6. Spieltag

Germania Halberstadt - 1. FC Lok 1:0 (0:0)

Foto: Bernd Scharfe

Spielbericht

Trotz guter Leistung hat der 1. FC Lok sein Auswärtsspiel bei Germania Halberstadt mit 0:1 verloren. Während den Gastgebern zwei gute Angriffe zu einem Treffer reichten, vergaben die Blau-Gelben abermals beste Gelegenheiten und standen am Ende durch den Treffer von Jan Nagel (68.), wie schon zu oft in dieser Saison, mit leeren Händen da.

Lok-Coach Carsten Hänsel schickte seine Elf in derselben 4-3-2-1-Formation aufs Feld wie zuletzt gegen den Berliner AK – nur für den verletzten Christoph Schulz (Leistenzerrung) stand Patrick Grandner auf dem Platz. Das Spiel war in Hälfte eins geprägt von vielen Zweikämpfen und taktischem Abtasten im Mittelfeld. Lok spielte aus einer sicheren Defensive auf Konter, war aber zu ungenau im Passpiel, um sich klare Chancen erarbeiten zu können. Halberstadt versuchte immer wieder, auf die Flügel zu den schnellen Bolivard und Georgi zu spielen, fand aber selten Lücken in der Lok-Defensive. Einzig in der 32. Minute wurde es brenzlig, als Bolivard doch einmal frei vor Braunsdorf auftauchte, dieser jedoch gut abwehren konnte. Lok noch mit einer guten Gelegenheit, als Grandnervon rechts nach innen passte, Steve Rolleder den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle und aufs Tor bekam.

In Halbzeit hatte das Abtasten dann schnell ein Ende, wurde das Spiel zunehmend mit offenem Visier geführt, besonders durch die Lok-Elf. Seiferts Schuss(50./zu ungenau) und ein Halberstädter Konterlauf durch Krontriris (52./Schussweit vorbei) bildeten die Ouvertüre für einen regelrechten Sturmlauf der Loksche. Zunächst ging ein abgefälschter Kittler-Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp am Tor vorbei (54.), nur Sekunden später drosch der Lok-Kapitän aus zwei Metern übers Tor. Doch dieser „Riese" ging ebenso wenig ins Netz wie ein Grandner-Fallrückzieher aus zehn Metern zwei Minuten später. Die größte Chance des Spiels dann in der 58. Minute: Trojandt kommt zwei Meter vorm langen Pfosten frei zum Schuss, legt den Ball aber nur ans Außennetz. Auch Rolleder (60./drüber aus fünf Metern) und abermals Grandner (64./Schuss aus 20 Metern) brachten den Ball nicht ins Tor. Wie so oft im Fußball sollte sich diese mangelnde Chancenverwertung rächen. Beim einzigen nennenswerten Entlastungsangriff der Gastgeber in der zweiten Halbzeit entwischte Jan Nagel seinem Bewacher Markus Krug und schob zum 1:0 an Braunsdorf vorbei ins lange Eck. Danach mischte Halberstadt Beton an und Lok warf alles nach vorne. Eine richtig gute Möglichkeit hatten die Blau-Gelben noch, als Kittler und Rolleder eine Hereingabe von rechts jeweils um einen halben Meter verpassten.

Fazit: Der 1. FC Lok hat gut gespielt, bis vorm Tor vieles richtig gemacht. Schlussendlich stand die Mannschaft – wie so oft in den vergangenen Wochen – mit leeren Händen da. Wichtig wird sein, dass das Team weiter an sich glaubt und so gegen Union II versucht, den berühmten „Bock" endlich umzustoßen.

Germania Halberstadt: 1 Pascal Nagel – 24 Tino Schulze, 7 Niels-Peter Mörck, 2 Rico Steinhauer, 4 Maik Georgi – 6 Philip Schubert – 28 Malick Bolivard, 17 Danny Wersig (77./5 Frederic Schütze), 10 Emmanuel Krontriris (85./22 Kevin Neef), 19 Jan Nagel – 11 Florian Büchler (60./26 Daniel Stojanovic-Fredin)

1. FC Lok: 1 Steven Braunsdorf – 8 Vadims Logins, 17 Gerald Muwanga (85./5 Armin Kilz), 3 Markus Krug, 18 Sebastian Dräger – 16 Raik Hildebrandt, 13 Kevin Kittler, 15 Sebastian Seifert (76./21 Rico Engler) – 4 Marcel Trojandt (76./11 Jorgo Nika), 19 Patrick Grandner – 10 Steve Rolleder

Schiedsrichter: Andreas Becker (Kritzmow)

Tor: 1:0 Jan Nagel (68.)

Gelbe Karten: Georgi – Krug, Kittler, Hildebrandt

Friedensstadion: 1.030 Zuschauer (davon ca. 200 aus Leipzig)

Stimmen zum Spiel:

Willi Kronhardt (Trainer Germania Halberstadt): Zwei Chancen, ein Tor, das ist eine sehr gute Quote. Effizient und erfolgreich - so wollen wir natürlich weiter spielen und weitere auf die zehn bisher geholten Punkte aufsatteln.

Carsten Hänsel (Trainer 1. FC Lok): Ich kann meiner Mannschaft kaum einen Vorwurf machen: Taktik, Laufbereitschaft, Einsatz, Spielerisches – wir haben eine gute Partie abgeliefert. Leider nur bis zwei Meter vorm Tor. So haben wir es wieder verpasst, uns zu belohnen, denn wer kein Tor schießt, kann höchstens 0:0 spielen – und auch das hat wieder nicht geklappt.

Bilder

Fotos: Bernd Scharfe