5. Spieltag

Germania Halberstadt - 1. FC Lok 1:0 (0:0)

Foto: Bernd Scharfe

Für eine Niederlage zu gut, für einen Sieg nicht gut genug
1. FC Lok erkämpft sich einen Punkt gegen Germania Halberstadt

Im Kampf gegen den Abstieg hat der 1. FC Lok Leipzig erneut einen Punkt geholt. Gegen Germania Halberstadt hieß es am Ende 1:1. Philip Schubert hatte die Gäste per Foulelfmeter in Führung gebracht (79.), Steve Rolleder besorgte wenig später den Ausgleich (84.).


Bei der Aufstellung blieb Heiko Scholz konsequent bei der bisher zumeist gezeigten Linie: Keine Veränderung in der Startaufstellung, selbst auf der Bank nur ein Wechsel – für Rico Engler saß Gino Böhne dort. Halberstatdt nicht mehr mit Willi Kronhardt als verantwortlichem Coach: Der Fußball-Lehrer wurde unter der Woche geschasst, Co-Trainer Enrico Gerlach trug nun die Verantwortung. In der ersten Halbzeit entspann sich ein kampfbetontes, aber fußballerisch relativ niveauarmes Spiel. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Die beste Chance hatte Halberstadts Kapitän Mörck, der nach einer unübersichtlichen Situation den Außenpfosten traf (41.). Wenige Minuten später hätte Marzullo Patrick Grandner per Querpass gut in Szene setzen können, aber sein Abspiel kam zu spät – Chance vertan, Grandner wäre sonst frei durch gewesen (45.).

In der zweiten Halbzeit war zunächst eine Viertelstunde vor allem der 1. FC Lok am Drücker, die erste Chance hatte jedoch Halberstadts Krontiris nach einem Konter (48.). Die beste Möglichkeit für die Loksche hatte Gianluca Marzullo, der den Pfosten traf – allerdings aus Abseitsposition (58.). Ab der 60. Minute kamen die Gäste dann besser ins Spiel, erspielten sich in der Folge einige gute Chancen (Schubert aus Nahdistanz/67., Steinhauer mit Drehschuss/69.). Fast schon logisch fiel die Führung für die Germanen. Maik Georgi sprintete in den Strafraum, wurde von Wendschuch gefällt. Schiri Lasse Koslowski zögerte, beriet sich mit seinem Assistenten und entschied dann auf Strafstoß. Schubert ließ sich nicht lange bitten und verwandelte eiskalt (79.). Danach zeigte der 1. FC Lok Moral und schaffte nach einem Standard durch Rolleder den Ausgleich (84.). Danach war der FCL am Drücker, wankte Halberstadt bedenklich, aber die Gäste fielen nicht, trotz Super- Spielzug (Langners Direktabnahme geht knapp über die Latte/90.) und abermaliger Riesenchance von Rolleder (90.+3).

Fazit: Am Ende spiegelt das Ergebnis die Spielanteile gut wider. Für einen Sieg war die Loksche heute nicht gut genug, für eine Niederlage zu gut. Der FCL überzeugte abermals durch seinen kämpferischen Einsatz und kehrte holte in dieser Saison erstmals nach einem Rückstand noch einen Punkt. Spielerisch ist bei den Schützlingen von Heiko Scholz jedoch nach wie vor viel Luft nach oben. Eigentlich ist der Punkt im Kampf um Platz 14 zu wenig – aber wer weiß, was dieser Zähler am Ende der Saison wert sein wird.

1. FC Lok: 1 Julien Latendresse-Levesque – 4 Marcel Trojandt (75./9 Alexander Langner), 3 Markus Krug, 13 Kevin Kittler, 2 Dustin Scheibe – 5 Armin Kilz – 22 Andy Wendschuch, 7 Juro Pejic – 8 Sebastian Zielinsky, 6 Gianluca Marzullo (62./10 Steve Rolleder), 19 Patrick Grandner (62./15 Sebastian Seifert)

Halberstadt: 1 Pascal Nagel – 24 Tino Schulze, 2 Rico Steinhauer, 11 Florian Büchler, 5 Frederic Schütze – 7 Niels-Peter Mörck, 6 Philip Schubert – 19 Jan Nagel, 10 Emmanuel Krontiris (76./27 Nils Gottschick), 4 Maik Georgi (87./13 Sven Seitz) – 28 Malick Bolivard (90.+1/26 Dennis Stojanovic-Fredin)

Tore: 0:1 Schubert (FE/79.), 1:1 Rolleder (84.)

Gelbe Karten: Kittler, Krug, Wendschuch – Büchler, Krontiris

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Bruno-Plache-Stadion: 2.626 Zuschauer

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Fotos: Bernd Scharfe