Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 29. März 2015
Nur diese Kategorie anzeigen:Leipziger Volkszeitung

1. FC Lok rückt Aufstiegs-Konkurrenz auf die Pelle

Probstheidaer gewinnen 3:0 in Bernburg, Markranstädt verliert 0:1 bei Cottbuser Reserve / RB II schlägt Schott Jena 4:0

Leipzig. Die Fußball-Oberliga wird immer spannender. Durch seinen 3:0-Erfolg bei Askania Bernburg liegt der 1. FC Lok nur noch zwei Punkte hinter Aufstiegsplatz zwei. Den eroberte Neugersdorf mit einem 3:0-Sieg bei der Chemnitzer Reserve, während der SSV Markranstädt überraschend 0:1 in Cottbus unterlag und als neuer Dritter noch einen Zähler Vorsprung auf Lok hat.
Die Probstheidaer lösten am Sonnabend ihre Pflichtaufgabe nur vom Ergebnis her souverän. "Das täuscht etwas, es war ein hartes Stück Arbeit, wir haben uns schwer getan und lange zu unruhig gespielt", sagte Trainer Heiko Scholz und war doch stolz auf seine Truppe, die zur Winterpause schon als abgeschrieben galt und jetzt nach drei Siegen in Folge wieder voll im Rennen ist: "Es macht schon Spaß, wie die Jungs kämpfen - und dass uns in Bernburg fast 1000 Lok-Fans angefeuert haben."
Vor insgesamt 1268 Zuschauern hatten die Blau-Gelben Glück, dass die Gastgeber vor der Pause drei glasklare Chancen vergaben. Anders der Leipziger Schütze vom Dienst: Ondrej Brusch nutzte gleich die erste Gelegenheit, hämmerte die Kugel aus spitzem Winkel volley ins Netz (15.) - sein sechster Treffer im sechsten Spiel für Lok..
Doch es dauerte, bis die Partie unter Kontrolle und mit dem 0:2 entschieden war. Nach Foul an Norikazu Murakami an der Strafraumgrenze gab es Elfmeter (65.). Gianluca Marzullo scheiterte an Keeper Patrick Baldauf, aber Ramon Hofmann verwertete den Abpraller. Erst jetzt trumpften die Gäste befreit auf. Marzullo holte das Versäumte nach und machte im Konter (77.) doch noch sein zehntes Saisontor. "Ein wunderbarer Spielzug", schwärmte Scholz.
Unzufrieden war am Sonnabend dagegen Markranstädt-Coach Heiko Weber: "Wir haben in einem intensiven, temporeichen Spiel gut mitgehalten, aber wer die Kiste nicht trifft, kann eben nicht gewinnen." So haderte Weber mit einem halben Dutzend vergeigter Großchancen, zwei Schüssen ans Aluminium, einem nicht anerkannten Tor von David Krieger und überhaupt dem Schiedsrichter, der dem SSV auch zwei Elfmeter verweigert habe. Es blieb vor 62 Zuschauern beim Cottbuser 1:0, das Erik Zerna nach 27 Minuten erzielt hatte.
Spitzenreiter RB II bügelte gestern Schott Jena 4:0 ab. Mit der ersten Halbzeit seines Teams war Tino Vogel jedoch nicht einverstanden. "Jena hat alles reingehauen, wir bekamen Probleme, Torwart Dominic Heine bewahrte uns vor einem Rückstand", sagte der Trainer, "aber nach dem Wechsel hatten wir mehr zum Zusetzen." Tom Natternann mit seinen Saisontoren 16 und 17 (55., 69.), Victor Lindau (62.) und Paul Schinke (84.) schossen vor 206 Zuschauern im Markranstädter Stadion am Bad noch einen standesgemäßen Sieg heraus.

Von: Steffen Enigk