aber meine Jungs sind an ihre Grenzen gegangen. Deswegen könnenwir erhobenen Hauptes nach Hause fahren. So einen Sonntagsschuss wiebeim 1:0 kassiert eben nur der Tabellenletzte. Wenn man keine Toreschießt, kann man eben nicht gewinnen."

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Fotos: Bernd Scharfe