Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 17. Mai 2017
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Ein Jungscher und ein Gestandener

1. FC Lok Leipzig präsentiert zwei Neuzugänge

Leipzig. Wenn das Lok-Trainer-Duo Scholz/Hoppe bei der Planung der nächsten Saison weiterhin so einen Spurt hinlegt, dann steht der Kader noch vor dem Pokal-Highlight gegen die Himmelblauen kommenden Mittwoch (18 Uhr, Bruno-Plache-Stadion). Fix sind bereits zwei Neuzugänge – ein junger Wilder und ein gestandener Regionalligaspieler.

Ad eins: Toni Hartmann, zarte 18 Jahre kommt aus Halle vom FC. Und bleibt aller Voraussicht mindestens zwei Jahre. Damit ist schon mal ein Platz, der für hoffnungsvolle Sprösse vorgehalten wird, besetzt. Zwei weitere könnten folgen.
Hartmann hat die erste Stollen-Besohlung beim FC Magdeburg erhalten, schipperte vor zwei Jahren an die Saale und spielte zuletzt in der A-Jugend-Regionalliga. Khvicha Shubitidze, der vor einiger Zeit auch mal bei Sachsen spielte, trainierte den Linksverteidiger. Überdies durfte er in dieser Saison beim HFC-Drittligakader mitschwitzen. Coach Heiko Scholz beschreibt den 1,87-Meter-Schlacks so: “Er ist sehr schnell, sehr groß und hat alle Anlagen, die man als guter Fußballer braucht.“ Dabei hoffen die Probstheidaer, dass sich Hartmann so gut wie Peter Misch entwickelt, der ebenfalls in Magdeburg das Fußball-Einmaleins lernte.

Ad zwei: Bei Budissa wurde er schon offiziell verabschiedet: Maik Salewski – Leistungsträger und Stütze des Bautzner Teams. Nach sechs Jahren in der Oberlausitz will der Linksaußen es noch einmal wissen. Vor allem die Siebenmeilenstiefel-Träger Maik Georgi und Paul Maurer werden den Atem im Nacken spüren. „Maik ist ein erfahrener Regionalligaspieler, der uns im offensiven Bereich auf beiden Außenpositionen noch mehr Möglichkeiten bietet“, sagt Sportdirektor und Co-Trainer Rüdiger Hoppe.
Bei dem Namen Salewski sollte es auch bei allen Lok-Fans klingeln: Der Gute bereitete beide Treffer gegen die Probstheidaer vor. Der Loksche verlor in Bautzen 1:2. Insgesamt bringt es der 27-Jährige in dieser Spielzeit auf sechs Buden und vier Vorlagen. Das Seppeln an der Linie entlang mit dem finalen Pass an oder in den 16er wurde ihm bei Dynamo Dresden gelehrt. Von dort ging es über Borea 2011 zu Budissa. Und nun für die kommenden zwei Jahre nach Probsheida: „Ich freue mich, dass es geklappt hat, und bei so einem Traditionsverein spielen zu dürfen.“

Am Sonnabend (13.30 Uhr) beim Saisonfinale der Lok im Bruno gegen Hertha BSC sind die beiden noch nicht dabei. Fehlen werden Lok auf dem Platz zudem die langzeitverletzten Julien-Latendresse-Levesque und Steffen Fritzsch. Auch Stürmertank Djamal Ziane ist noch nicht wieder auf dem Dampfer. 

Von: Alexander Bley