Quelle: Sonstiges vom Mittwoch, 06. September 2017
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KEIN BOCK AUF RB: DESHALB LAUFEN LOK-KIDS MIT GLADBACH-PROFIS AUF

Leipzig - Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, besagt ein deutsches Sprichwort. Doch das Geschenk, dass eine Nachwuchstruppe von Lok Leipzig beim Stadtpokal gewann, bereitete der Vereinsführung Bauchschmerzen: Die Kids hätten bei einer Partie von RB Leipzig als Einlaufkinder dabei sein dürfen.

Die damalige F-Jugend von Lok Leipzig gewann das Stadtpokal-Finale am 10. Juni gegen gegen SV Eintracht Süd (6:3). Dafür gab es vom Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) nicht nur einen Pokal, sondern auch den umstrittenen Gutschein: Einmal mit den Stars von RB aufs Feld laufen.
Bei Lok Leipzig selbst kam dieser Gewinn aber gar nicht gut an. "Wir sind der Ansicht, dass der FVSL zur Neutralität verpflichtet ist. Deshalb haben wir uns über den Gutschein schon sehr gewundert, erklärt Lok-Sprecher Alexander Voigt.

Generell sei das Thema RB Leipzig schwierig für den Verein, da man aus derselben Stadt komme und sich somit sportlich als Rivalen betrachte. "In anderen Städten ist es ja auch unvorstellbar, dass zum Beispiel Nachwuchsspieler von Schalke 04 zusammen mit Spielern von Borussia Dortmund einlaufen", versucht Voigt die Situation für Lok zu erklären.

Die Vereinsführung schob der Aktion deshalb einen Riegel vor, der Gutschein wird nicht eingelöst. Stattdessen erhält das Gewinnerteam des Stadtpokals ein anderes Geschenk: Die Kids dürfen am 21. Oktober bei der Partie Borussia Mönchengladbach gegen Bayer Leverkusen mit den Profis aufs Feld laufen. Vorher kickt die Mannschaft im Stadion noch gegen die U10 der Borussen und auch am Tag danach ist noch ein Spiel angesetzt.

"Die Kids und Trainer sind absolut happy und können es kaum noch erwarten. Auch die Eltern sind mit dieser Lösung mehr als zufrieden", verrät Voigt. Man habe den Kindern den Spaß nicht verderben wollen und aus diesem Grund ein viel besseres Event für das Team organisiert. Auf einem Elternabend zu der Reise nach Gladbach habe Lok-Präsident Thomas Löwe noch einmal die Gründe für die Entscheidung erläutert und viel Zustimmung erfahren.

Der Verein betont, dass die Gladbach-Lösung auch eine im Sinne aller Vereinsmitglieder sei.

Von: TAG 24