9. Spieltag

1. FC Lok - Optik Rathenow 4:2 (3:0)

Foto: Bernd Scharfe

Der Bann ist gebrochen
Der 1. FC Lok besiegt Optik Rathenow verdient mit 4:2

Das Ziel war klar für die Lok-Elf: Punkte sollten her für denTabellenletzten aus Leipzig. Interims-Trainer Eric Eiselt vertraute(fast) derselben Elf, die letzte Woche in Jena fast einen Punkt erkämpfthatte. Einzig Vadims Logins musste auf die Ersatzbank, dafür standFranz Bochmann im Startaufgebot. Zudem konnte der kranke RaikHildebrandt nicht spielen- sein Infekt stellte sich beim Warmmachen alszu heftig heraus. Für ihn sprang kurzfristig Andy Wendschuch ein.Gespielt wurde mit der 4-4-2-Formation der letzten Woche - SebastianSeifert rutschte auf die Linksverteidiger-Position, Bochmann dafür Linksoffensiv, Wendschuch auf der Sechs.

Der 1. FC Lok in weißen Trikots und blauen Hosen und von Beginn anmit viel Druck auf den Gegner und mit Zug zum Tor. Die erste Chancefolgerichtig nach drei Minuten für die Loksche, als Grandner an derlinken Strafraumgrenze in die Mitte flankte. Steve Rolleder fiel,Schiedsrichter Michael Wilske pfiff jedoch nicht. Wenig später die früheFührung. Eine Wendschuch-Ecke wuchtete Rolleder mit dem Kopf zur1:0-Führung ins Netz (5.). In der zehnten Minute die einzig nennenswerteChance für Optik Rathenow in der ersten Hälfte, aber der Schuss vonSüleyman Kapan war kein Problem für Steven Braunsdorf. Danach sahendie 1.791 Zuschauer erst einmal nur noch den 1. FC Lok. Engler traf beieinem Freistoß im Nachschuss das Außennetz (14.), ein Kittler-Schussnach einem Eckball wurde von Rathenow erst auf der Linie geklärt (30.).Die endgültige Belohnung für die starke Leistung folgte kurz vor derPause. Zunächst gab es nach Foul an Rolleder einen Elfmeter, bei dem derGefoulte Optik-Torhüter Marcel Subke keine Chance ließ (39.).Dann direkt vor dem Pausenpfiff ein fulminantes Solo von Rico Engler,der mit einem Sprint das komplette Mittelfeld überbrückte, noch zweiRathenower aussteigen ließ und mit seinem trockenen Schuss zum 3:0 traf(44.).

Auch in der zweiten Halbzeit zunächst nur der 1. FC Lok, der auchgleich eine Riesen-Torchance hatte, aber Rolleders Kopfball wurde vonSubke gerade so entschärft. Aus heiterem Himmel dann ein Tor für dieGäste: Sebastian Huke tauchte plötzlich frei vor Braunsdorf auf undhatte keine Mühe, zum 3:1 einzunetzen (53.). Von diesem Moment an warRathenow im Spiel und drei Minuten später gelang Owczarek derAnschlusstreffer aus kurzer Distanz. Der 1. FC Lok wirkte danach einigeMinuten wie ein angeschlagener Boxer. Die Mannschaft wankte, aberletztendlich fiel sie nicht. Rathenow noch mit einigen ordentlichenMöglichkeiten, aber Lok weiterhin spielbestimmend und durch Kontergefährlich. Der endgültige K.O. für Rathenow in der 73. Minute, alsJorgo Nika einen Abspiel-Fehler von Subke nutzte und aus zehn Metern zum4:2 einschob. Auch danach noch Chancen auf beiden Seiten, aber es bliebbeim 4:2-Endstand.

Fazit: Endlich hat sich die Mannschaft belohnt und nicht nur einegute und couragierte Leistung gezeigt, sondern auch drei Punkte geholt.Der Sieg war aufgrund der spielerischen und kämpferischen Überlegenheithoch verdient - auch in dieserHöhe. Jetzt heißt es, in der Liganachzuwaschen und in zwei Wochen beim Tabellenzweiten in Neustrelitzauch etwas Zählbares mitzunehmen. Vorher steht jedoch erst einmal dasPokalmatch am kommenden Samstag gegen RasenBallsport an,bei dem es nicht nur um den Einzug ins Achtelfinale, sondern auch ums Prestige geht.

1. FC Lok: 1 Steven Braunsdorf - 15 SebastianSeifert, 3 Markus Krug, 13 Kevin Kittler, 24 Gino Böhne - 23 FranzBochmann, 5 Armin Kilz (76./2 Dustin Scheibe), 22 Andy Wendschuch, 21Rico Engler - 19 Patrick Grandner, 10 Steve Rolleder (64./11 Jorgo Nika)

Optik Rathenow: 1 Marcel Subke - 3 Marcel Bahr, 5Damir Coric, 2 Mario Delvalle Silva (46./19 Majuran Kesevan), 17 SalihCetin - 4 Leon Hellwig (35./23 Jakob Regulski), 16 Jerome Leroy - 9Sebastian Huke, 10 Hakan Cankaya, 21 Kevin Owczarek (74./24 OnurUslucan) - 6 Süleyman Kapan

Schiedsrichter: Michael Wilske (Bretleben)

Tore: 1:0 Rolleder (5.), 2:0 Rolleder (39./FE), 3:0 Engler (44.), 3:1 Huke (53.), 3:2 Owczarek (56.), 4:2 Nika (73.)

Gelbe Karten: Engler - Leroy, Huke, Coric

Bruno-Plache-Stadion: 1.791 Zuschauer

Stimmen zum Spiel:
Ingo Kahlisch (Trainer Optik Rathenow): "Wir habendie erste Halbzeit total verschlafen. Lok hat sehr viel Druck aufgebautund folgerichtig die Tore geschossen. In der zweiten Halbzeit wurde esdann ein Kampfspiel, aber der Lok-Sieg geht letztendlich in Ordnung."

Eric Eiselt (Trainer 1. FC Lok): "Es war einverdienter Sieg. Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir vorherbesprochen haben: Konsequentes Pressing, in die Zweikämpfe gehen,schnell nach vorne spielen. Der Sieg war letztendlich auch der Lohn fürdie harte Trainings-Arbeit in dieser Woche."

Bilder

Fotos: Bernd Scharfe