Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 27. Juli 2017
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Fantrennung oberstes Gebot

Zeitige Anreise für das Derby zwischen Lok und Chemie am Sonnabend empfohlen

Leipzig. Wer eine der 5000 Karten für das 100. Derby zwischen BSG Chemie und 1. FC Lok ergattert hat und Sonnabend pünktlich zum Anpfiff 12 Uhr im Alfred-Kunze-Sportpark sein will, sollte sich zeitig auf die Socken machen. Denn das „AKS“ ist aus Sicherheitsgründen von der Polizei weiträumig abgesperrt. „Damit sollen die Fans der beiden Lager auseinandergehalten werden“, erklärt Polizeisprecher Uwe Voigt. Gut 500 Polizisten werden zum Regionalliga-Auftakt in Leutzsch im Einsatz sein.

Dabei wird abgeraten, individuell anzureisen. Chemie-Fans sollen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Lok-Anhängern wird der Bus-Shuttle vom Plache-Stadion 9.30 Uhr empfohlen. „All das basiert auf dem Konzept, das im November im Pokalspiel aufgegangen ist“, erklärt Voigt, „die Voraussetzungen für ein spannendes und hoffentlich friedliches Spiel sind gegeben.“

Wie sehr alle Seiten bemüht sind, eine Eskalation unter allen Umständen zu vermeiden, beweist der Umgang mit einem in Leutzsch gefundenen toten Schwein, angeblich bedeckt mit einer Fahne der BSG Chemie. Tagelang waberte der Vorfall als Gerücht in den sozialen Medien, bestätigen konnte/wollte das zunächst niemand. Gestern räumte Polizeisprecher Uwe Voigt ein: „Ja, es wurde ein totes Schwein in der Nähe des Stadions gefunden. Es wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.“ Beide Vereine waren über den Vorfall informiert. Interesse, diesen öffentlich zu machen, hatte niemand. 

Von: ukö/bly