Testspiel

1. FC Lok - FC Rot-Weiß Erfurt 1:1 (0:0)

Auch die Nummerngirls mussten heute frieren. Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Im Testspiel gegen den Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt hat sich der 1. FC Lok achtbar aus der Affäre gezogen. Am Ende hieß es im Kühlschrank Bruno-Plache-Stadion 1:1 - dabei hätte die Lok die Partie durchaus auch gewinnen können.

Cheftrainer Heiko Scholz hatte vorher angekündigt, das Spiel als echten Test zu nutzen und allen Spielern eine Chance zu geben sich zu zeigen. Das schlug sich dann auch in der Aufstellung nieder. Neben Julien Latendresse im Tor spielten von Anfang an unter anderem auch Alexander Langner, der in einem Pflichtspiel noch gar nicht zum Einsatz kam oder die zuletzt lange verletzten und dann in der Zweiten zum Einsatz gekommenen Christoph Schulz und Gerald Muwanga. Erfurt keineswegs mit einer Reserve auf dem Feld, sondern mit vielen Stammspielern aus der Dritten Liga.

Einige Minuten brauchte die Loksche, um sich an das hohe Tempo der Erfurter beim Ballvortrag zu gewöhnen - dann war ein Klassenunterschied kaum noch erkennbar. Erfurt kombinationssicherer und mit einem guten Umkehrspiel, die Loksche dafür mit hoher Konzentration und Einsatz. Chancen gab es in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten einige, für den 1. FC Lok tat sich dabei vor allem Rico Engler hervor, mit dem die Erfurter Verteidiger so ihre Probleme hatten. Das Tor traf allerdings keiner der zahlreichen Schüsse auf beiden Seiten.

In der zweiten Halbzeit wechselte Heiko Scholz die komplette Mannschaft durch - aber auch diese Elf zeigte eine ansprechende Leistung. Die Chancen waren nicht mehr ganz so zahlreich wie in Hälfte eins, dafür zwingender. Für Lok hätte Franz Bochmann nach schönem Zuspiel von Sebastian Dräger freistehend treffen müssen, verzog aber aus zwölf Metern (60.). Besser machte es einige Minuten später Patrick Grandner nach Zuspiel von Bochmann. Überlegt schob Grandner aus 15 Metern flach ein - 1:0 für den Außenseiter. So hätte es auch am Ende heißen können. Nach einem Rückpass von Kevin Kittler auf Alexander Glaser gab es in der 81. Minute jedoch indirekten Freistoß. Der erste Schuss wurde von Glaser gehalten, der Nachschuss geblockt, der zweite Nachschuss von Okan Derici ging jedoch an Freund und Feind vorbei ins rechte Eck - der insgesamt verdiente Ausgleich.

Fazit: Die Mannschaft hat gegen einen guten Gegner gezeigt, dass sie durchaus mithalten kann und sich nicht verstecken braucht. Einen Punkt gibt es für das Unentschieden leider nicht - wohl aber das gute Gefühl, dass die heute aufgebotenen 22 Spieler eine gute Leistung abgeliefert haben. Am nächsten Wochenende geht es nach Magedeburg - vielleicht ist dort mit Laufbereitschaft, Einsatz und Kampf möglich, einen Punkt zu entführen.

1. FC Lok: 1 Julien Latendresse (65./20 Alexander Glaser) - 2 Dustin Scheibe (46./5 Armin Kilz), 3 Markus Krug (46./13 Kevin Kittler), 17 Gerald Muwanga (46./7 Nico Schönitz), 24 Gino Böhne (46./8 Vadims Logins) - 4 Marcel Trojandt (46./19 Patrick Grandner), 22 Andy Wendschuch (46./18 Sebastian Dräger), 15 Sebastian Seifert (46./16 Raik Hildebrandt), 6 Christoph Schulz (46./23 Franz Bochmann) - 21 Rico Engler (46./11 Jorgo Nika), 25 Alexander Langner (46./14 Christoph Schmidt)

Rot-Weiß Erfurt: 25 Philipp Klewin (46./31 Paul Büchel) - 17 Luka Odak (46./7 Niklas Kreuzer), 6 André Laurito (46./3 Johannes Bergmann), 5 Stefan Kleineheismann, 33 Rafael Czichos - 29 Andreas Wiegel (46./34 Marius Strangl), 22 Nils Pfingsten-Reddig (46./8 Okan Derici), 39 Maik Baumgarten (46./23 Marco Engelhardt), 36 Patrick Göbel (46./10 Aykut Öztürk) - 20 Jonas Nietfeld (46./13 Mario Fillinger), 9 Mjio Tunjic (58./19 Ramon Hoffmann)

Tore: 1:0 Grandner (74.), 1:1 Derici (81.) 

Schiedsrichter: Lutz Rosenkranz (Plauen)

Gelbe Karten: keine

Bruno-Plache-Stadion: 447 Zuschauer