8. Spieltag

FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Lok 2:1 (1:0)

Foto: Bernd Scharfe

Neue Taktik, alte Probleme
1. FC Lok verliert durch spätes Gegentor 1:2 in Jena2

Wieder einmal hat der 1. FC Lok gut mit- und dagegen gehalten.Und wieder einmal reichte es am Ende nicht für einen Punktgewinn. Beider 2:1-Niederlage bei Carl-Zeiss Jena fiel der Siegtreffer für dieGastgeber wieder spät: In der 87. Minute besorgte Marius Grösch per Kopfdas Tor. So erntete der 1. FC Lok wieder einmal einiges Lob, aber keineZähler für die Tabelle.

Interims-Trainer Eric Eiselt hatte die Aufstellung ordentlichdurcheinander gewirbelt. Armin Kilz, Rico Engler und Talent Gino Böhnefanden sich in der Startformation wieder. Statt wie bisher in einem4-3-2-1 wurde zudem in einem 4-4-2 gespielt - mit Steve Rolleder alsklassischem Mittelstürmer und Patrick Grandner als hängender Spitze. Dieerste Halbzeit gehörte jedoch Carl-Zeiss, die nach 14 Minuten inFührung gingen, als Böhne eine Flanke von Marcel Schlosser nichtunterbinden konnte und Tino Schmidt in der Mitte einen Schritt vorVadims Logins am Ball war und aus drei Metern nur noch einnetzen musste.Auch danach vor allem Jena am Ball und mit guten Chancen, darunter einLattentreffer, bei dem Steven Braunsdorf der Ball über die Hand rutschte(Zimmermann/35.) und ein Treffer ans Lattenkreuz vom starken Schlosser(44.). Doch auch Lok mit einigen ordentlichen Möglichkeiten durchRolleder (17.) und Grandner (37./40.), die jedoch von Zeiss-SchlussmannTino Berbig allesamt pariert wurden.

In der zweiten Halbzeit kam die Loksche mit Marcel Trojandt fürLogins und einer Menge Schwung aus der Kabine. Trojandt (48.), RaikHildebrandt (52./58.) und Rolleder (68.) erspielten ordentlicheMöglichkeiten, der Ausgleich wollte jedoch zunächst nicht fallen. Biszur 72. Minute. Freistoß für den 1. FC Lok. Engler zieht den Ball ausgut 25 Metern an den langen Pfosten. Von dort springt das Spielgerät anden linken Pfosten und dann in die Maschen. Danach wogte das Spiel hinund her, ohne dass eine der beiden Mannschaften zunächst noch einewirklich große Chance auf den Siegtreffer gehabt hätte. In der 87.Minute dann die Entscheidung. Der Zeiss-Eckball von Gramoz Kurtaj warlange in der Luft, Marius Grösch kommt aus etwa zehn Metern mit dem Kopfans Spielgerät, anders als Sebastian Seifert, der den langen Pfostenverteidigt. Unklar, ob der Torschütze vor dem Kopfball Kilz foulte -Schiri Hösel sah jedenfalls nichts. Nur Augenblicke vor Abpfiff hatteEngler aus 30 Metern noch einmal die Chance auf ein Freistoß-Tor, abervorbei.

Fazit: Wieder einmal hat Lok kein schlechtes Spiel abgeliefert, gegeneinen favorisierten Gegner gut mitgehalten und diesen in Halbzeit zweisogar beherrscht. Punkte gab es jedoch wieder nicht zu holen, weilwieder einmal kurz vor Ultimo das Glück oder die Cleverness nicht aufSeiten der Blau-Gelben war. Die Ausgangssituation wird nun nichteinfacher, ist aber im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Optik Rathenow im Prinzip dieselbe wie in den letzten Wochen: Punkte müssenher.

Carl-Zeiss Jena: 30 Tino Berbig - 3 Filip Krstic, 24Justin Gerlach, 5 Marius Grösch 15 Marco Riemer - 20 Marcel Schlosser(78./26 Sebastian Fries), 22 Gramoz Kurtaj, 19 Tom Geißler, 11 TinoSchmidt (85./16 Yves Brinkmann)- 7 Andis Shala, 17 Marc-PhilippZimmermann (73./23 Junior Torunarigha)

1. FC Lok: 1 Steven Braunsdorf - 8 Vadims Logins(46./4 Marcel Trojandt), 13 Kevin Kittler, 3 Markus Krug, 14 Gino Böhne(74./18 Sebastian Dräger) - 15 Sebastian Seifert, 5 Armin Kilz, 16 RaikHildebrandt, 21 Rico Engler - 19 Patrick Grandner (90./11 Jorgo Nika),10 Steve Rolleder

Schiedsrichter: Steffen Hösel (Rövershagen)

Tore: 1:0 Schmidt (14.), 1:1 Engler (72.), 2:1 Grösch (87.)

Gelbe Karten: Geißler - Logins

Ernst-Abbe-Sportfeld: 4.752 Zuschauer

Bilder

Fotos: Bernd Scharfe