Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Sonntag, 22. März 2015
Nur diese Kategorie anzeigen:Leipziger Volkszeitung

Leipziger Oberliga-Trio erfolgreich

RB-Reserve und 1. FC Lok gewinnen auswärts jeweils 1:0, Markranstädt zu Hause 3:0

Leipzig. Am Sonnabend zig Mal gehört und wohl die treffendste Zusammenfassung des 1:0-Sieges des 1. FC Lok bei Schott Jena: "Hauptsache gewonnen." Sagte sich auch Mario Basler, der dem Zittersieg auf dem tristen Nebenplatz des Ernst-Abbé-Sportfeldes beiwohnte. "Wir haben nicht besonders gut gespielt, aber erfolgreich. Genau das zählt jetzt in dieser Phase", meinte Basler. "Wir sind auf die Patzer der Aufstiegs-Konkurrenten angewiesen."
Da lief der Spieltag schon nach den Vorstellungen Loks. Dass Markranstädt gegen die Chemnitzer Reserve gewinnen würde (3:0), musste einkalkuliert werden. Dass die RB-Reserve in Neugersdorf siegt (1:0), war erwünscht. "Nur noch zwei Punkte Rückstand zu Neugersdorf, vier auf Markranstädt, da geht noch was", sagte Heiko Scholz gut gelaunt, als er von den Ergebnissen hörte. Der Lok-Coach weilte gestern in Köln, sah sich das Regionalliga-Match Viktoria Köln gegen Rot-Weiß Essen (0:0) an. "Auch Traditionsvereine, wie Lok."
Das Match in Jena war noch nicht ganz aus dem Kopf. "Die erste Hälfte war ganz ordentlich, in der zweiten haben wir die Kontrolle total verloren", sagt Scholz, der freilich weiß: "Wie der Sieg zustande gekommen ist, interessiert morgen niemanden mehr." Wir erzählen es trotzdem: Ondrej Brusch hatte nach einem schönen Solo in der 28. Minute das 1:0 erzielt. Statt nachzulegen überließen die Leipziger den Gastgebern die Initiative und waren am Ende heilfroh, dass sie nicht noch ein Gegentor kassierten. Lok-Keeper Julien Latendresse-Lavesque half in der Schlussphase mit Großtaten gleich mehrfach.
Auch RB II hatte eine heiße Endphase zu überstehen. Dabei zeigte Tom Nattermann, dass er nicht nur Tore schießen, sondern auch verhindern kann. Er rettete einmal auf der Linie. Da führte sein Team längst, Nattermann war am Blitzstart der Leipziger beteiligt. Er legte in der zweiten Minute nach schnellem Konter quer auf seinen Sturmkollegen Vincent Rabiega, der einschob. Der frühe Vogel pickt also den Wurm, auch wenn Trainer Tino Vogel nur als erfreuter Betrachter am frühen Siegtor beteiligt war. "Neugersdorf kam wie erwartet bei Standards sehr gefährlich. Aber wir haben uns da gut gewehrt. In den letzten zwanzig Minuten mussten wir ebenfalls mit viel Herz verteidigen", lobte Vogel.
Ähnlich zufrieden hörte sich Markranstädts Coach Heiko Weber nach dem 3:0 gegen den CFC II an. Vor allem von Dawid Krieger, der an allen drei Toren beteiligt war, sowie von Kevin Zimmermann war Weber angetan: "Doch auch alle anderen haben gut gespielt. Diesmal haben wir zudem Tore geschossen."

Von: Uwe Köster/Frank Müller